Asplund erlöst Davos – HCD gewinnt CHL-Krimi

Der HC Davos startet mit einem hart erkämpften Sieg in die Champions Hockey League. Die Bündner bezwingen den norwegischen Meister Storhamar am Freitagabend zuhause mit 3:2 nach Verlängerung. Filip Zadina trifft im turbulenten Startdrittel doppelt, ehe Rasmus Asplund den HCD nach 64:29 Minuten im Powerplay erlöst.

Vor 2’696 Zuschauerinnen und Zuschauern in Davos musste der HCD lange um den perfekten europäischen Auftakt kämpfen. Nach vier Toren innerhalb der ersten zwölf Minuten blieb die Partie bis tief in die Verlängerung komplett offen.

Zadina dreht frühen Rückstand

Storhamar erwischte den besseren Start. Austin Cangelosi brachte die Gäste bereits in der fünften Minute mit 1:0 in Führung. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht: Nur 23 Sekunden später entwischte Filip Zadina der norwegischen Defensive und vollendete zum 1:1.

Der Tscheche legte gleich nochmals nach. In der siebten Minute traf Zadina erneut und drehte die Partie innerhalb weniger Minuten komplett zugunsten der Davoser.

Doch auch Storhamar antwortete. Joe Gatenby überraschte HCD-Torhüter Sandro Aeschlimann aus schwierigem Winkel und stellte nach 11:30 Minuten auf 2:2. Damit waren bereits vier Tore gefallen – danach begann ein völlig anderes Spiel.

Mehr als 50 Minuten ohne Treffer

Im zweiten Drittel neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Davos hatte mehr Spielanteile, Storhamar verteidigte jedoch kompakt und blieb bei Kontern gefährlich.

Auch im Schlussabschnitt gelang keinem Team der entscheidende Treffer. Besonders heikel wurde es für Davos kurz vor Ende der regulären Spielzeit: Enzo Corvi kassierte wegen eines hohen Stocks eine Vier-Minuten-Strafe.

Storhamar erhielt damit eine grosse Gelegenheit, die Partie noch vor der Verlängerung zu entscheiden. Das norwegische Powerplay blieb jedoch ohne Erfolg und der HCD rettete sich ins Overtime.

Storhamar schenkt Davos die Chance

In der Verlängerung leisteten sich dann die Gäste den entscheidenden Fehler. Storhamar wurde wegen zu vieler Spieler auf dem Eis bestraft und musste in Unterzahl antreten.

Davos nutzte die Gelegenheit. Ausgerechnet Corvi, der sein Team kurz zuvor mit seiner Strafe noch in Bedrängnis gebracht hatte, bereitete den entscheidenden Treffer vor. Rasmus Asplund fand die Lücke und traf nach 64:29 Minuten zum 3:2.

Damit endete das erste CHL-Spiel der Davoser seit November 2022 mit einem Sieg. Für den HCD ist die Rückkehr auf die europäische Bühne sportlich gelungen.

Schweizer Clubs mit perfektem Auftakt

Der Erfolg komplettierte gleichzeitig einen starken Start der Schweizer Vertreter. Fribourg-Gottéron hatte bereits am Donnerstag bei den Graz99ers mit 4:2 gewonnen. Genève-Servette setzte sich am Freitag mit 6:2 gegen die Eisbären Berlin durch.

Für Davos ist die europäische Kampagne allerdings nicht nur sportlich ein Thema. Der Club rechnet mit erheblichen Kosten durch die CHL-Teilnahme. Mehr zu den wirtschaftlichen Herausforderungen gibt es im Hintergrund zu den sechsstelligen CHL-Kosten des HC Davos.

Auf dem Eis zählt vorerst jedoch der gelungene Auftakt. Nach einem wilden Startdrittel, mehr als 50 torlosen Minuten und einer nervenaufreibenden Schlussphase setzte Asplund den Schlusspunkt unter einen echten CHL-Krimi.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert