Italien besteht Härtetest in Paris – 1:1 gegen Frankreich
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch Nations League News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Italien setzt seinen Aufwärtstrend unter Roberto Mancini fort. Die Azzurri holen im Stade de France ein 1:1 gegen Frankreich und bestehen damit den bislang schwierigsten Test der neuen Nations-League-Kampagne. Michael Olise brachte die Franzosen in der 55. Minute in Führung, Alessandro Bastoni glich in der 68. Minute aus.
Frankreich bestimmte über weite Strecken den Ballbesitz, doch Italien hatte bereits vor der Pause die klareren Möglichkeiten. Moise Kean scheiterte an Mike Maignan, Davide Frattesi kam ebenfalls gefährlich zum Abschluss. Nach dem Seitenwechsel wurde Frankreich stärker, Gianluigi Donnarumma rückte mit mehreren Paraden in den Mittelpunkt und musste sich erst bei einem präzisen Freistoss von Olise geschlagen geben.
Italien reagierte jedoch stark. Bastoni eroberte weit vorne den Ball gegen Lucas Da Cunha und traf zum 1:1. In der Schlussphase sah Dayot Upamecano nach einem Foul an Kean die zweite Gelbe Karte. Italien drückte in Überzahl sogar noch auf den Sieg, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. Nach dem 4:1 in der Türkei ist das Remis in Paris dennoch der nächste wichtige Schritt.
Italien hält Frankreichs Druck stand
Mancini veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Sieg in Bursa nur punktuell. Riccardo Calafiori kehrte in die Startelf zurück, vorne setzte der italienische Nationaltrainer unter anderem auf Kean sowie die Esposito-Brüder.
Frankreich begann mit viel Ballbesitz und hohem Pressing. Trotzdem gelang es Italien immer wieder, sich spielerisch aus schwierigen Situationen zu lösen. Kean hatte nach einer Verlagerung von Frattesi die erste grosse Chance, sein Abschluss wurde jedoch von Maignan entschärft.
Auch Frattesi kam gefährlich zum Abschluss. Zur Pause hatte Frankreich zwar 61 Prozent Ballbesitz, die besseren Möglichkeiten lagen jedoch eher auf italienischer Seite.
Donnarumma verhindert höheren Rückstand
Nach der Pause erhöhte Frankreich das Tempo deutlich. Donnarumma parierte zunächst stark gegen Désiré Doué und anschliessend gegen Ousmane Dembélé.
In der 55. Minute war aber auch der italienische Torhüter machtlos. Olise zirkelte einen Freistoss mit links unter die Latte und brachte Frankreich mit 1:0 in Führung.
Italien verlor danach jedoch nicht die Ordnung. Mancini brachte unter anderem Nicolò Barella und den Debütanten Antonio Vergara. Kurz darauf folgte der Ausgleich.
Bastoni attackierte Da Cunha früh, gewann den Ball und bezwang Maignan. Für den Innenverteidiger war es bereits der zweite Treffer in Folge für die Nationalmannschaft.
Italien beendet das Spiel offensiv
Donnarumma blieb auch nach dem Ausgleich gefordert. Der italienische Captain parierte unter anderem gegen Adrien Rabiot und Eduardo Camavinga. Insgesamt kam er auf sieben Paraden.
Auf der anderen Seite setzte Kean die französische Defensive unter Druck. Nach einem Foul des bereits verwarnten Upamecano musste Frankreich die Schlussphase in Unterzahl bestreiten.
Italien suchte danach sogar noch den Siegtreffer. Barella setzte einen Abschluss über das Tor. Der Punkt in Paris besitzt für die Azzurri dennoch erheblichen Wert.
Noch vor wenigen Tagen stand Mancini nach dem schwachen Auftakt gegen Belgien unter starkem Druck. Vor dem Spiel in Bursa war Italiens Ausgangslage bereits kritisch. Seitdem folgten vier Tore gegen die Türkei und nun ein Punkt beim Gruppenleader Frankreich.
Frankreich bleibt vorne – Belgien rückt näher
Frankreich führt die Gruppe A1 nach drei Spielen weiterhin an, musste unter Zinédine Zidane aber erstmals Punkte abgeben. Die Franzosen stehen bei sieben Zählern.
Belgien ist nach dem 3:0 gegen die Türkei mit sechs Punkten bis auf einen Zähler herangerückt. Italien folgt mit vier Punkten auf Rang drei. Die Türkei steht nach drei Niederlagen weiterhin ohne Punkt da.
Am Montag geht es für beide Teams bereits weiter. Frankreich empfängt Belgien, während Italien in Bologna erneut auf die Türkei trifft.
- 1:1: Alessandro Bastoni antwortete in der 68. Minute auf Michael Olises Führungstor.
- Sieben Paraden: Gianluigi Donnarumma war einer der entscheidenden Faktoren für den Punktgewinn.
- Vier Punkte: Italien liegt nach drei Nations-League-Spielen auf Rang drei der Gruppe A1.
- Nächstes Spiel: Am 5. Oktober empfängt Italien die Türkei in Bologna.
| Team | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Frankreich | 3 | 2 | 1 | 0 | 3:1 | +2 | 7 |
| 2. Belgien | 3 | 2 | 0 | 1 | 5:1 | +4 | 6 |
| 3. Italien | 3 | 1 | 1 | 1 | 5:4 | +1 | 4 |
| 4. Türkei | 3 | 0 | 0 | 3 | 1:8 | -7 | 0 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert