Servette mit Rückenwind – Kloten sucht in Genf die Wende
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Genf Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Vereine Zürich Ⳇ Verbreitung
Genève-Servette empfängt am Dienstagabend um 19.45 Uhr den EHC Kloten in den Vernets. Die Genfer haben nach einem schwierigen Saisonstart drei Meisterschaftsspiele in Serie gewonnen und sich mit neun Punkten auf Rang drei vorgeschoben. Kloten reist dagegen nach drei Niederlagen hintereinander und mit sechs Punkten aus sechs Spielen in die Westschweiz.
Die Formkurven könnten derzeit kaum unterschiedlicher sein. Servette schlug zunächst die Rapperswil-Jona Lakers mit 4:2, setzte sich danach gegen Fribourg-Gottéron mit 4:3 nach Penaltyschiessen durch und gewann am Sonntag beim EHC Biel mit 2:0. Kloten verlor dagegen nach dem gelungenen Saisonstart zuletzt 1:4 gegen Bern, 0:6 gegen Biel und am Samstag das Zürcher Derby beim ZSC knapp mit 2:3.
Auch die Torverhältnisse zeigen die unterschiedliche Entwicklung. Genève steht nach sechs Partien bei 16:18 Toren und neun Punkten, Kloten bei 15:22 Toren und sechs Zählern. Für die Zürcher Unterländer geht es in Genf deshalb darum, nach zuletzt drei Niederlagen wieder offensiv mehr Durchschlagskraft und defensiv mehr Stabilität zu finden.
Servette findet nach Fehlstart in die Spur
Die Genfer verloren ihre ersten drei Meisterschaftsspiele gegen Lugano, Ajoie und die ZSC Lions. Seither hat sich das Bild deutlich verändert. Besonders der 2:0-Erfolg in Biel war ein starkes Zeichen.
Genève benötigte dort Geduld. Nach zwei torlosen Dritteln erzielte Sakari Manninen in der 46. Minute das 1:0 und legte elf Minuten später auch den zweiten Treffer nach. Servette benötigte dafür lediglich 18 Torschüsse, während Biel 29 Abschlüsse verzeichnete.
Manninen steht nach seinem Doppelpack bereits bei vier Saisontoren. Jesse Puljujärvi hatte ebenfalls einen starken Saisonstart und gehörte in den ersten Partien zu den produktivsten Genfern. Auch Vili Saarijärvi liefert von der blauen Linie wichtige offensive Impulse.
Vor wenigen Tagen war Servette noch mit einer deutlich schwierigeren Ausgangslage nach Biel gereist. Die damalige Personalsituation und die Entwicklung der Genfer haben wir in unserer Vorschau auf Biel gegen Genève-Servette ausführlich beleuchtet.
Kloten nach starkem Start unter Druck
Kloten begann die Saison mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung in Rapperswil und einem überzeugenden 5:2 zuhause gegen Lugano. Auch beim anschliessenden 3:4 nach Verlängerung in Ajoie holten die Zürcher Unterländer noch einen Punkt.
Danach kippte die Form. Gegen Bern verlor Kloten mit 1:4, gegen Biel folgte eine besonders bittere 0:6-Heimniederlage. Bereits nach 16:53 Minuten lag Kloten dabei 0:4 zurück. Im Derby gegen den bislang makellosen ZSC zeigte die Mannschaft von Michael Liniger zwar eine Reaktion, musste sich aber erneut mit 2:3 geschlagen geben.
Zu den produktivsten Klotenern gehörten in den ersten fünf Partien Arttu Ruotsalainen und Verteidiger Max Lindroth mit jeweils sechs Skorerpunkten. Ruotsalainen kam dabei auf drei Tore und drei Assists, Lindroth auf zwei Treffer und vier Vorlagen. Dario Meyer sammelte fünf Punkte, Petteri Puhakka erzielte vier Tore.
Für Kloten wird die Defensive zum Schlüssel
Mit 22 Gegentreffern aus sechs Partien weist Kloten derzeit eine der auffälligeren Defensivbilanzen der Liga auf. Gegen ein Servette, das zuletzt wieder effizienter geworden ist, dürfte deshalb vor allem der Start entscheidend sein.
Die Genfer können dagegen ihre Aufholjagd fortsetzen. Nach dem schwachen Saisonbeginn hat Servette mit drei Siegen hintereinander den Anschluss an die Spitze hergestellt. Kloten braucht in den Vernets eine Reaktion, um eine längere Negativserie zu verhindern.
- Genève-Servette: 6 Spiele, 9 Punkte und 16:18 Tore.
- Servette hat die letzten drei Meisterschaftsspiele gegen Rapperswil, Fribourg und Biel gewonnen.
- Kloten: 6 Spiele, 6 Punkte und 15:22 Tore.
- Die Zürcher Unterländer verloren zuletzt dreimal in Serie gegen Bern, Biel und die ZSC Lions.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert