Zürich ZH: „Luege. Brämse. Halte.“ – Kinder erinnern Autofahrende an sicheren Schulweg
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Jedes Jahr nehmen nach den Sommerferien rund 80’000 Kinder schweizweit den Schulweg zum ersten Mal in Angriff.
Dies ist ein emotionaler Moment und ein erster Schritt in die selbstständige Mobilität. Gleichzeitig birgt dies auch Gefahren. Kinder der Schule Blumenfeld in Zürich-Affoltern haben zusammen mit den Zürcher Polizeikorps und dem TCS auf sympathische Art und Weise Autofahrende für einen sicheren Schulweg sensibilisiert.
Traditionell wird besonders zum Schulanfang auf die Gefahren im Strassenverkehr hingewiesen. Kinder machen auf dem Schulweg wichtige Schritte hin zu einer eigenständigen Mobilität. Dabei passieren auch Fehler, und ein unbedachtes Verhalten kann Gefahren bergen. Es sind aber nicht nur die Kleinsten, die jeweils lernen müssen – für ihre Sicherheit auf den Strassen tragen in erster Linie die Erwachsenen die Verantwortung. Dabei gilt es, besonders Rücksicht zu nehmen und die Fahrweise in der Nähe von Kindern anzupassen. So haben Schülerinnen und Schüler genügend Raum, um die Mobilität sicher zu entdecken.
Zum Schulstart haben deshalb am Montagmorgen Schülerinnen und Schüler der Primarschule Blumenfeld, Zürich-Affoltern, gemeinsam mit den Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Zürcher Polizeikorps (Kantonspolizei Zürich, Stadtpolizei Zürich, Stadtpolizei Winterthur und die Kommunalpolizeien) Duftfiguren an die Verkehrsteilnehmenden verteilt. Autofahrende werden damit über den Geruchssinn daran erinnert, ihre Fahrgewohnheiten an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen.
Luege, Brämse, Halte
Die sympathische Sensibilisierungsaktion geht mit der vom Touring Club Schweiz und im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit geführten nationalen Schulwegkampagne einher. Schon seit Wochen prägen die Plakatmotive die Schulwege in der ganzen Schweiz. Drei Handlungsanweisungen werden zu einem Merkspruch verdichtet: „Luege. Brämse. Halte“. „Luege“ heisst, stets wachsam zu sein, um unerwartet auftauchende Kinder frühzeitig zu erkennen. „Brämse“ sorgt für eine rechtzeitige Reaktion – besonders in unübersichtlichen oder wenig befahrenen Bereichen, wo ein Kind ohne Vorwarnung die Strasse überqueren könnte.
Schliesslich ist „Halte“ das A und O: Denn Kinder sind noch nicht in der Lage, die Geschwindigkeit von Fahrzeugen richtig einzuschätzen. Sie können die Strasse nur dann sicher überqueren, wenn die Autos vollständig zum Stillstand gekommen sind. Diese Botschaft knüpft an diejenige an, die Kindern seit mehreren Jahren vermittelt wird: „Warte, luege, lose, laufe“.
Eltern, Lehrpersonen und Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren der Polizeistellen werden ebenfalls mithilfe von verschiedenen Sensibilisierungsmaterialien des TCS einbezogen, um die Präventionsbotschaften ausgedehnt zu verbreiten. Damit macht die Kampagne deutlich: Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung.
Engagement für Verkehrssicherheit
Die Sicherheit von Kindern auf ihren Schulwegen nachhaltig erhöhen, gehört zu den Grundanliegen des Touring Club Schweiz im Rahmen seines Engagements zur Verhütung von Unfällen. 2025 übertrug der Fonds für Verkehrssicherheit dem TCS die gesamtschweizerisch bedeutende Präventionskampagne zur Schulwegsicherheit. Die Kampagne „Luege. Brämse. Halte.“ ist auf drei Jahre angelegt.
Ein starkes Netzwerk aus kantonalen und kommunalen Polizeikorps sorgt zusammen mit Gemeinden, Schulen, Vereinen und Unternehmen für die regionale Verankerung. Darüber hinaus gibt der Touring Club Schweiz unterstützt vom Fonds für Verkehrssicherheit über seine Sektionen und wiederum der Polizeikorps jährlich über 100’000 Leuchtbänder für Kindergartenkinder sowie rund 90’000 Leuchtwesten an Schülerinnen und Schüler der ersten bis dritten Klasse ab. Die Sichtbarkeit im Strassenverkehr trägt wesentlich zur Vermeidung von Unfällen bei.
Quelle: Zürcher Polizeikorps / TCS
Bildquelle: Symbolbild © Zürcher Polizeikorps / TCS