Zidane mit Traumstart – Frankreich vor Italien-Kracher

Der Start von Zinédine Zidane als französischer Nationaltrainer ist resultatmässig perfekt verlaufen. Frankreich gewann sowohl in der Türkei als auch in Belgien mit 1:0 und führt die Nations-League-Gruppe A1 nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten an. Am Freitag wartet mit Italien nun der bislang grösste Härtetest der neuen Ära.

Zidanes Premiere am 25. September in Kocaeli entschied Captain Kylian Mbappé mit seinem Treffer in der 54. Minute. Frankreich verteidigte den knappen Vorsprung und startete mit drei Punkten. Allerdings verletzte sich Mbappé bei seinem Tor am linken Knie und musste wenige Minuten später ausgewechselt werden. Drei Tage danach gelang Frankreich auch in Brüssel ein 1:0-Erfolg gegen Belgien.

Dort wurde Michael Olise zum entscheidenden Mann. Zidane brachte den Bayern-Profi in der 77. Minute für Bradley Barcola, elf Minuten später erzielte Olise mit einem starken Solo das Siegtor. Frankreich steht damit nach zwei Partien bei sechs Punkten und 2:0 Toren. Belgien und Italien folgen mit je drei Zählern, während die Türkei noch ohne Punkt ist.

Zidane startet ohne Gegentor

Besser hätte Zidanes Amtszeit zumindest hinsichtlich der Resultate kaum beginnen können. Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege und kein Gegentor sind eine starke Basis für den Neuaufbau nach der Weltmeisterschaft.

Dabei zeigte der 54-Jährige bereits, dass er seinen breiten Kader nutzen will. Gegen Belgien nahm Zidane gegenüber dem Türkei-Spiel gleich neun Änderungen in seiner Startformation vor. Désiré Doué scheiterte in der ersten Halbzeit an der Latte, Debütant Lucas Da Cunha traf nach der Pause den Pfosten.

Das Spiel blieb dennoch bis kurz vor Schluss offen. Erst Olises Treffer in der 88. Minute brachte die Entscheidung. Beim späten 1:0-Sieg gegen Belgien wurde vor allem Zidanes Einwechslung von Olise zum entscheidenden Faktor.

Resultate stimmen – spielerisch bleibt Luft nach oben

Frankreich hat seine ersten beiden Aufgaben gelöst, ohne dabei bereits während 90 Minuten dominant aufzutreten. Sowohl die Türkei als auch Belgien hielten die Partien lange offen. Gleichzeitig zeigt gerade der Auftritt in Brüssel, welche Möglichkeiten Zidane besitzt.

Auch ohne Mbappé konnte Frankreich eine qualitativ stark besetzte Offensive aufstellen und später mit Spielern wie Ousmane Dembélé, Rayan Cherki und Olise nochmals nachlegen. Diese Tiefe dürfte im weiteren Verlauf der Nations League zu einem wichtigen Faktor werden.

Zidane besitzt damit früh eine komfortable Ausgangslage. Frankreich hat bereits drei Punkte Vorsprung auf Belgien und Italien und ist als einziges Team der Gruppe noch ohne Gegentor.

Italien kommt mit neuem Selbstvertrauen

Am Freitag, 2. Oktober, folgt im Stade de France der nächste Schritt. Italien reist nach einem wechselhaften Auftakt nach Saint-Denis. Die Azzurri verloren ihr erstes Spiel zuhause mit 0:2 gegen Belgien, reagierten danach jedoch eindrucksvoll und gewannen in der Türkei mit 4:1.

Damit steht auch Italien bei drei Punkten. Ein französischer Heimsieg würde den Vorsprung auf die Azzurri bereits auf sechs Zähler vergrössern. Gleichzeitig könnte Frankreich seine ausgezeichnete Position im Kampf um die Spitzenplätze weiter festigen.

Für Zidane wird die Partie deshalb auch zum ersten grossen Gradmesser vor eigenem Publikum. Die Ergebnisse seiner ersten Tage stimmen bereits. Gegen Italien wird sich nun zeigen, wie weit Frankreich auch spielerisch unter seinem neuen Nationaltrainer bereits ist.

🏆 FRANKREICHS NÄCHSTE SCHRITTE

  • Frankreich steht nach zwei Nations-League-Spielen bei sechs Punkten und 2:0 Toren.
  • Am 2. Oktober empfängt die Équipe Tricolore Italien im Stade de France.
  • Bereits am 5. Oktober folgt das nächste Heimspiel gegen Belgien.
  • Die letzten beiden Gruppenspiele finden im November gegen Italien und die Türkei statt.
📊NATIONS LEAGUE – GRUPPE A1
# Team Sp. S U N Tore Diff. Pkt.
1. Frankreich 2 2 0 0 2:0 +2 6
2. Belgien 2 1 0 1 2:1 +1 3
3. Italien 2 1 0 1 4:3 +1 3
4. Türkei 2 0 0 2 1:5 -4 0

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert