Casa Decor 2025: Wie SapienStone keramische Oberflächen neu definiert

Funktion, Form und Emotion: Wer Casa Decor in Madrid besucht, erlebt Architektur als narratives Gesamtkunstwerk. In dieser inspirierenden Umgebung zeigt sich 2025 erneut, wie keramische Oberflächen mehr sein können als praktische Bauelemente.

Mit ihren Projekten präsentiert die Marke SapienStone, Teil der Iris Ceramica Group, eine neue Generation technischer Keramik, die sich durch Tiefe, Eleganz und materialtechnische Innovation auszeichnet. Besonders spannend für Architektinnen und Architekten: das Wechselspiel aus Tradition, Nachhaltigkeit und Hightech in der Gestaltung.







«Xaza Outdoor»: Dialog zwischen Natur, Architektur und Technologie

Im von Raquel Chamorro und David Maroto gestalteten Raum «Xaza Outdoor» bringt SapienStone seine Balance-Kollektion zur Geltung. Der Raum ist als gläserne Pergola konzipiert – durchgrünte Leichtigkeit trifft auf neoklassizistische Elemente. Die eingesetzten Materialien fungieren nicht nur als Gestaltungsmittel, sondern schaffen mit ihrer haptischen Tiefe und technischen Leistungsfähigkeit neue Erfahrungsqualitäten im Aussenraum.





Im Zentrum: eine Outdoor-Küche mit Arbeitsfläche aus «Balance Light Grey». Die leicht nuancierte, steinartige Textur harmoniert mit der Umgebung, wirkt ruhig und hochwertig. Hitze-, UV- und feuchtigkeitsbeständig, ist sie ideal für Aussenbereiche, die ständig wechselnden Bedingungen ausgesetzt sind. Der keramische Werkstoff kombiniert hohe mechanische Belastbarkeit mit reduzierter Optik – eine Synthese, die Planende besonders im Hinblick auf langlebige, wartungsarme Gestaltungslösungen interessieren dürfte.

Am Gartenrand setzt «Balance Marsala Red» einen kraftvollen Akzent: ein erdiger Rotton, der mediterrane Pigmentfarben aufnimmt und über eine Treppenanlage hinweg den Raum strukturiert. Architektonisch entsteht so eine Verbindung zwischen Horizontale und Vertikale, Material und Natur.

Schachbrettmuster, Pergola, Keramik: Neue Raumqualitäten im Aussenbereich

Der Boden unter der Pergola ist mit einem klassischen Schachbrettmuster gestaltet, interpretiert mit zwei kontrastierenden Oberflächen: dem tief marmorierten «Rosso Lepanto» und dem strahlenden «Premium White». Diese Materialwahl transformiert ein traditionelles Muster in eine grafisch starke, witterungsresistente Fläche. Das Spiel mit Hell und Dunkel unterstützt die Gliederung des Raums und verweist auf historische Interieurs, ohne ins Nostalgische zu kippen.







Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Material zum verbindenden Element werden kann: zwischen Pergola und Landschaft, zwischen Form und Funktion, zwischen Gegenwart und Geschichte.

Arabescato 4D: Keramik mit Tiefenwirkung

Im Projekt «Terra» von Devesa & Agenjo wird die 4D-Keramiktechnologie von SapienStone besonders eindrucksvoll eingesetzt. Die Raumaufteilung folgt einem klaren Prinzip: funktionale Trennung bei gleichzeitiger gestalterischer Einheit. Arabescato 4D – eine durchgängig marmorierte keramische Platte – verleiht dem Küchenbereich eine eindrucksvolle Materialität. Maserungen, Farbe und Struktur verlaufen durch das gesamte Volumen, sodass Fläche und Kante visuell verschmelzen.



Das Ergebnis: ein realistisches, massives Materialbild, das nicht nur optisch, sondern auch haptisch überzeugt. Es entsteht eine neue Oberflächenästhetik, die hochwertige Innenarchitektur und technologische Machbarkeit vereint – relevant für Planer:innen, die mit naturnahen Anmutungen arbeiten möchten, aber auf die Vorteile moderner Materialien setzen.

«Il tempo lo dirà»: Der Tisch als symbolisches Zentrum

Im von Bao Proyectos gestalteten Raum 34, unterstützt von der Italian Trade Agency, steht ein Tisch aus Arabescato 4D im Mittelpunkt. Mit seinen Massen von 320 x 160 cm und einer 20 mm starken Platte mit «Costa Riplo»-Kante wird das Möbelstück zum architektonischen Statement. Zwei kontrastierende Hälften symbolisieren die Dualität von Herkunft und Zukunft – eine formale Inszenierung, die Material als kulturellen Träger lesbar macht.



Für Architektinnen und Architekten in der Schweiz, die nach langlebigen, ästhetisch konsistenten und nachhaltig produzierten Materialien suchen, zeigt dieses Projekt eindrucksvoll das Potenzial der 4D-Keramik. Sie verbindet narrative Dichte mit funktionalem Anspruch und steht für eine neue Oberflächensprache im Kontext anspruchsvoller Architektur.

 

Quelle: Architektenwelt-Redaktion/SapienStone
Bildquelle: SapienStone