Nyon VD: Paléo Festival endet ruhig – deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr
von belmedia Redaktion Ereignisse polizei.news Polizeinews Regionen Schweiz Waadt
Alle Sicherheitsdienste arbeiteten während des 49. Paléo Festivals zwischen dem 21. und 26. Juli 2026 in enger Zusammenarbeit.
Dank der Präsenz der Sicherheitskräfte, der Polizei sowie des Dialogs und der Präventionsmassnahmen des Veranstalters und der öffentlichen Dienste verlief das Festival ohne grössere Zwischenfälle und in einer festlichen Atmosphäre.
Anlässlich des 49. Paléo Festivals wurde das präventive Sicherheitsdispositiv aller Sicherheitspartner zwischen Montag, 21. Juli, und Montag, 27. Juli 2026, erneut umgesetzt. Vom Einsatzleitstand (PCO Paléo) in den Gebäuden der Hochschule Changins aus wurden mit Unterstützung des Zivilschutzes die Einsätze koordiniert. Insgesamt wurden rund um die Uhr 98 sicherheitsrelevante Ereignisse registriert, davon 13 bedeutende Vorfälle sowie mehr als 300 Notrufe. Gemessen an täglich rund 50’000 Besucherinnen und Besuchern blieb die Zahl der Straftaten sehr tief.
Die Kantonspolizei Waadt, die Police Nyon Région (PNR) sowie die Sicherheitsorganisation des Paléo Festivals führten ihre Sicherheitsmassnahmen fort. Die Spezialgruppen NEDEX sowie die Überwachung der Drohnenflugverbote mussten während des gesamten Festivals nicht eingreifen.
Im Rahmen des Polizeidispositivs war zudem täglich von 15.30 bis 22.30 Uhr ein Präventions- und Bürgerpolizeiteam im Umfeld des Festivals präsent. Die uniformierten Mitarbeitenden beantworteten mehrere Hundert Auskünfte und verteilten über 500 Identifikationsetiketten für Kinder, damit diese im Fall eines Verlustes rasch ihren Eltern zugeordnet werden konnten. Welche weiteren Vorbereitungen Familien bei grossen Veranstaltungen helfen, erklärt die Sicherheits-Checkliste für Volksfeste und Veranstaltungen mit Kindern. Diese Präsenz wurde von Besuchenden, Mitarbeitenden und Gewerbetreibenden erneut sehr positiv aufgenommen.
Die Festivalorganisation zeigte sich mit der Ausgabe 2026 sehr zufrieden. Dank einer gut funktionierenden Einsatzorganisation, einer effizienten Informationsweitergabe sowie einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten sowohl alltägliche Situationen als auch unvorhergesehene Ereignisse professionell bewältigt werden.
Von Montag bis Sonntag wurden 19 Straftaten registriert, davon elf Diebstähle. Dies entspricht einer deutlichen Abnahme gegenüber dem Vorjahr und stellt einen historisch tiefen Wert dar. Trotz einer leichten Zunahme von Unhöflichkeiten und kleineren Zwischenfällen konnten diese dank der Präventionsmassnahmen und der sichtbaren Präsenz der Sicherheitskräfte effizient bewältigt werden.
Auch die anhaltende Trockenheit und die erhöhte Brandgefahr wurden in die Einsatzplanung integriert. Die entsprechenden Präventionsmassnahmen wurden umgesetzt. Was die verschiedenen Gefahrenstufen bedeuten und welches Verhalten bei Feuerverboten gilt, zeigt der Ratgeber über Waldbrandgefahr und Feuerverbote in der Schweiz. Unerwartete Ereignisse konnten dank der guten Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen rasch bewältigt werden.
Die Zahl der medizinischen Behandlungen blieb im Vergleich zu den Vorjahren stabil. Auffällig war die deutlich gestiegene Nutzung der Veloparkplätze. Auch die Parkierungs- und ÖV-Konzepte wurden den Besucherströmen angepasst.
Die Teams von «Jeune & Prévention» setzten ihre Präventionsarbeit erfolgreich fort. Zudem wurden mehrere Situationen im Rahmen des Schutzkonzepts «Angela» rasch durch die zuständigen Teams betreut.
Auf dem Campingplatz und im Bereich «Quartier Libre» herrschte während der gesamten Festivaldauer eine ruhige und respektvolle Stimmung. Die Wohnmobilplätze waren mit rund 1’100 Fahrzeugen sehr gut ausgelastet. Rund 8’000 Personen übernachteten während der Woche auf dem Campingplatz.
Die Festivalorganisation zeigte sich mit der Ausgabe 2026 sehr zufrieden. Dank einer gut funktionierenden Einsatzorganisation, einer effizienten Informationsweitergabe sowie einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten sowohl alltägliche Situationen als auch unvorhergesehene Ereignisse professionell bewältigt werden.
Das kriminalpolizeiliche Dispositiv der Kantonspolizei Waadt bearbeitete Straftaten direkt vor Ort und führte gleichzeitig präventive Einsätze durch. Rund 20 Personen wurden wegen verdächtigen Verhaltens oder versuchten unberechtigten Zutritts kontrolliert.
Drei Personen – zwei Erwachsene und ein Minderjähriger – wurden wegen Betäubungsmittelhandels angezeigt. Sieben Minderjährige wurden wegen Konsums von Betäubungsmitteln angezeigt. Eine Person wurde beim Sprayen auf frischer Tat ertappt und räumte weitere Sachbeschädigungen auf dem Festivalgelände ein. Drei weitere Personen wurden als ausgeschrieben oder gesucht identifiziert. Zudem wurde ein mutmasslicher Täter eines Sexualdelikts auf dem Campingplatz festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.
Die Police Nyon Région konzentrierte sich wie in den Vorjahren auf eine sichtbare Präsenz rund um das Festivalgelände, insbesondere im Stadtzentrum, am Bahnhof, auf den Zufahrtsachsen sowie an den Seeufern. Insgesamt wurden 15 Einsätze mit direktem Bezug zum Festival geleistet. Bislang gingen zudem fünf Strafanzeigen wegen Delikten im Zusammenhang mit dem Festival ein, unter anderem wegen Betrugs beim Kauf von Festivaltickets.
Grössere Verkehrsprobleme blieben aus. Die meisten Verkehrsteilnehmenden hielten sich an die Verkehrslenkung und benutzten die empfohlene Autobahnausfahrt Gland. Vereinzelt kam es wegen Fahrzeugen, welche die Ausfahrt Nyon benutzten, zu Staus.
Der Zivilschutz des Bezirks Nyon setzte 120 Angehörige zur Unterstützung des Verkehrsdienstes und der Einsatzleitung ein. Während sechs Tagen standen sie täglich von 14.00 Uhr bis 04.00 Uhr im Einsatz und sorgten für eine reibungslose Verkehrslenkung sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Im Bereich Kriminalprävention sensibilisierten drei Polizistinnen und Polizisten, darunter eCop François, mehr als 200 Besucherinnen und Besucher für das Thema Taschen- und Entreissdiebstähle.
Auch die Transportpolizei war in den Zügen zwischen Lausanne und Genf sowie am Bahnhof Nyon präsent.
Der medizinische Dienst mit 126 freiwilligen Fachpersonen behandelte mehr als 3’000 Patientinnen und Patienten. Zwölf Personen mussten mit der Ambulanz in regionale Spitäler transportiert werden. Dank der günstigen Wetterbedingungen traten keine hitzebedingten Gesundheitsprobleme auf. Behandelt wurden jedoch vereinzelt Atemwegsbeschwerden und Reizungen aufgrund des Staubs.
Die Feuerwehr des SDIS Nyon-Dôle stellte gemeinsam mit den Partnerorganisationen den Brandschutz auf dem gesamten Festivalgelände sicher. Während der Festivalwoche waren 110 Angehörige der Feuerwehren im Einsatz. Sie mussten unter anderem zwei brennende Abfallbehälter löschen und gewährleisteten zudem die Sicherheit bei der Drohnen- und Pyrotechnikshow am Sonntag.
Quelle: Kantonspolizei Waadt
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Waadt