Romano vor Azzurri-Debüt – Mancini plant mit ihm von Beginn an

Alessandro Romano steht unmittelbar vor seinem Debüt für die italienische A-Nationalmannschaft. Der 20-jährige Mittelfeldspieler von Cagliari gehört erstmals zum Aufgebot der Azzurri und soll nach Informationen von soccer.ch am Freitagabend gegen Belgien sogar von Beginn an spielen. Für den in Winterthur geborenen früheren Schweizer Nachwuchsinternationalen wäre es der nächste grosse Schritt innerhalb weniger Wochen.

Italien startet am Freitag um 20.45 Uhr im Stadio Olimpico in Rom gegen Belgien in die neue Nations-League-Kampagne. Romano gehört zu gleich neun Spielern, die von Roberto Mancini erstmals für die A-Nationalmannschaft aufgeboten wurden. Der Nationaltrainer hat insgesamt 34 Spieler nominiert und will den intensiven Block mit vier Partien innerhalb von elf Tagen ausdrücklich nutzen, um eine neue Generation aufzubauen.

Parallel entwickelt sich Romanos Klubzukunft immer stärker zum Thema. Nach Informationen von soccer.ch will Juventus Turin den zentralen Mittelfeldspieler spätestens im kommenden Sommer verpflichten. Bereits für Januar wird ein Vorstoss nicht ausgeschlossen. Romano hat sich mit seinen Leistungen bei Cagliari in kurzer Zeit in den Fokus mehrerer Beobachter gespielt.

Mancini soll Romano sofort bringen wollen

Romano ist erst seit wenigen Tagen offiziell Teil des italienischen A-Kaders, könnte aber unmittelbar eine grosse Chance erhalten.

Nach Informationen von soccer.ch plant Mancini, den 20-Jährigen gegen Belgien von Beginn an einzusetzen. Die endgültige Aufstellung wird erst am Spieltag bestätigt, intern soll Romano jedoch ernsthaft für die Startelf vorgesehen sein.

Das wäre ein bemerkenswerter Einstieg. Romano absolvierte bislang kein einziges A-Länderspiel, verfügt aber über viel Erfahrung aus den Schweizer Nachwuchsauswahlen.

Von der U16 bis zur U20 lief er für den SFV auf und trug zeitweise sogar die Captainbinde.

Verbandswechsel erst seit September vollzogen

Die Voraussetzungen für einen Einsatz mit Italien wurden erst vor wenigen Wochen geschaffen.

Die FIFA genehmigte Romanos Wechsel der internationalen Spielberechtigung am 10. September. Damit war der Weg in die Squadra Azzurra endgültig frei.

Murat Yakin hatte zuvor nochmals versucht, Romano von einer Zukunft mit der Schweizer A-Nationalmannschaft zu überzeugen. Der Mittelfeldspieler entschied sich jedoch für Italien.

Yakin erklärte danach ausdrücklich, Romanos Wahl sei kein Entscheid gegen die Schweiz gewesen.

Nur wenige Tage später folgte die erste Berufung durch Mancini.

Mancini baut Italien radikal um

Italien befindet sich nach dem erneuten Verpassen der Weltmeisterschaft in einer Phase des Neuaufbaus.

Mancini hat für seinen ersten Nations-League-Block 34 Spieler aufgeboten. Gleich neun Akteure sind erstmals dabei.

Der Nationaltrainer hat deutlich gemacht, dass er die kommenden Monate nutzen will, um jene Spieler zu finden, die Italien in den nächsten Jahren prägen können.

Romano passt genau in dieses Profil: jung, technisch stark, bereits an den Serie-A-Rhythmus gewöhnt und auf mehreren Positionen im zentralen Mittelfeld einsetzbar.

Starker Saisonstart bei Cagliari

Der schnelle Aufstieg kommt nicht aus dem Nichts.

Romano wechselte im Sommer von der AS Roma zu Cagliari und spielte sich dort innerhalb kürzester Zeit in die Startformation.

Bei seinem ersten Serie-A-Einsatz von Beginn an erzielte er gegen Parma gleich den entscheidenden Treffer zum 1:0.

Auch in den folgenden Spielen erhielt er viel Einsatzzeit. Beim 2:1-Auswärtssieg gegen Atalanta stand Romano über 90 Minuten auf dem Platz und überzeugte mit seiner Passqualität, seiner Ruhe am Ball und seinem Spiel zwischen den Linien.

Gerade diese Entwicklung hat auch Juventus aufmerksam gemacht.

Juventus will spätestens im Sommer handeln

Nach Informationen von soccer.ch beobachten die Turiner Romano seit mehreren Wochen intensiv.

Inzwischen geht das Interesse einen Schritt weiter. Juventus will den 20-Jährigen spätestens im Sommer 2027 verpflichten.

Auch ein Transfer bereits im Januar ist nicht ausgeschlossen. Dafür müssten allerdings mehrere vertragliche Fragen geklärt werden.

Cagliari verpflichtete Romano im Sommer zunächst leihweise von der AS Roma. Die Vereinbarung enthält eine Kaufpflicht, sobald bestimmte sportliche Bedingungen erfüllt sind. Gleichzeitig ist Romano bei Cagliari langfristig eingeplant.

Ein Wintertransfer wäre deshalb kompliziert, aber nicht unmöglich.

Ein Azzurri-Debüt würde seinen Marktwert weiter erhöhen

Sollte Romano gegen Belgien tatsächlich von Beginn an spielen, wäre das nicht nur sportlich bedeutend.

Ein Startelfeinsatz für Italien würde seinen Status innerhalb weniger Wochen nochmals deutlich verändern.

Aus einem starken jungen Serie-A-Spieler würde ein italienischer A-Nationalspieler mit internationalem Marktwert.

Genau deshalb dürfte Juventus die Entwicklung nun noch genauer verfolgen.

Für Cagliari ist die Situation gleichzeitig komfortabel und anspruchsvoll. Sportlich profitiert der Klub von Romanos Leistungen, wirtschaftlich könnte sich der Mittelfeldspieler innerhalb kurzer Zeit zu einem sehr wertvollen Transferobjekt entwickeln.

Belgien als erste grosse Bewährungsprobe

Einfach wird Romanos mögliches Debüt nicht.

Italien trifft im Stadio Olimpico auf Belgien und startet damit direkt gegen einen starken Gegner in die Nations League.

Für Mancini bietet der kompakte Spielplan mehrere Möglichkeiten zur Rotation. Sollte Romano schon gegen Belgien starten, wäre das allerdings ein deutliches Zeichen dafür, welche Rolle der Nationaltrainer für ihn vorgesehen hat.

⚽ ROMANOS NÄCHSTE SCHRITTE

  • Freitag, 25. September: Italien startet um 20.45 Uhr in Rom gegen Belgien in die Nations League.
  • Romano gehört erstmals zum italienischen A-Kader und soll nach Informationen von soccer.ch für die Startelf vorgesehen sein.
  • Juventus Turin will den 20-Jährigen spätestens im Sommer 2027 verpflichten; auch Januar bleibt ein mögliches Transferfenster.
  • Der FIFA-Verbandswechsel von der Schweiz zu Italien wurde am 10. September offiziell genehmigt.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert