Immobilienmarkt Schweiz 2025: Makler geben ehrliche Einblicke und Prognosen
von belmedia Redaktion Allgemein Immobilien News Umzugsplanung Umzugspraxis umzugstipps.com
Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt auch 2025 unter Druck – hohe Nachfrage trifft auf knappes Angebot. Die Preise steigen, doch Käufer und Verkäufer profitieren gleichzeitig von günstigeren Finanzierungskonditionen.
Etwas Entspannung zeichnet sich ab, doch die Vorzeichen bleiben angespannt. Der Blick aus Maklersicht zeigt: Wer strategisch vorgeht, erkennt Chancen – für Asset-Aufwertung, erfolgreiche Objektvermarktung und langfristige Werterhaltung.
Marktentwicklung & Preistrend
Im ersten Quartal 2025 legten die Preise für Einfamilienhäuser um +4,7 % und für Eigentumswohnungen um +4,4 % gegenüber dem Vorjahr zu. Damit setzt sich der seit Jahren ungebrochene Trend fort.
IAZI bemerkt ebenfalls eine leichte, aber spürbare Belebung: Q1/2025 zeigt +0,6 % gegenüber dem Quartal davor – ein klares Signal für Wiederbelebung nach einer kurzen Stagnationsphase.
Prognosen von Wüest Partner und UBS erwarten für ganz 2025 Preisanstiege zwischen +3,0 % (Einfamilienhäuser) und +3,4 % (Eigentumswohnungen).
Regionale Unterschiede
Urbane Agglomerationen wie Zürich, Genf und das Tessin verzeichnen die stärksten Zuwächse: Im Tessin +5,16 % bei Eigentumswohnungen, Bern +5,10 %, Zürich +4,46 %. In ländlicheren Regionen fällt das Wachstum moderater aus, ist jedoch ebenfalls konstant.
Finanzierung & Zinsen – Chance für Käufer
Die Schweizerische Nationalbank senkte den Leitzins im März 2025 auf 0,25 % – die vierte Senkung in Folge. Dadurch sinken die Hypothekarzinsen spürbar.
Für Käufer bedeutet das:
- Günstigere Einstiegsmöglichkeiten dank tiefer Zinsen
- Bessere Tragbarkeit auch bei höherem Fremdkapitalanteil
- Weniger Konkurrenz durch konservative Investoren
Für Verkäufer steigen dadurch die Chancen, rascher einen Abschluss zu erzielen – bei stabilen Preisen.
Angebot vs. Nachfrage – Verknappung bleibt
Die Angebotsquote liegt bei Einfamilienhäusern bei 2,7 %, bei Wohnungen bei 4,3 % – beide auf Zehnjahrestief. Neubauprojekte hinken dem Bedarf hinterher, weil Bauland rar und Bewilligungsverfahren langwierig sind. Gleichzeitig steigt die Nettozuwanderung.
Mietmarkt bleibt angespannt
Der Leerwohnungsbestand sank 2024 um 34 %. Die nationalen Durchschnittsmieten stiegen 2025 um +1,9 %, in städtischen Zentren deutlich mehr. In Zürich etwa +1,6 %, in der Zentralschweiz +2,5 %.
Maklerperspektive – zentrale Herausforderungen & Chancen
Für Käufer
- Budget realistisch planen: Trotz tiefem Zins Tragbarkeit sorgfältig berechnen
- Regionale Analysen nutzen: Lokale Daten auswerten, Preis-Leistung vergleichen
- Hedonische Bewertung kombinieren mit Experteneinschätzung bei Spezialobjekten
Für Verkäufer
- Günstige Marktphase nutzen: Gute Verkaufsbedingungen durch Nachfrageüberhang
- Professionelle Vermarktung: Zielgruppengerechtes Exposé und digitale Präsenz
- Nachhaltigkeit als Verkaufsargument: Energetisch sanierte Objekte erzielen Aufschläge
Institutionelle Investoren
Auch wenn 2024 vorsichtiger agiert wurde, steigt 2025 wieder das Interesse an grünen Investitionen, Umnutzung und nachhaltigen Wohnmodellen.
Zukünftige Risiken & Trends
- Geopolitik: Globale Krisen können Zinswende einleiten
- Regulatorik: Verschärfte Hypothekarvorgaben oder Eigentumseingriffe denkbar
- Demografiewandel: Erbeffekt könnte Angebot in den kommenden 20 Jahren vergrössern
Fazit aus Maklersicht
Der Immobilienmarkt Schweiz bleibt trotz Unsicherheiten attraktiv. Käufer profitieren von Finanzierungsvorteilen, Verkäufer von Nachfrageüberhang. Entscheidend sind individuelle Strategien, gute Vorbereitung und professionelle Begleitung. Makler bringen lokale Expertise, bewährte Tools und Verhandlungssicherheit – ein klarer Vorteil für beide Seiten.
Quelle: umzugstipps.com-Redaktion
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