Bodø/Glimt schlägt Dortmund – Kobel und BVB verlieren 0:1
von belmedia Redaktion Allgemein Champions League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Serie A soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Borussia Dortmund kassiert in der Champions League einen empfindlichen Rückschlag. Der BVB verliert am Mittwochabend, 14. Oktober 2026, beim norwegischen Meister FK Bodø/Glimt mit 0:1. Fredrik Sjøvold erzielt in der 52. Minute das entscheidende Tor. Auch der Schweizer Nationalgoalie Gregor Kobel kann die erste Dortmunder Niederlage in dieser Ligaphase nicht verhindern.
Vor rund 8’500 Zuschauern im Aspmyra-Stadion findet Dortmund lange nicht ins Spiel. Die Norweger setzen den Bundesligisten auf Kunstrasen mit aggressivem Pressing unter Druck und erarbeiten sich bereits vor der Pause gute Möglichkeiten. Nach dem Führungstreffer reagiert BVB-Trainer Niko Kovač mit vier gleichzeitigen Wechseln. Erst danach entwickelt Dortmund genügend Offensivdruck, doch Torhüter Nikita Haikin verhindert mehrfach den Ausgleich.
Für Bodø/Glimt sind es die ersten drei Punkte nach der deutlichen 0:5-Auftaktniederlage bei Bayern München. Dortmund bleibt nach dem 3:2-Erfolg gegen Villarreal ebenfalls bei drei Zählern. Besonders im Mittelpunkt steht Gregor Kobel, der in Norwegen mehrfach gefordert ist. Mit Urs Schnyder leitet zudem ein Schweizer Schiedsrichter die Begegnung.
Bodø/Glimt setzt Dortmund früh unter Druck
Die Gastgeber beginnen mutig und nutzen ihre Vertrautheit mit dem Kunstrasen. Dortmund findet gegen das intensive Pressing zunächst kaum Lösungen.
Schon in der zehnten Minute wird Kobel erstmals gefordert. Jens Petter Hauge prüft den Schweizer Schlussmann, der den Ball sicher aufnimmt.
In der 19. Minute verpasst Sondre Brunstad Fet die Führung nur knapp. Der BVB bleibt offensiv weitgehend ungefährlich und entwickelt zu wenig Tempo im Spielaufbau.
Die erste Halbzeit endet torlos. Für Dortmund ist das Ergebnis angesichts der besseren norwegischen Möglichkeiten schmeichelhaft.
Sjøvold erzielt das entscheidende Tor
Nach dem Seitenwechsel bleibt Bodø/Glimt die aktivere Mannschaft.
In der 52. Minute kommt Fredrik Sjøvold nach einem Zuspiel von Sondre Auklend zum Abschluss und trifft mit links zum 1:0.
Kobel ist geschlagen. Der Treffer belohnt die entschlossene Spielweise der Gastgeber, die Dortmund über weite Strecken zu Fehlern zwingen.
Trainer Kovač reagiert acht Minuten später mit einem Vierfachwechsel. Serhou Guirassy, Felix Nmecha, Ethan Nwaneri und Julian Ryerson kommen für Fábio Silva, Joey Veerman, Konstantinos Karetsas und Samuele Inácio.
Vier Wechsel beleben Dortmund
Mit den frischen Kräften verändert sich das Spiel deutlich.
Bereits in der 62. Minute zwingt Nmecha Bodø-Torhüter Nikita Haikin mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade.
In der 69. Minute bereitet Nmecha eine weitere Möglichkeit vor. Ein Abwehrspieler verhindert im letzten Moment den Ausgleich durch Guirassy.
Auch Nwaneri kommt zum Abschluss, setzt seinen Kopfball in der 74. Minute jedoch zu zentral an.
Die Norweger ziehen sich zunehmend zurück und verteidigen ihre knappe Führung.
Kobel rückt in der Schlussphase mit auf
Dortmund versucht bis zum Abpfiff, zumindest einen Punkt zu retten.
In der 83. Minute verhindert Sjøvold eine gute Abschlussmöglichkeit von Daniel Svensson. Nach dem anschliessenden Eckball scheitert Nwaneri an Haikin.
Der norwegische Torhüter pariert in der Nachspielzeit auch einen weiteren Schuss von Nmecha.
Bei den letzten Eckbällen rückt sogar Gregor Kobel mit in den gegnerischen Strafraum. Doch auch das bringt keinen Erfolg. Julian Ryerson setzt den letzten Kopfball neben das Tor.
Kovač übernimmt Verantwortung
Dortmunds Trainer zeigt sich nach der Partie selbstkritisch. Seine Rotation mit fünf Veränderungen gegenüber dem Bundesliga-Spiel gegen Bremen hat nicht den gewünschten Effekt.
Kovač hatte unter anderem Guirassy und Nmecha zunächst auf die Ersatzbank gesetzt. Die fehlende Intensität vor der Pause wird zum entscheidenden Problem.
Schon beim jüngsten 2:2 gegen Werder Bremen hatte Dortmund nach einer Führung wichtige Punkte abgegeben.
Die Partie in Norwegen zeigt nun eine andere Schwäche: Der BVB findet erst nach einer Stunde die nötige Energie, um einen gut organisierten Gegner nachhaltig unter Druck zu setzen.
Enger Spielplan bleibt eine Herausforderung
Bereits am Samstag, 17. Oktober, gastiert Dortmund in der Bundesliga bei Union Berlin.
Drei Tage später folgt die nächste internationale Auswärtsreise zum aserbaidschanischen Verein Sabah FK.
Bodø/Glimt tritt am 20. Oktober beim SSC Napoli an. Nach dem überraschenden Erfolg gegen Dortmund reisen die Norweger mit gestärktem Selbstvertrauen nach Italien.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert