Acht Schweizer greifen bei der Ultimate-Premiere in Budapest an
von belmedia Redaktion #Schweizweit Allgemein Europa Leichtathletik Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Leichtathletik-Elite steht vor einem neuartigen Saisonhöhepunkt. Acht Schweizer Athletinnen und Athleten starten von Freitag bis Sonntag bei der ersten World Athletics Ultimate Championship in Budapest. Angeführt wird das Team von Audrey Werro, Angelica Moser, Simon Ehammer und Europameister Jason Joseph.
Insgesamt treten 381 Athletinnen und Athleten aus 65 Verbänden in 28 Disziplinen an. Das neue Format bringt Olympiasieger, Weltmeister, Diamond-League-Gewinner und weitere Topathleten in kompakten dreistündigen Abendsessions zusammen.
Für die Schweiz reisen Audrey Werro, Veronica Vancardo, Valentina Rosamilia, Angelica Moser, Simon Ehammer, Jason Joseph, Timothé Mumenthaler und Fabienne Hoenke nach Ungarn. Fünf von ihnen gewannen bei den Europameisterschaften in Birmingham eine Medaille.
Werro führt starkes Schweizer 800-Meter-Trio an
Besonders grosse Hoffnungen ruhen auf Audrey Werro. Die 22-jährige Freiburgerin hat in der Freiluftsaison 2026 noch kein 800-Meter-Rennen verloren und reist als Europameisterin sowie Diamond-League-Gesamtsiegerin nach Budapest.
Beim Diamond-League-Final in Brüssel vollendete Werro mit ihrem sechsten Sieg im sechsten Rennen eine perfekte Saison. Nun bekommt sie es erneut mit Weltklassekonkurrenz zu tun.
Zu ihren wichtigsten Gegnerinnen gehören die britische Olympiasiegerin Keely Hodgkinson und Femke Broeders-Bol aus den Niederlanden. Die 800-Meter-Halbfinals beginnen am Freitagabend, der Final folgt am Samstag.
Die Schweiz ist über diese Distanz gleich dreifach vertreten. Neben Werro haben sich auch Veronica Vancardo und Valentina Rosamilia qualifiziert.
Vancardo sicherte sich ihren Platz mit einem starken Auftritt beim Diamond-League-Final in Brüssel. Rosamilia überzeugte während der gesamten Saison mit bemerkenswerter Konstanz unter der Zwei-Minuten-Marke.
Moser und Ehammer treffen auf die Weltbesten
Auch in den technischen Disziplinen verfügt die Schweiz über zwei Medaillenkandidaten. Angelica Moser startet im Stabhochsprung, Simon Ehammer im Weitsprung.
Moser wurde in Birmingham zum zweiten Mal in Folge Europameisterin und gehörte auch während der Diamond-League-Saison konstant zur Weltspitze. In Budapest trifft sie unter anderem auf Hana Moll, Sandi Morris und Weltmeisterin Katie Moon.
Ehammer holte an den Europameisterschaften Silber und beendete den Diamond-League-Final in Brüssel als Dritter. Zu seinen prominenten Konkurrenten gehören Olympiasieger Miltiadis Tentoglou und Diamond-League-Sieger Tajay Gayle.
Joseph eröffnet die Schweizer Einsätze
Als erster Schweizer greift Jason Joseph am Freitagabend ins Geschehen ein. Der Europameister tritt über 110 Meter Hürden zunächst im Halbfinal an. Qualifiziert er sich, wartet noch am selben Abend der Final.
Das Feld ist hochkarätig besetzt. Allein sechs US-Amerikaner gehören zum 16-köpfigen Teilnehmerfeld, darunter Weltrekordhalter Ja’Kobe Tharp und Weltmeister Cordell Tinch.
Am Sonntag stehen Timothé Mumenthaler und Fabienne Hoenke im Fokus. EM-Bronzemedaillengewinner Mumenthaler bestreitet die 200 Meter der Männer, Hoenke startet über 200 Meter bei den Frauen. Beide müssen zunächst den Halbfinal überstehen, bevor noch am selben Abend der Final folgt.
Rekordpreisgeld beim neuen Saisonfinal
Die Ultimate Championship soll künftig alle zwei Jahre stattfinden und in Jahren ohne Freiluft-WM den Abschluss der internationalen Saison bilden. In Budapest treten die Athletinnen und Athleten wie bei einer Weltmeisterschaft im Nationaldress an.
Auch finanziell setzt World Athletics neue Massstäbe. Insgesamt werden zehn Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Ein Sieg bringt 150’000 Dollar, Rang zwei 75’000 Dollar und Rang drei 40’000 Dollar. Preisgeld gibt es bis zum 16. Platz.
Für das achtköpfige Schweizer Team bietet die Premiere damit noch einmal eine grosse internationale Bühne zum Abschluss einer bereits äusserst erfolgreichen Saison.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert