Serbien verspielt Führung gegen Griechenland – jetzt wartet die Niederlande
von belmedia Redaktion Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch News soccer.ch Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Serbien ist mit einer bitteren Heimniederlage in die Nations League gestartet. Trotz einer frühen Führung durch Andrija Živković verloren die Serben in Belgrad mit 1:2 gegen Griechenland. Anastasios Douvikas entschied die Partie erst in der 94. Minute – nun steht Serbien bereits vor dem zweiten Heimspiel gegen die Niederlande unter Zugzwang.
Dabei hätte der Abend für die Mannschaft von Veljko Paunović kaum besser beginnen können. Bereits in der 4. Minute verwertete Živković eine Hereingabe von Captain Dušan Tadić zum 1:0. Danach übernahm Griechenland allerdings zunehmend die Kontrolle und kam insgesamt auf 26 Abschlüsse, während Serbien nur neun verzeichnete.
Lange hielt die serbische Defensive dem Druck stand. Erst in der 74. Minute gelang Christos Tzolis der verdiente Ausgleich. Als vieles bereits auf ein 1:1 hindeutete, schlug Griechenland nochmals zu: Kostas Tsimikas flankte in der Nachspielzeit präzise in den Strafraum, wo der eingewechselte Douvikas zum 2:1 einköpfte.
Živković sorgt für perfekten Start
Serbien benötigte nur vier Minuten für das erste Tor. Tadić bereitete von der Seite vor, Živković nutzte die Gelegenheit zur frühen Führung. Damit erzielte der 30-Jährige gleichzeitig den ersten Treffer der neuen Nations-League-Saison in Liga A.
Die Führung brachte den Gastgebern jedoch keine dauerhafte Sicherheit. Griechenland erhöhte den Druck und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Serbiens Torhüter Vanja Milinković-Savić musste mehrfach eingreifen und verhinderte zunächst den Ausgleich.
Serbien kam selbst nur sporadisch zu gefährlichen Aktionen. Besonders bitter war eine Szene kurz vor der griechischen Führung: Saša Lukić traf auf der Gegenseite noch den Pfosten.
Tzolis und Douvikas drehen die Partie
In der 74. Minute wurde die Überlegenheit der Gäste belohnt. Vangelis Pavlidis bereitete für Tzolis vor, der zum 1:1 traf.
Paunović hatte zu diesem Zeitpunkt bereits reagiert. Aleksa Terzić und Dejan Joveljic kamen für Filip Kostić beziehungsweise Luka Jović. Später brachte der serbische Nationaltrainer auch Nemanja Gudelj.
Die Entscheidung fiel dennoch auf der anderen Seite. Douvikas, der erst in der 74. Minute eingewechselt worden war, stieg in der vierten Minute der Nachspielzeit nach der Flanke von Tsimikas hoch und köpfte Griechenland zum Auswärtssieg.
Mit dem Erfolg übernimmt Griechenland nach dem ersten Spieltag die Führung in Gruppe A2. Deutschland und die Niederlande trennten sich im Parallelspiel 1:1.
Jetzt kommt die Niederlande nach Belgrad
Für Serbien bleibt kaum Zeit, die Niederlage zu verarbeiten. Bereits am Sonntag steht das nächste Heimspiel im Stadion Rajko Mitić an.
Um 18.00 Uhr empfängt Serbien die Niederlande. Oranje startete gegen Deutschland ebenfalls nicht mit einem Sieg, rettete durch Cody Gakpo aber spät ein 1:1.
Danach wird das Programm für Serbien nicht einfacher. Am 1. Oktober folgt das Auswärtsspiel gegen Deutschland. Über Jürgen Klopps Nations-League-Plan mit Deutschland haben wir bereits ausführlich berichtet.
Am 4. Oktober trifft Serbien auswärts erneut auf die Niederlande. Im November folgen zum Abschluss die Heimpartie gegen Deutschland und das Rückspiel in Griechenland.
Auch ein YB-Spieler gehört zum serbischen Nationalmannschaftskreis
Aus Schweizer Sicht ist der serbische Nationalmannschaftskreis ebenfalls interessant. Stefan Bukinac steht bei den Young Boys unter Vertrag und hat sich in Bern inzwischen regelmässige Einsatzzeit erarbeitet.
Der 21-jährige Linksverteidiger wechselte Anfang 2026 von Vojvodina zu YB und gehört bereits zum Kreis der serbischen A-Nationalmannschaft. Gegen Griechenland stand Bukinac allerdings nicht im Spieltagskader.
In der laufenden Super-League-Saison kam der Verteidiger bereits mehrfach für die Berner zum Einsatz. Damit bleibt auch aus Schweizer Sicht interessant, ob Bukinac im Verlauf dieser Nations-League-Phase nochmals eine Gelegenheit im serbischen Nationalteam erhält.
- 27. September, 18.00 Uhr: Serbien – Niederlande in Belgrad.
- 1. Oktober: Deutschland – Serbien.
- 4. Oktober: Niederlande – Serbien.
- YB-Verteidiger Stefan Bukinac gehört zum serbischen Nationalmannschaftskreis, stand gegen Griechenland jedoch nicht im Spieltagskader.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert