Aline Seitz verpasst an der Bahnrad-WM die Top 10
von belmedia Redaktion Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch News Radsport Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Weltmeisterschaft Ⳇ Verbreitung
Aline Seitz bleibt zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai hinter den Erwartungen zurück. Die 29-jährige Schweizerin beendet das Scratch-Rennen über zehn Kilometer auf dem 15. Rang. Nach ihrer Silbermedaille bei den Europameisterschaften im Februar gelingt ihr diesmal keine Spitzenplatzierung. Den Weltmeistertitel gewinnt die Niederländerin Lorena Wiebes.
Im 24 Fahrerinnen umfassenden Feld kommt es nach mehreren erfolglosen Ausreissversuchen zum Massensprint. Wiebes setzt sich in der entscheidenden Runde an die Spitze und verteidigt ihre Führung bis ins Ziel. Die Irin Lara Gillespie fordert die Niederländerin auf den letzten Metern heraus, muss sich jedoch knapp geschlagen geben. Bronze sichert sich Maria Martins aus Portugal.
Für Swiss Cycling beginnt die fünftägige Weltmeisterschaft damit ohne Spitzenresultat. Auch in der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung verpassen sowohl die Schweizer Frauen als auch die Männer die entscheidenden Duelle um die Medaillen. Nach der WM-Bronzemedaille des Schweizer Mixed-Teams auf der Strasse im September bleibt ein vergleichbarer Erfolg auf der Bahn vorerst aus.
Seitz kann im Sprint nicht mithalten
Die Schweizerin reist mit guten Erinnerungen an die laufende Saison nach China. Im Februar gewann sie bei den Europameisterschaften im türkischen Konya die Silbermedaille im Scratch.
Damals musste sich die Aargauerin lediglich der Belgierin Hélène Hesters geschlagen geben.
In Shanghai trifft Seitz auf ein stark besetztes Feld mit mehreren international erfolgreichen Fahrerinnen.
Das Rennen über 40 Runden verläuft zunächst taktisch. Verschiedene Athletinnen versuchen, sich vom Feld abzusetzen, doch keine der Attacken führt zu einer entscheidenden Vorentscheidung.
Schliesslich fällt die Entscheidung im Sprint des geschlossenen Feldes. Seitz kann sich dabei nicht in den vorderen Positionen behaupten und überquert die Ziellinie als Fünfzehnte.
Wiebes verteidigt ihren Weltmeistertitel
Die Niederländerin Lorena Wiebes geht als grosse Favoritin ins Rennen.
Die 27-Jährige besitzt enorme Endschnelligkeit und gehört sowohl auf der Strasse als auch auf der Bahn zu den erfolgreichsten Sprinterinnen.
Bereits in den beiden vergangenen Jahren hatte sie den Scratch-Weltmeistertitel gewonnen.
Auch diesmal findet sie im entscheidenden Moment die richtige Position.
Wiebes lanciert ihren Sprint in der vorletzten Runde. Lara Gillespie folgt ihrem Hinterrad und versucht auf der Zielgeraden vorbeizuziehen.
Die Irin kommt noch neben die Niederländerin, kann sie jedoch nicht mehr überholen.
Damit gewinnt Wiebes zum dritten Mal hintereinander WM-Gold in dieser Disziplin.
Maria Martins sichert Portugal die Bronzemedaille. Die Italienerin Martina Fidanza wird Vierte.
Schweizerin hatte im Februar Silber gewonnen
Für Aline Seitz ist der 15. Rang eine Enttäuschung.
Die erfahrene Bahnfahrerin hatte bei der Europameisterschaft in Konya mit dem zweiten Platz eines ihrer wichtigsten Karriereergebnisse erzielt.
Damals gelang ihr die erste Medaille eines Schweizer Frauenteams an internationalen Titelkämpfen seit dem Aufbau des Frauen-Bahnprojekts von Swiss Cycling im Jahr 2017.
Auch im Weltcup hatte die Aargauerin zuletzt ihre Vielseitigkeit gezeigt.
Im April belegte sie gemeinsam mit Michelle Andres im Madison beim Weltcup in Malaysia den dritten Platz.
Der Auftakt in Shanghai zeigt allerdings, wie eng die Konkurrenz im internationalen Bahnradsport zusammengerückt ist.
Schweizer Bahnvierer verpassen die Finals
Nicht nur im Scratch bleiben die erhofften Schweizer Spitzenresultate aus.
In der Mannschaftsverfolgung verpassen sowohl die Frauen als auch die Männer den Einzug in die entscheidenden Runden um die Medaillen.
Für die beiden Quartette bedeutet dies, dass sie ihre Leistungen bei den kommenden internationalen Einsätzen weiter steigern müssen.
Die Mannschaftsverfolgung gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen auf der Bahn. Vier Fahrerinnen beziehungsweise Fahrer absolvieren gemeinsam 4000 Meter.
Neben der individuellen Leistungsfähigkeit sind dabei die Abstimmung im Team und die Wechsel an der Spitze entscheidend.
Weitere Entscheidungen bis Sonntag
Die Bahnrad-Weltmeisterschaften werden noch bis zum 18. Oktober fortgesetzt.
Auf dem Programm stehen unter anderem die Entscheidungen im Sprint, Keirin, Omnium, Punktefahren und Zweier-Mannschaftsfahren.
Für die Schweizer Delegation bleibt damit die Gelegenheit, den schwierigen ersten Wettkampftag hinter sich zu lassen.
Im Mittelpunkt steht weiterhin die Entwicklung der Mannschaft im Hinblick auf die kommenden internationalen Titelkämpfe und die längerfristige Olympiaqualifikation.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert