(Zofingen AG). Zwischen dem 22. Oktober und dem 5. November 2026 sind die Patrouillen der Regionalpolizei Zofingen morgens und abends an Schulen, Bahnhöfen und Unfallschwerpunkten präsent.
Unter dem Motto „Nur wer leuchtet, wird von Weitem gesehen“ engagiert sich die Regionalpolizei an einer nationalen Verkehrskampagne des TCS. Das Ziel: Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende und E-Trottinett-Nutzer für die Gefahren der dunklen Jahreszeit sensibilisieren.
Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Region: Einzugsgebiet der Regionalpolizei Zofingen im Kanton Aargau.
- Aktionszeitraum: 22. Oktober bis 5. November 2026.
- Schwerpunkt: Sichtbarkeit im Strassenverkehr während der dunklen Jahreszeit.
- Kontrollorte: Schulen, Bahnhöfe und Unfallschwerpunkte.
- Einsatzzeiten: Morgens und abends.
- Zielgruppen: Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende sowie E-Trottinett-Nutzende.
- Massnahmen: Beleuchtungskontrollen, kostenlose Reflektoren und praktische Hilfe.
- Grundsatz: Prävention und Dialog statt Sanktionen.
- Tag des Lichts: Donnerstag, 5. November 2026.
- Abschluss: Breit angelegte Kontrollen am Tag des Lichts.
- Danach: Weitere Sichtbarkeitskontrollen im regulären Patrouillendienst.
Helfen statt strafen
Bei der Aktion geht es primär um Dialog und Prävention. Anstatt Sanktionen auszusprechen, setzen die Polizistinnen und Polizisten auf praktische Hilfe. Die Beleuchtung wird kontrolliert, kostenlose Reflektoren verteilt und wo nötig noch vor Ort angebracht – eine wichtige Unterstützung für all jene, bei denen die Ausrüstung im Alltag in Vergessenheit gerät. Besonders bei Schulkindern stösst die Aktion auf grosses Interesse. Die Regionalpolizei will als Partner der Verkehrsteilnehmenden wahrgenommen werden, um gemeinsam für sichere Strasse zu sorgen.
Ein Aufruf an alle Verkehrsteilnehmenden
Aufgrund der steigenden Zahl von E-Bikes und Trendfahrzeugen wie E-Trottinetts ist der Zweiradverkehr immer zügiger unterwegs. Reto Tresch, Leiter der Regionalpolizei Zofingen sagt daher: „Eine funktionierende Beleuchtung und gute Reflektoren sind keine Option, sondern ein Muss, um rechtzeitig gesehen zu werden“.
Tag des Lichts am 5. November
Am 5. November finden anlässlich des „Tag des Lichts“ im Einzugsgebiet der Regionalpolizei Zofingen zum Abschluss der Aktion nochmals breit angelegte Kontrollen statt. Die Kontrolltätigkeit endet jedoch nicht mit dem „Tag des Lichts“ – die Polizei wird die Sichtbarkeit auch künftig im regulären Patrouillendienst überprüfen.
Kleine Investition, grosse Wirkung
„Unser oberstes Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden. In der dunklen Jahreszeit entscheiden oft wenige Sekunden und einige Zentimeter Sichtbarkeit über den Ausgang einer Situation“, erklärt Reto Tresch. Ein einfacher Reflektor ist eine kleine Investition mit einer grossen Wirkung: Er rettet im Ernstfall Leben.“
Quelle: Stadt Zofingen
Bildquelle: zvg
Polizei.news informiert | Sicher unterwegs in der Dunkelheit
Sichtbarkeit rettet Leben: Sieben praktische Tipps für Fussgänger, Velos und E-Trottis
Wer bei Dunkelheit unterwegs ist, wird von anderen Verkehrsteilnehmenden oft später erkannt als am Tag. Besonders bei Regen, Nebel oder blendendem Gegenverkehr können Menschen am Strassenrand leicht übersehen werden. Helle Kleidung, funktionierende Lichter und Reflektoren verbessern die Sichtbarkeit mit wenig Aufwand.
1. Reflektoren machen einen grossen Unterschied
Nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) werden dunkel gekleidete Menschen im Strassenverkehr bei Dunkelheit besonders spät erkannt.
Der Unterschied ist erheblich:
- Dunkle Kleidung: Erkennbarkeit im Scheinwerferlicht unter typischen Bedingungen aus rund 25 Metern.
- Helle Kleidung: Erkennbarkeit aus ungefähr 40 Metern.
- Reflektierende Elemente: Erkennbarkeit unter günstigen Bedingungen aus bis zu rund 140 Metern.
Die tatsächliche Erkennbarkeit hängt unter anderem von Beleuchtung, Wetter, Position und Umgebung ab. Reflektoren müssen vom Licht eines Fahrzeugs angestrahlt werden, damit sie ihre Wirkung entfalten.
2. Reflektoren an Armen und Beinen anbringen
Besonders wirkungsvoll sind reflektierende Elemente an Körperstellen, die sich beim Gehen bewegen.
Die bfu empfiehlt unter anderem reflektierende Arm- und Fussbänder. Durch die Bewegungen können andere Verkehrsteilnehmende Menschen früher als Fussgänger erkennen. Reflektierende Anhänger an Taschen oder Rucksäcken ergänzen die Sichtbarkeit, sollten aber möglichst nicht durch Kleidung verdeckt werden.
3. Velos brauchen funktionierende Lichter und Reflektoren
Bei Velos gehören die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zur grundlegenden Sicherheitsausrüstung. Vorne ist weisses, hinten rotes Licht erforderlich. Zusätzlich sind vorgeschriebene Reflektoren zu beachten.
Kontrollieren Sie vor einer Fahrt in der Dämmerung, ob beide Lichter funktionieren, sicher befestigt und gut sichtbar sind. Bei abnehmbaren Lampen ist auf einen ausreichend geladenen Akku zu achten. Zusätzliche Speichenreflektoren, reflektierende Pneus oder eine Leuchtweste können die Sichtbarkeit weiter verbessern.
4. Beim E-Bike gilt Lichtpflicht auch am Tag
In der Schweiz müssen E-Bikes seit dem 1. April 2022 auch tagsüber mit eingeschaltetem Licht unterwegs sein.
Die Tagfahrlichtpflicht trägt dazu bei, dass E-Bikes im Verkehr besser wahrgenommen werden. Bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen muss die vorgeschriebene Beleuchtung für diese Bedingungen verwendet werden. Die korrekte Einstellung und eine saubere Leuchtfläche sind ebenfalls wichtig.
5. E-Trottinetts vor jeder Fahrt überprüfen
Auch bei E-Trottinetts ist eine funktionierende Beleuchtung wichtig. Im Schweizer Strassenverkehr gelten für solche Fahrzeuge eigene technische und verkehrsrechtliche Anforderungen.
Prüfen Sie vor der Fahrt insbesondere die vorgeschriebenen Lichter, Bremsen und die allgemeine Betriebssicherheit. Da die kleinen Räder empfindlich auf Hindernisse und unebene Fahrbahnen reagieren können, ist bei Dunkelheit eine angepasste Geschwindigkeit besonders wichtig.
6. Kinder auf dem Schulweg besser sichtbar machen
Gerade auf dem morgendlichen Schulweg kann es im Herbst und Winter noch dunkel sein. Kinder sind aufgrund ihrer Körpergrösse und ihres Bewegungsverhaltens für andere Verkehrsteilnehmende teilweise schwerer zu erkennen.
Reflektierende Elemente an Jacke, Schulthek und Schuhen sind hilfreich. Leuchtwesten oder reflektierende Dreiecksgürtel erhöhen die Sichtbarkeit zusätzlich. Eltern können mit ihren Kindern den Schulweg bei den tatsächlichen Lichtverhältnissen üben und auf gut einsehbare Übergänge achten.
7. Auch Autofahrende müssen auf Sicht fahren
Gute Sichtbarkeit ist keine alleinige Verantwortung von Fussgängern oder Zweiradfahrenden. Wer ein Auto oder einen Töff lenkt, muss die Geschwindigkeit stets den Sicht- und Strassenverhältnissen anpassen.
Saubere Scheinwerfer und Frontscheiben, korrekt eingesetztes Licht sowie erhöhte Aufmerksamkeit an Fussgängerstreifen und Schulwegen helfen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Bei Nebel, Regen und Dunkelheit ist genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug besonders wichtig.
Gut zu wissen: Die Sichtbarkeit hängt nicht nur von der Farbe der Kleidung ab. Reflektierende Materialien werfen einfallendes Licht in Richtung der Lichtquelle zurück. Besonders im Scheinwerferlicht von Motorfahrzeugen können sie deshalb wesentlich früher auffallen als gewöhnlicher Stoff.
Praktischer Tipp: Machen Sie einen Lichtcheck vor der nächsten Fahrt im Dunkeln: Funktionieren die Lichter am Velo oder E-Trotti? Sind Reflektoren sichtbar und sauber? Hat die Jacke oder der Rucksack reflektierende Elemente? Schon ein kleiner Reflektor kann die Erkennbarkeit deutlich verbessern.
Weitere Informationen: Praktische Hinweise zur Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg finden Sie auf Schulanfang.ch. Weitere Präventionstipps bietet Polizeinews Prävention.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion