Schweizer Dominanz in Berlin – Debrunner und Hug gewinnen Marathon
von belmedia Redaktion Allgemein Leichtathletik Magazine nachrichtenticker.ch News Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Rollstuhlsportler dominieren den Berlin-Marathon eindrücklich. Catherine Debrunner gewinnt das Frauenrennen in 1:35:01 Stunden vor ihrer Landsfrau Manuela Schär, während Marcel Hug bei den Männern in 1:23:28 triumphiert. Für Hug ist es bereits der elfte Sieg in Berlin, Debrunner gewinnt den Klassiker zum vierten Mal.
Debrunner setzt sich im Verlauf des Rennens immer deutlicher von der Konkurrenz ab und erreicht das Ziel fast sieben Minuten vor Schär. Die Vorjahressiegerin komplettiert in 1:41:53 Stunden den Schweizer Doppelsieg. Auch Patricia Eachus sorgt mit Rang sechs für ein starkes Schweizer Ergebnis.
Bei den Männern lässt Hug ebenfalls früh keine Zweifel aufkommen. Der 40-jährige Thurgauer fährt praktisch von Beginn an ein einsames Rennen und erreicht das Ziel rund sechs Minuten vor dem Japaner Sho Watanabe. Seit 2019 ist Hug beim Berlin-Marathon ungeschlagen.
Debrunner nahe an ihrer Weltrekordzeit
Catherine Debrunner bestätigt in Berlin einmal mehr ihre Ausnahmestellung über die Marathondistanz. Je länger das Rennen dauert, desto deutlicher setzt sich die Thurgauerin von ihren Konkurrentinnen ab.
Nach 42,195 Kilometern bleibt die Uhr bei 1:35:01 Stunden stehen. Damit liegt Debrunner nur 45 Sekunden über ihrem eigenen Weltrekord, den sie 2023 ebenfalls in Berlin mit 1:34:16 aufgestellt hatte.
Hinter ihr entwickelt sich das Rennen ebenfalls aus Schweizer Sicht erfreulich. Manuela Schär erreicht das Ziel nach 1:41:53 und sichert sich den zweiten Rang. Die Luzernerin hatte den Berlin-Marathon noch im Vorjahr gewonnen.
Mit Patricia Eachus auf Platz sechs klassiert sich eine weitere Schweizerin weit vorne.
Hug fährt der Konkurrenz davon
Noch deutlicher gestaltet sich das Männerrennen aus Sicht von Marcel Hug. Der Schweizer übernimmt praktisch unmittelbar nach dem Start die Kontrolle und löst sich früh von seinen Konkurrenten.
Hug benötigt 1:23:28 Stunden für die Strecke durch die deutsche Hauptstadt. Der zweitplatzierte Japaner Sho Watanabe verliert rund sechs Minuten auf den Schweizer.
Für Hug ist Berlin damit weiterhin ein besonders erfolgreiches Pflaster. Er gewinnt den Marathon bereits zum elften Mal. Seit 2019 ist der mehrfache Paralympics-Sieger bei diesem Rennen ungeschlagen.
Die Dominanz passt zu seiner aussergewöhnlichen Marathonbilanz der vergangenen Jahre. Hug gehört seit langer Zeit zur absoluten Weltspitze und sammelt bei den grossen internationalen Städtemarathons regelmässig Siege.
Auch in der Schweiz war er zuletzt präsent. Beim GalAthletics in Bellinzona stand Marcel Hug ebenfalls im internationalen Hauptprogramm.
Schweizer Rollstuhlsport prägt den Berlin-Marathon
Mit den Erfolgen von Debrunner und Hug sowie dem zweiten Platz von Schär liefert die Schweiz in Berlin eine bemerkenswerte Bilanz ab.
Besonders eindrücklich ist die Art und Weise der beiden Siege. Sowohl Debrunner als auch Hug können sich deutlich von ihrer Konkurrenz absetzen und müssen in der Schlussphase nicht mehr um den Erfolg kämpfen.
Für Debrunner bedeutet der Sieg den vierten Triumph beim traditionsreichen Rennen. Hug baut seine ohnehin aussergewöhnliche Berliner Erfolgsserie auf elf Siege aus.
Der Marathon in der deutschen Hauptstadt bestätigt damit erneut die ausserordentliche Stellung der Schweizer Rollstuhlleichtathletik auf internationaler Ebene.
- Catherine Debrunner gewinnt in 1:35:01 Stunden und feiert ihren vierten Berlin-Sieg.
- Manuela Schär wird in 1:41:53 Zweite und sorgt für einen Schweizer Doppelsieg bei den Frauen.
- Marcel Hug gewinnt in 1:23:28 Stunden zum elften Mal den Berlin-Marathon.
- Hug ist in Berlin seit 2019 ungeschlagen, Patricia Eachus beendet das Frauenrennen auf Rang sechs.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert