Höhlenrettung: Polizei und Spezialteams üben die Bergung Verletzter aus dem Wasser

(Tessin TI). Die Kantonspolizei Tessin hat gemeinsam mit spezialisierten Rettungsorganisationen eine Übung zur Bergung einer verletzten Person in einer Höhlen- und Unterwasserumgebung durchgeführt.

Beteiligt waren die Seepolizei, die Alpine Rettung SAC Locarno und die Schweizer Höhlenrettung mit der Höhlentauchkolonne K11.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anlass: Gemeinsame Rettungsübung
  • Organisator: Kantonspolizei Tessin, Seepolizei
  • Partner: Alpine Rettung SAC Locarno und Schweizer Höhlenrettung
  • Spezialisten: Höhlentauchkolonne K11
  • Übungsszenario: Bergung einer verletzten Person in einer alpinen Höhlen- und Unterwasserumgebung
  • Trainingsziele: Einsatztechniken, Koordination und Zusammenarbeit
  • Schwerpunkt: Sichere und wirksame Rettung unter schwierigen Bedingungen

Gemeinsame Rettungsübung in Höhlen- und Unterwasserumgebung

Wie lässt sich eine verletzte Person aus einer Höhlen- und Unterwasserumgebung bergen? Die Vorbereitung und Koordination zwischen den verschiedenen Rettungsteams sind entscheidend, um komplexe Szenarien zu bewältigen und wirksame sowie sichere Einsätze zu gewährleisten.

Die Kantonspolizei – Seepolizei hat in Zusammenarbeit mit der Alpinen Rettung SAC Locarno und der Schweizer Höhlenrettung mit der Höhlentauchkolonne K11 einen Trainingstag organisiert, der der Bergung einer verletzten Person in einer alpinen Höhlen- und Unterwasserumgebung gewidmet war.









Einsatztechniken und Zusammenarbeit gezielt trainiert

Das Ziel: Einsatztechniken trainieren, die Koordination zwischen den Rettungskräften verbessern und die Zusammenarbeit in einem besonders anspruchsvollen Einsatzumfeld festigen.

Vorbereitung, Fachkompetenz und Teamarbeit sind wesentliche Voraussetzungen, um Notfallsituationen zu bewältigen und auch in den schwierigsten Umgebungen professionell eingreifen zu können.


Polizei.news informiert

Warum eine Höhlenrettung mehr als einen Tag dauern kann

Unterirdische Rettungseinsätze gehören zu den technisch anspruchsvollsten Aufgaben im Rettungswesen. Enge Passagen, senkrechte Schächte und wassergefüllte Gänge können den Transport einer verletzten Person erheblich erschweren.

Die Rega berichtete über eine durchschnittliche Einsatzdauer von mehr als 24 Stunden bei unterirdischen Rettungen. An einer solchen Bergung sind im Durchschnitt 13 Rettungskräfte beteiligt. Bei grösseren Einsätzen können es über 50 sein.

Eine besondere Herausforderung ist die medizinische Versorgung: Verletzte müssen unter Umständen lange an ihrem Fundort stabilisiert werden, bevor eine sichere Bergung möglich ist. Deshalb trainieren Polizei, Bergrettung und Höhlenrettung die Zusammenarbeit bereits vor einem Ernstfall.


 

Quelle: Kantonspolizei Tessin / Polizei.news
Bildquelle: Kantonspolizei Tessin