13 Parkplätze fallen weg: Zu schmale Strasse soll für Velofahrer sicherer werden

(Basel BS). Der St. Galler-Ring ist heute an verschiedenen Stellen zu schmal, so dass die Verkehrssicherheit insbesondere für den Veloverkehr nicht ausreicht. Im Abschnitt zwischen Wanderstrasse und Allschwilerstrasse entfallen daher an den Engstellen insgesamt 13 Parkplätze. Damit entspricht der St. Galler-Ring künftig den Anforderungen einer Velovorzugsroute.

Obwohl der St. Galler-Ring bereits heute Teil des Veloroutennetzes ist, erfüllt die Strasse die geltenden Veloverkehrsstandards an mehreren Stellen nicht. Diese Standards sehen vor, dass eine Fahrbahn mindestens 4,5 Meter breit sein muss. Wenn es entlang der Strasse Parkplätze hat, ist ein Sicherheitsabstand von zusätzlich mindestens 0,5 Metern erforderlich, um zu vermeiden, dass Velofahrende mit Autotüren kollidieren, die Richtung Strasse geöffnet werden.

Polizei.news | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: St. Galler-Ring in Basel.
  • Betroffener Abschnitt: Zwischen Wanderstrasse und Allschwilerstrasse.
  • Massnahme: An Engstellen entfallen insgesamt 13 Parkplätze.
  • Grund: Die Fahrbahn ist an mehreren Stellen zu schmal für die geltenden Veloverkehrsstandards.
  • Vorgaben: Mindestens 4,5 Meter Fahrbahnbreite sowie zusätzlich mindestens 0,5 Meter Sicherheitsabstand bei Parkplätzen.
  • Verkehrsanordnung: Veröffentlichung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, im Kantonsblatt.
  • Ziel: Der St. Galler-Ring soll künftig Teil des Velovorzugsroutennetzes werden.
  • Langfristige Planung: Rund 40 zusätzliche Kilometer Velovorzugsrouten innerhalb von zehn Jahren.

13 Parkplätze sollen an Engstellen entfallen

Um die bestehenden Engstellen im St. Galler-Ring zu beheben, sollen im Abschnitt zwischen Wanderstrasse und Allschwilerstrasse insgesamt 13 Parkplätze entfallen. Die entsprechende Verkehrsanordnung erscheint heute Mittwoch, 28. Oktober 2026, im Kantonsblatt. Damit kommt der Kanton auch einer Forderung aus dem Anzug von Grossrat Jean-Luc Perret und Konsorten betreffen sichere Durchfahrtsbreiten auf Velorouten in Tempo-30-Zonen nach.

St. Galler-Ring soll Teil des Velovorzugsroutennetzes werden

Künftig soll der St. Galler-Ring Teil des Velovorzugsroutennetzes werden. Nach Entfall der Parkplätze erfüllt er die entsprechenden Anforderungen. Dies ist ein weiterer Schritt hin zum Ziel, innerhalb von zehn Jahren insgesamt rund 40 zusätzliche Kilometer Velovorzugsrouten zu realisieren, wie dies die Stimmbevölkerung mit der Annahme des Gegenvorschlags zur Velorouten-Initiative verlangt hat. Sichere, durchgehende und komfortable Veloverbindungen tragen zudem zum Erreichen der Umweltschutz- und Klimaziele des Kantons sowie zur Steigerung der Lebensqualität bei.

 

Quelle: Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Bildquelle: GoogleMaps


Polizei.news informiert | Sicherheit beim Velofahren

Autotüren als Unfallgefahr: Drei Tipps für mehr Sicherheit auf dem Velo

Eine plötzlich geöffnete Autotür kann für Velofahrende zur ernsten Gefahr werden. Solche Unfälle werden als „Dooring“ bezeichnet. Besonders auf Strassen mit längsparkierenden Autos ist deshalb Aufmerksamkeit gefragt. Mit ausreichend Abstand und einer einfachen Technik beim Aussteigen lassen sich viele gefährliche Situationen vermeiden.

1. Mindestens einen Meter Abstand zu parkierten Autos halten

Velofahrende sollten entlang längsparkierter Autos einen seitlichen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter einhalten. So bleibt mehr Raum, falls eine Tür unerwartet geöffnet wird. Fahren Sie nicht aus Angst vor dem nachfolgenden Verkehr zu dicht an den parkierten Fahrzeugen vorbei. Ist eine sichere Durchfahrt nicht möglich, reduzieren Sie die Geschwindigkeit und warten Sie gegebenenfalls ab.

2. Beim Aussteigen den „Holländer-Griff“ anwenden

Wer auf der Fahrerseite aus dem Auto steigt, sollte die Tür mit der rechten Hand öffnen. Auf der Beifahrerseite wird entsprechend die linke Hand verwendet. Durch diese Bewegung dreht sich der Oberkörper automatisch stärker zur Fahrbahn. Das erleichtert den Blick nach hinten, wo sich Velofahrende oder andere Verkehrsteilnehmende nähern könnten. Öffnen Sie die Tür trotzdem erst, wenn der Bereich sicher frei ist.

3. Bei Engstellen nicht riskant überholen

Autofahrende sollten beim Überholen von Velos ausreichend Seitenabstand einhalten. Reicht der Platz wegen parkierter Fahrzeuge, Gegenverkehr oder einer schmalen Fahrbahn nicht aus, ist Abwarten die sichere Lösung. Velofahrende sollten ihre Fahrlinie möglichst vorausschauend wählen und abrupte Ausweichbewegungen vermeiden. Gegenseitige Rücksichtnahme ist gerade auf Quartierstrassen besonders wichtig.

Gut zu wissen: Die Gefahrenzone einer geöffneten Autotür reicht deutlich weiter in die Fahrbahn hinein, als viele Menschen erwarten. Die Suva empfiehlt Velofahrenden deshalb einen Mindestabstand von einem Meter zu längsparkierenden Autos. Auch das Bundesamt für Strassen empfiehlt ausdrücklich, Abstand zu parkierten Fahrzeugen zu halten.

Für Eltern: Üben Sie mit Kindern auf ruhigen Strassen, wie man an parkierten Autos vorbeifährt. Achten Sie dabei besonders auf den Seitenabstand und auf Anzeichen dafür, dass jemand aussteigen könnte. Kinder sollten lernen, nicht plötzlich nach links auszuweichen, sondern die Verkehrssituation frühzeitig einzuschätzen.

Praktischer Tipp: Machen Sie den „Holländer-Griff“ zur Gewohnheit – auch dann, wenn Sie gerade keine Velofahrenden sehen. So wird der Schulterblick vor dem Öffnen der Autotür zu einer festen Routine.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion