Liechtenstein vor Schlüsselspiel in Baku

Liechtenstein steht vor dem zweiten Nations-League-Spiel bereits unter Zugzwang. Nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Litauen gastiert die Mannschaft von Konrad Fünfstück am Donnerstag bei Aserbaidschan. Ein Sieg in Baku würde die Ausgangslage in der Dreiergruppe D2 deutlich verbessern.

Der Start in die neue Nations-League-Kampagne verlief für Liechtenstein enttäuschend. Gegen Litauen blieb die Mannschaft im eigenen Stadion ohne Treffer und verlor mit 0:2. Litauen setzte sich dadurch zunächst an die Spitze und bestätigte diese Position anschliessend mit einem 1:1 gegen Aserbaidschan.

Vor dem direkten Duell liegt Litauen mit vier Punkten aus zwei Spielen vorne. Aserbaidschan besitzt nach einer Partie einen Zähler, Liechtenstein steht noch bei null Punkten. Weil jede Mannschaft in der Dreiergruppe nur vier Spiele bestreitet, bleibt kaum Zeit, einen Fehlstart zu korrigieren.

Auch gegen Malta bleibt Liechtenstein ohne Tor

Zusätzlich zur Auftaktniederlage in der Nations League musste Liechtenstein am Sonntag einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Im Testspiel gegen Malta verlor die Auswahl ebenfalls mit 0:2.

Damit blieb Liechtenstein in seinen letzten vier Länderspielen jeweils ohne eigenen Treffer. Neben Litauen und Malta hatten zuvor auch Zypern und Andorra jeweils mit 2:0 gegen die Mannschaft aus dem Fürstentum gewonnen. Im März setzte es zudem ein 1:4 gegen Aruba.

Die aktuelle Formkurve zeigt damit vor allem ein Problem deutlich: Liechtenstein muss offensiv wieder gefährlicher werden. In Baku dürfte gleichzeitig eine stabile Defensive entscheidend sein, denn eine frühe Führung des Gastgebers würde die Aufgabe erheblich erschweren.

Aserbaidschan ebenfalls unter Druck

Auch der kommende Gegner ist jedoch keineswegs optimal in die Gruppe gestartet. Aserbaidschan kam bei seinem Auftakt in Litauen nicht über ein 1:1 hinaus und steht deshalb ebenfalls bereits unter Druck.

Für Liechtenstein bietet sich damit die Möglichkeit, mit einem Auswärtssieg am Gegner vorbeizuziehen. Gleichzeitig würde sich die Ausgangslage vor den beiden November-Partien erheblich verbessern. Am 13. November kommt es in Liechtenstein zum Rückspiel gegen Aserbaidschan, drei Tage später folgt zum Abschluss die Partie in Litauen.

Ein Vorteil für Fünfstück ist die Erfahrung einiger Führungsspieler. Torhüter Benjamin Büchel, Nicolas Hasler, Marcel Büchel und Aron Sele gehören seit Jahren zum Kern der Nationalmannschaft. Gegen Litauen standen mehrere dieser Routiniers bereits im Einsatz.

Besondere Ausgangslage durch Nations-League-Reform

Sportlich bleibt die Platzierung in Gruppe D2 wichtig, allerdings gibt es für diese Ausgabe eine Besonderheit. Wegen der von der UEFA beschlossenen Umstellung des Wettbewerbs auf ein System mit drei Ligen werden nach aktuellem UEFA-Reglement alle Mannschaften der Liga D für die nächste Ausgabe in die Liga C hochgestuft.

Damit droht Liechtenstein unabhängig von der Schlussplatzierung kein Verbleib in Liga D. Trotzdem geht es weiterhin um Punkte, die Platzierung und den Gesamtrang innerhalb der Nations League. Gerade ein Gruppensieg kann zudem im Hinblick auf mögliche spätere Qualifikationswege zusätzliche Bedeutung erhalten.

Auch für den Fussball im Fürstentum wäre ein Erfolg wichtig. Mit dem FC Vaduz spielt derzeit ein liechtensteinischer Club in der Schweizer Super League. Die Nationalmannschaft wartet dagegen weiterhin auf ein Erfolgserlebnis. Das Auswärtsspiel in Baku bietet die nächste Gelegenheit dazu.

🏆 DAS WARTET AUF LIECHTENSTEIN

  • 1. Oktober: Aserbaidschan – Liechtenstein in Baku.
  • 13. November: Liechtenstein – Aserbaidschan.
  • 16. November: Litauen – Liechtenstein zum Abschluss der Gruppenphase.
  • Durch die Wettbewerbsreform werden alle Teams der Liga D für die nächste Nations-League-Ausgabe in die Liga C hochgestuft.
📊NATIONS LEAGUE – GRUPPE D2
# Team Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
1. Litauen 2 1 1 0 3:1 +2 4
2. Aserbaidschan 1 0 1 0 1:1 0 1
3. Liechtenstein 1 0 0 1 0:2 -2 0

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert