Roca Barcelona Gallery zeigt Kabin 1: Design, Wohlbefinden & Raumkomfort neu definiert
von belmedia Redaktion Alles Allgemein Ausstellung events24.ch Familie Geschäftlich Kunst News
Während die Interihotel Barcelona als führende Messe für Interior Design im Gastgewerbe stattfand, präsentierte Roca in seiner Barcelona Gallery eine eigene Plattform für den Dialog über Design und Wohlbefinden.
Im Showroom von Roca konnten Besucher Kabin 1 erleben – eine elegante, schallgedämmte modulare Kabine für gemeinschaftlich genutzte Räume, die sowohl als Ausstellungsstück als auch als funktionales Beispiel für moderne Rückzugsorte diente. Die Installation bleibt dauerhaft im Roca Barcelona Gallery zu sehen und bietet einen realen Bezugspunkt zu abstrakten Diskussionen über Überreizung und räumlichen Komfort.
Neben der Präsentation des Moduls nahm Walter Craven, CEO und Gründer von Kabin, an der Podiumsdiskussion „Wellbeing through Design“ teil, die am Donnerstag, 23. Oktober, stattfand. Gemeinsam mit führenden Persönlichkeiten aus den Bereichen Design, Nachhaltigkeit und Hotellerie diskutierte er, wie Gestaltung aktiv zum Wohlbefinden beitragen kann – jenseits von Programmen oder Annehmlichkeiten.
Zu den weiteren Teilnehmern gehörten Motti Essakow (Nestwell Hospitality), Barbara Ventosa (Vibia), Carlos Velasquez (Roca), Javier Rojas (LEED® AP Hotels) und Enrique Villanueva (Grupo MRP). Die Diskussion beleuchtete das Zusammenspiel von Nachhaltigkeit, Nutzererlebnis und emotionalem Gleichgewicht bei der Schaffung bedeutungsvoller Räume.
Thematisiert wurden biophile Designprinzipien, verantwortungsbewusste Investitionen in nachhaltige Materialien sowie der Unterschied zwischen authentischen Wellness-Strategien und rein performativen Ansätzen.
Craven führte die Entstehung von Kabin auf ein alltägliches Problem zurück: Moderne Umgebungen bieten kaum Rückzugsmöglichkeiten vor Lärm und Reizüberflutung – selbst in Räumen, die eigentlich der Ruhe oder Produktivität dienen sollen.
„Wir können uns unsere eigene Komfortzone mitten in einer unbequemen Umgebung schaffen“, erklärte er und positionierte Kabin nicht als luxuriöses Möbelstück, sondern als Antwort auf eine verbreitete Reizüberlastung.
Besonders betonte er inklusive Designaspekte – etwa für neurodivergente Menschen, die offene Hotel-Lobbys oder geschäftige Coworking-Spaces als überfordernd empfinden. Was wie eine Nischenlösung wirken mag, so Craven, beantworte letztlich eine breitere Frage: Wie können Hospitality-Umgebungen unterschiedlichen menschlichen Bedürfnissen gerecht werden, anstatt ein Einheitskonzept zu verfolgen?
Die Diskussion verdeutlichte eine gemeinsame Überzeugung: Wohlbefinden ist kein Trend, sondern Ausdruck eines grundlegenden Wandels in der Art, wie Räume konzipiert werden – durch die Abstimmung von Ästhetik, Materialwahl, Geschäftsmodellen und langfristiger Nutzererfahrung.
Dass Roca Kabin 1 während des Events präsentierte, hatte praktische wie symbolische Bedeutung. Als Hauptpartner der Interihotel blieb die Marke eng mit der Messe verbunden und nutzte zugleich ihr eigenes Flaggschiff als Bühne für unabhängige Inhalte. Die Installation bot den Gästen die Möglichkeit, selbst zu erleben, was die Diskussionen beschrieben: wie wenige Quadratmeter bewusster Gestaltung einen überladenen Tag neu ausbalancieren können.
Das Modul bleibt weiterhin in der Galerie zu sehen – eine Einladung an Architekten, Hoteliers und Designprofis, den „Raum des Rückzugs“ selbst zu testen und zu erfahren, ob das Versprechen von Komfort tatsächlich über reine Marketingrhetorik hinaus Bestand hat.
Quelle: Roberta Taliana / Roca Barcelona Gallery
Bildquelle: Kabin 1 Installation, Roca Barcelona Gallery