McIlroy trotzt Sicherheitsbedenken – elf Golfstars fehlen
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Europa nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Themen Übersee
Rory McIlroy lässt sich von der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten nicht von seinem Start bei der Abu Dhabi Aldar Championship abhalten. Der nordirische Golfstar erklärte am Mittwoch, 4. November 2026, dass er sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten sicher fühle. Elf startberechtigte Profis verzichten dagegen auf das Turnier. Darunter befinden sich mit Ryan Fox, Matt Fitzpatrick und Shane Lowry mehrere prominente Namen.
Am Donnerstag beginnt auf dem Yas Links Golf Course in Abu Dhabi die entscheidende Phase der DP World Tour. Die besten 70 verfügbaren Spieler der Jahreswertung kämpfen um wichtige Punkte für das Race to Dubai. Nach dem Turnier dürfen nur noch die besten 50 beim Saisonfinale in Dubai antreten. Der Wettbewerb läuft trotz der regionalen Sicherheitsrisiken nach Plan.
Für den Schweizer Golfsport ist vor allem die Situation von Joel Girrbach interessant. Der Thurgauer beendete die reguläre Saison auf Rang 82 mit 745,12 Punkten und sicherte sich seine Spielberechtigung für 2027. In Abu Dhabi gehört der 33-Jährige nicht zum Teilnehmerfeld. Damit endet seine Saison vor den beiden hoch dotierten Finalturnieren.
McIlroy sieht keine unmittelbare Gefahr
Der siebenfache Race-to-Dubai-Gewinner will die sportliche Gelegenheit unbedingt nutzen. McIlroy erklärte vor dem Turnier, er stehe mit Verantwortlichen der DP World Tour in Kontakt und fühle sich vor Ort sicher.
Seine grösste Sorge betrifft mögliche Einschränkungen des Flugverkehrs. Sollte sich die Sicherheitslage verschärfen und der Luftraum geschlossen werden, könnte die Weiterreise nach Dubai schwierig werden.
Dort findet vom 12. bis 15. November das abschliessende Turnier der Saison statt.
McIlroy verfolgt ein historisches Ziel. Mit einem achten Gesamtsieg würde er den Rekord von Colin Montgomerie einstellen.
Elf bekannte Spieler verzichten auf Abu Dhabi
Die Anzahl der Absagen ist aussergewöhnlich. Neben Ryan Fox und Matt Fitzpatrick fehlen Shane Lowry, Alex Fitzpatrick, Min Woo Lee, Ludvig Åberg, Robert MacIntyre, Si Woo Kim, Justin Rose, Ryan Gerard und Rasmus Neergaard-Petersen.
Die Gründe unterscheiden sich. Nicht jeder Spieler hat seine Entscheidung öffentlich erläutert. MacIntyres Management verwies ausdrücklich auf den Konflikt in der Region. Matt Fitzpatrick hatte sich zuvor kritisch über die Austragung der Finalturniere im Nahen Osten geäussert.
2025 fehlten lediglich vier startberechtigte Spieler. Diesmal sind es elf.
Für mehrere Profis bedeutet der Verzicht gleichzeitig das Ausscheiden aus dem Kampf um einen Startplatz beim abschliessenden Turnier in Dubai.
Notfallkonzept für Spieler und Zuschauer
Die Veranstalter haben besondere Sicherheitsmassnahmen vorbereitet. Auf dem Turniergelände informieren Hinweise über Evakuierungsverfahren und das Verhalten bei einer möglichen Gefährdung.
Ein Warnsystem über Mobiltelefone soll bei Bedarf eine sofortige Unterbrechung des Spielbetriebs ermöglichen.
Die Vorkehrungen stehen im Zusammenhang mit der regionalen Sicherheitslage. Sie bedeuten nicht, dass aktuell eine unmittelbare Bedrohung des Golfturniers besteht.
Die DP World Tour hält bislang an beiden Veranstaltungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest.
Chacarra führt das Race to Dubai an
Sportlich verspricht Abu Dhabi einen hochklassigen Dreikampf. Der Spanier Eugenio Chacarra liegt mit 4143,89 Punkten an der Spitze der Jahreswertung.
Patrick Reed folgt mit 3474,62 Punkten, Rory McIlroy steht mit 3144,86 Punkten auf Rang drei.
Der Rückstand des Nordiren beträgt damit 999,03 Punkte auf Chacarra.
Für den Turniersieg in Abu Dhabi werden 1500 Punkte vergeben. Beim Saisonfinale in Dubai erhält der Gewinner sogar 2000 Punkte.
Chacarra, Reed und McIlroy spielen die ersten beiden Runden gemeinsam. Ebenfalls zum Favoritenkreis gehören Casey Jarvis, Titelverteidiger Aaron Rai, Tommy Fleetwood und Jon Rahm.
Girrbach sichert sich seine sportliche Zukunft
Joel Girrbach darf trotz des verpassten Playoff-Einzugs auf eine erfolgreiche Schlussphase zurückblicken.
Beim Omega European Masters in Crans-Montana erreichte der Thurgauer den geteilten neunten Platz. Auch bei der Spanish Open überzeugte er mit Rang sieben.
Seine Aufholjagd im Kampf um die Tourkarte brachte ihm die nötigen Punkte für eine weitere Saison auf der höchsten europäischen Tour.
Mit Rang 82 in der Jahreswertung bleibt er allerdings ausserhalb der Playoff-Plätze.
Während Girrbach seine Vorbereitung auf 2027 planen kann, kämpfen die internationalen Golfstars in Abu Dhabi und Dubai um den bedeutendsten Saisontitel der DP World Tour.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert