Lakers gegen Davos – frühes Duell unter Zugzwang

Die SC Rapperswil-Jona Lakers und der HC Davos treffen am Freitagabend um 19.45 Uhr am Obersee aufeinander – und beide stehen bereits früh in der Saison unter Zugzwang. Nach vier Partien haben sowohl die Lakers als auch der amtierende Vizemeister lediglich vier Punkte gesammelt. Für Davos ist die bisherige Bilanz besonders überraschend: Seit dem 4:1 zum Auftakt gegen Langnau wartet der HCD auf den zweiten Saisonsieg.

Auch Rapperswil sucht noch nach Konstanz. Die Lakers verloren zum Auftakt 3:4 nach Verlängerung gegen Kloten, kassierten danach ein 3:6 in Ambrì, reagierten mit einem 3:2-Heimsieg gegen Meister Fribourg-Gottéron und mussten sich zuletzt Genève-Servette mit 2:4 geschlagen geben. Damit stehen nach vier Spielen elf erzielte Treffer und 16 Gegentore zu Buche.

Vor Saisonbeginn waren die Erwartungen unterschiedlich: Davos haben wir trotz des grossen Kaderumbruchs auf Rang 2 eingestuft. Bei den Lakers lautete unsere Prognose Rang 9. Nach den ersten vier Runden liegen beide Teams nun punktgleich hinter diesen Erwartungen.

Davos seit drei Spielen ohne Sieg

Der Saisonstart des HCD begann zunächst nach Plan. Gegen die SCL Tigers gewann die Mannschaft von Josh Holden zuhause mit 4:1.

Danach folgte jedoch ein schwieriger Block. Beim SC Bern verloren die Bündner 2:5, nur einen Tag später setzte es zuhause gegen den EV Zug ein deutliches 2:6.

Am Dienstag stabilisierte sich Davos defensiv zwar deutlich, gegen Fribourg-Gottéron reichte es aber erneut nicht zum Sieg. Nach 65 Minuten stand es 1:1, im Penaltyschiessen setzte sich der Meister durch.

Damit hat Davos aus den vergangenen drei Begegnungen nur einen Punkt geholt.

Nur fünf HCD-Tore in den letzten drei Partien

Vor allem die offensive Produktion ist bislang noch nicht auf dem Niveau der vergangenen Saison.

Nach den vier Treffern gegen Langnau erzielte der HCD in den folgenden drei Spielen insgesamt lediglich fünf Tore. Das ergibt nach vier Runden ein Torverhältnis von 9:14.

Zum Vergleich: Davos beendete die Qualifikation 2025/26 mit 191 Treffern als offensiv stärkstes Team der Liga und sammelte beeindruckende 117 Punkte.

Allerdings hat sich der Kader im Sommer erheblich verändert. Mit Matej Stransky verlor der HCD seinen Captain und Topskorer, dazu gingen unter anderem Klas Dahlbeck, Michael Fora, Simon Knak, Rico Gredig und Chris Egli.

Ken Jäger und Dominik Egli kehrten zurück, Frédéric Allard kam für die Defensive. Bis die neue Zusammensetzung dieselbe Selbstverständlichkeit entwickelt wie das letztjährige Team, kann allerdings Zeit notwendig sein.

Rapperswil bleibt schwer einzuschätzen

Auch bei den Lakers zeigt die Formkurve noch deutlich nach oben und unten.

Das 3:2 gegen Fribourg war ein starkes Signal. Rapperswil zeigte gegen den amtierenden Meister, dass die Mannschaft weiterhin genügend Qualität besitzt, um Spitzenteams zu schlagen.

Gleichzeitig waren die Niederlagen in Ambrì und Genève deutliche Hinweise auf die aktuelle Schwachstelle. 16 Gegentreffer in vier Partien entsprechen einem Schnitt von vier Gegentoren pro Spiel.

Gerade gegen einen HCD, der offensiv nach seinem Rhythmus sucht, könnte deshalb die Defensivarbeit zum Schlüssel werden.

Beide Klubs haben gewichtige Abgänge zu verkraften

Die Parallelen zwischen den beiden Mannschaften sind auffällig.

Davos verlor im Sommer mehrere zentrale Spieler. Auch Rapperswil musste mit Malte Strömwall, Jonas Taibel, Mika Henauer und weiteren Akteuren wichtige Kräfte ersetzen.

Besonders Strömwall hinterliess offensiv eine grosse Lücke. Der Schwede hatte in seinen beiden Spielzeiten für die Lakers in 107 Partien 89 Punkte gesammelt und spielt inzwischen für die ZSC Lions.

Kevin Labanc soll einen Teil dieser Produktion auffangen. Mit Victor Rask, Nicklas Jensen, Tanner Fritz und Labanc verfügt Rapperswil weiterhin über eine erfahrene Importoffensive.

Am Samstag wartet bereits die nächste Partie

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt beiden Teams nicht.

Die Lakers reisen bereits am Samstag zum HC Ajoie. Davos empfängt gleichzeitig den Lausanne HC und gastiert am folgenden Dienstag in Ambrì.

Gerade für den HCD könnte das Duell am Obersee deshalb richtungsweisend werden. Aus einem verhaltenen Saisonstart soll möglichst rasch keine längere Negativserie entstehen.

Für Rapperswil bietet sich dagegen die Gelegenheit, mit dem zweiten Heimsieg gegen einen hoch eingeschätzten Gegner wieder in die richtige Richtung zu kommen.

🏆 LAKERS – DAVOS IN ZAHLEN

  • Rapperswil-Jona Lakers: 4 Spiele, 4 Punkte und 11:16 Tore.
  • HC Davos: 4 Spiele, 4 Punkte und 9:14 Tore.
  • Davos wartet seit drei Partien auf einen Sieg und erzielte in diesem Zeitraum lediglich fünf Treffer.
  • Die Lakers haben bisher in jeder Partie mindestens zwei Tore erzielt, kassierten aber durchschnittlich vier Gegentreffer pro Spiel.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert