(Bellinzona TI). Ab heute, Montag, 2. November 2026, tragen die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien im Tessin offiziell die neue KEP-Dienstuniform.
Mit dem Abschluss der im Oktober begonnenen Verteilung der Ausrüstung leisten nun alle Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst in der neuen Uniform. Dieser Wechsel dient einem einheitlicheren Erscheinungsbild und einer besseren Erkennbarkeit der Polizeikräfte auf nationaler Ebene.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Einführung: Montag, 2. November 2026.
Geltungsbereich: Kantonspolizei und Gemeindepolizeien im gesamten Tessin.
Neue Uniform: KEP – korpsübergreifende Erneuerung der Polizeiuniform.
Bisherige Uniform: UNIMATOS, vor rund 20 Jahren eingeführt.
Erkennbarkeit: Individuelle Abzeichen und Rangkennzeichen bleiben bestehen.
Verteilung: Im Oktober begonnen und inzwischen abgeschlossen.
Logistik: Zentrale Organisation und direkte Lieferung an die Polizeiposten.
Neue Polizeiuniform ersetzt UNIMATOS nach 20 Jahren
Der bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des Projekts zur Erneuerung der Polizeiuniformen angekündigte Wechsel markiert für das Tessin einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Dienstausrüstung. Die bisherigen UNIMATOS-Uniformen waren vor rund 20 Jahren eingeführt worden.
Mit diesem Entscheid schliessen sich die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien im Tessin den anderen Schweizer Polizeikorps an, die seit 2015 schrittweise eine gemeinsame Uniform eingeführt haben. Grundlage dafür war ein Beschluss der Konferenz der kantonalen Polizeikommandantinnen und Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS).
Einfarbige Uniform mit individuellen Polizeiabzeichen
Die neuen KEP-Uniformen sind auf die operativen Anforderungen der täglichen Polizeiarbeit ausgerichtet. Gleichzeitig sollen sie das gemeinsame Erscheinungsbild der Polizistinnen und Polizisten in der Schweiz stärken.
Obwohl die Polizeikorps ein gemeinsames Uniformmodell übernehmen, behalten sie ihre individuellen Erkennungsmerkmale wie Abzeichen und Rangkennzeichen.
Die Dienstuniformen der Polizistinnen und Polizisten sind neu einfarbig. Damit unterscheiden sie sich von der bisherigen zweifarbigen Ausführung.
Zu den Neuerungen gehört auch das Hemd, das wieder Bestandteil der Dienstausrüstung wird. Für Angehörige der polizeilichen Sicherheitsassistenz bleibt die graue Uniformvariante bestehen.
Verteilung der neuen Dienstkleidung abgeschlossen
Die Einführung der neuen Uniformen erforderte einen erheblichen organisatorischen und logistischen Aufwand.
Das Vorhaben umfasste zwei Phasen: Zunächst wurde die neue Ausrüstung verteilt. Anschliessend ist die Rücknahme der bisherigen UNIMATOS-Dienstkleidung vorgesehen.
Die Materialverteilung wurde zentral organisiert. Die Ausrüstungsgegenstände wurden direkt an die verschiedenen Polizeiposten geliefert.
Dieses Vorgehen ermöglichte eine koordinierte Umstellung auf die neue Uniform im gesamten Kantonsgebiet. Gleichzeitig erleichterte es die Abwicklung der Lieferungen und stellte sicher, dass der laufende Polizeibetrieb ohne Unterbruch weitergeführt werden konnte.
Quelle: Kantonspolizei Tessin (aus dem Italienischen übersetzt von Polizei.news)
Bildquelle: Kantonspolizei Tessin
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Die Schweizer Polizeiuniform: Was hinter dem gemeinsamen KEP-System steckt
In der Schweiz arbeiten zahlreiche kantonale und kommunale Polizeikorps mit unterschiedlichen Aufgaben und Organisationsformen. Bei der Dienstausrüstung setzen viele von ihnen inzwischen auf gemeinsame Standards. Das Projekt KEP ist ein Beispiel dafür, wie sich einheitliche Bekleidung, praktische Anforderungen und individuelle Erkennungsmerkmale miteinander verbinden lassen.
1. Wofür steht die Abkürzung KEP?
KEP bedeutet „Korpsübergreifende Erneuerung der Polizeiuniformen“. Dabei werden Uniformbestandteile für mehrere Polizeiorganisationen gemeinsam definiert und beschafft. Das erleichtert die Zusammenarbeit bei der Materialauswahl und kann die Verwaltung der Ausrüstung vereinfachen.
2. Warum werden Polizeiuniformen gemeinsam entwickelt?
Gemeinsame Beschaffungen ermöglichen es, Anforderungen an Funktionalität, Qualität und Verarbeitung aufeinander abzustimmen. Grössere Beschaffungsvolumen können zudem wirtschaftliche Vorteile bringen. Auch die Nachbestellung und Lagerhaltung lassen sich durch einheitliche Standards besser koordinieren.
3. Wie wird die Alltagstauglichkeit geprüft?
Polizeiuniformen müssen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen funktionieren. Dazu gehören Patrouillen zu Fuss, längere Einsätze im Freien und Tätigkeiten bei Hitze, Kälte oder Regen.
Bei der Entwicklung gemeinsamer Uniformen wurden deshalb Trageversuche mit Polizeiangehörigen durchgeführt. Auch Materialprüfungen spielten eine Rolle. Entscheidend sind unter anderem Bewegungsfreiheit, Strapazierfähigkeit und der praktische Einsatz der einzelnen Bekleidungsstücke.
4. Wie lassen sich unterschiedliche Polizeikorps erkennen?
Ein gemeinsames Uniformmodell bedeutet nicht, dass alle Polizeikorps ihre Identität verlieren. Individuelle Abzeichen, Beschriftungen und Rangkennzeichen ermöglichen weiterhin die Zuordnung zur jeweiligen Organisation. So kann ein einheitliches Erscheinungsbild mit den unterschiedlichen Zuständigkeiten der Polizeikorps kombiniert werden.
5. Warum gibt es verschiedene Uniformvarianten?
Nicht jede Funktion innerhalb der Polizei stellt dieselben Anforderungen an die Kleidung. Polizeiliche Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten übernehmen beispielsweise je nach Korps andere Aufgaben als ausgebildete Polizistinnen und Polizisten. Unterschiedliche Uniformvarianten können diese Funktionen auch optisch unterscheidbar machen.
Gut zu wissen: Bei gemeinsamen Uniformprojekten müssen nicht zwingend alle Polizeikorps gleichzeitig umstellen. Beschaffungszyklen, vorhandene Materialbestände und organisatorische Anforderungen können zu unterschiedlichen Einführungsterminen führen.
Interessant: Hinter einer Polizeiuniform steckt weit mehr als ihr äusseres Erscheinungsbild. Materialqualität, Passform, Bewegungsfreiheit, Witterungsschutz und die zweckmässige Anordnung der Ausrüstung sind wichtige Bestandteile der Entwicklung.
Weitere Informationen: Einblicke in die schweizerische Polizeiberufswelt bietet Polizeischule.ch.