Golubic fegt Hontama vom Platz – starker Auftakt in Osaka

Viktorija Golubic startet mit einem überzeugenden Sieg in das WTA-250-Turnier von Osaka. Die 34-jährige Zürcherin bezwingt am Montag, 19. Oktober 2026, die Japanerin Mai Hontama mit 6:3 und 6:1. Nach einem schwierigen Beginn übernimmt die Schweizerin die Kontrolle und gewinnt elf der letzten zwölf Games. Nach nur 81 Minuten steht ihr Einzug in den Achtelfinal fest.

Zunächst sieht es für Golubic nicht nach einem derart deutlichen Erfolg aus. Die Schweizerin verliert ihre ersten beiden Aufschlagspiele und gerät im ersten Satz mit 1:3 in Rückstand. Anschliessend dreht sie die Begegnung vollständig. Mit fünf gewonnenen Games in Serie holt sie den ersten Durchgang mit 6:3 und setzt ihren Lauf im zweiten Satz fort.

Für Golubic ist der Erfolg auch mit Blick auf die Weltrangliste wichtig. Nach ihrem Ausscheiden in der dritten Runde von Peking und einer Niederlage in der Qualifikation von Wuhan findet sie in Japan zurück auf die Siegerstrasse. Die Zürcherin, die am vergangenen Freitag ihren 34. Geburtstag gefeiert hat, trifft nun auf Katie Boulter oder Himeno Sakatsume.

TENNIS.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Viktorija Golubic – Mai Hontama 6:3, 6:1.
Spieldauer: 1 Stunde und 21 Minuten.
Aufholjagd: Golubic dreht einen 1:3-Rückstand im ersten Satz.
Starke Serie: Zehn Games in Folge für die Schweizerin.
Nächste Runde: Gegen Katie Boulter oder Himeno Sakatsume.
Was das bedeutet
Golubic steht beim Turnier in Osaka im Achtelfinal und wahrt ihre Chance, das Viertelfinalergebnis aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Mit einem weiteren Sieg könnte sie ihre Ausgangslage im Kampf um wichtige Weltranglistenpunkte verbessern.

Schwieriger Start gegen die japanische Wildcard

Die Ausgangslage scheint auf dem Papier klar. Viktorija Golubic ist die erfahrenere Spielerin und in der Weltrangliste deutlich besser klassiert als Mai Hontama.

Die 27-jährige Japanerin erhält für das Heimturnier eine Wildcard und nutzt die Anfangsphase konsequent aus. Golubic findet zunächst keinen Rhythmus bei eigenem Aufschlag.

Hontama gelingt zweimal ein Break. Die Schweizerin gerät dadurch mit 1:3 in Rückstand und muss früh reagieren.

Golubic steigert anschliessend ihre Konstanz von der Grundlinie und gewinnt zunehmend die Kontrolle über die Ballwechsel.

Besonders bemerkenswert ist ihre Reaktion bei gegnerischen Breakmöglichkeiten. Nach den ersten beiden verlorenen Aufschlagspielen wehrt sie die sieben weiteren Breakbälle gegen sich ab.

Golubic gewinnt zehn Games hintereinander

Die Wende entwickelt sich zu einer eindrücklichen Serie.

Beim Stand von 1:3 gewinnt Golubic fünf Games in Folge und sichert sich den ersten Satz mit 6:3. Hontama findet gegen das variantenreiche Spiel der Zürcherin immer seltener Lösungen.

Golubic setzt ihre starke Phase im zweiten Durchgang fort. Sie gewinnt auch die ersten fünf Games des zweiten Satzes und führt damit mit 5:0.

Erst danach gelingt Hontama noch ein Spielgewinn.

Nach insgesamt 81 Minuten steht der 6:3-, 6:1-Erfolg der Schweizerin fest.

Der Spielverlauf zeigt, wie wichtig die Anpassungsfähigkeit der erfahrenen Zürcherin ist. Obwohl sie zunächst Schwierigkeiten beim Service hat, gelingt ihr die Umstellung innerhalb des ersten Satzes.

Erfahrung und Spielvarianten als Vorteile

Golubic gehört zu den Spielerinnen auf der WTA-Tour, die nicht ausschliesslich auf Schlaghärte setzen.

Ihr technisch vielseitiges Tennis, insbesondere die einhändige Rückhand, erlaubt unterschiedliche Lösungen im Ballwechsel.

Mit Tempoveränderungen, präziser Platzierung und einem guten Gefühl für die Länge ihrer Schläge kann sie Gegnerinnen aus dem Rhythmus bringen.

Gerade gegen Hontama wird deutlich, wie wertvoll diese Fähigkeiten sind.

Nach dem frühen Rückstand muss die Schweizerin nicht versuchen, jeden Ballwechsel mit einem schnellen Gewinnschlag zu beenden. Stattdessen stabilisiert sie ihr Spiel und übernimmt zunehmend die Initiative.

Nach Peking gelingt die nächste positive Reaktion

Für Golubic ist der Auftakterfolg auch im Zusammenhang mit ihrer bisherigen Asientour erfreulich.

Beim WTA-1000-Turnier in Peking hatte sie zunächst Elvina Kalieva und Peyton Stearns besiegt, ehe sie bei der Drittrunden-Niederlage gegen Linda Nosková mit 2:6 und 1:6 ausschied.

Anschliessend scheiterte Golubic in der Qualifikation des Turniers von Wuhan an Daria Kasatkina.

Mit dem Erfolg in Osaka gelingt der Schweizerin nun ein neuer Anlauf.

Die Partie gegen Hontama zeigt zudem, dass sie sich nach einem schwierigen Beginn steigern und ein Match noch klar zu ihren Gunsten entscheiden kann.

Im Achtelfinal wartet eine anspruchsvollere Aufgabe

Die nächste Gegnerin der Zürcherin steht noch nicht fest.

Golubic trifft entweder auf die Britin Katie Boulter oder auf die Japanerin Himeno Sakatsume.

Boulter ist in Osaka an Nummer acht gesetzt und bringt grosse Erfahrung von der WTA-Tour mit. Sie verfügt über einen druckvollen Aufschlag und sucht häufig die direkte Offensive.

Sakatsume kann ihrerseits auf die Unterstützung des japanischen Publikums zählen.

Für Golubic dürfte entscheidend sein, von Beginn an eine höhere Konstanz bei eigenem Service zu erreichen.

Ihre bisherige Turniergeschichte in Osaka macht zusätzlich Hoffnung. Bereits 2016 und 2025 erreichte sie hier den Viertelfinal.

Im vergangenen Jahr scheiterte sie erst in der Runde der letzten acht an Sorana Cîrstea.

Nun hat sie die Gelegenheit, dieses Ergebnis zu wiederholen oder sogar zu verbessern.

AKTUELLER STAND
WTA Osaka 2026 – Golubics Turnierweg
19. Oktober 2026 | WTA 250 | Hartplatz
Runde / Merkmal Gegnerin / Ergebnis
1. Runde Mai Hontama (JPN) – 6:3, 6:1
Achtelfinal Katie Boulter (GBR) oder Himeno Sakatsume (JPN)
Viertelfinal Ab 23. Oktober
Halbfinal 24. Oktober
Final 25. Oktober
Turnierkategorie WTA 250, 32 Spielerinnen im Einzel
Austragungsort Utsubo Tennis Center, Osaka
Golubics Bestresultat Viertelfinal 2016 und 2025
Titelverteidigerin Leylah Fernandez (CAN)

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert