Dominic Stricker verliert in Basel trotz Satzführung gegen Casper Ruud
von belmedia Redaktion Allgemein ATP Tour Basel-Stadt Herren Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Resultate Schweiz Schweiz Schweizer Tennis Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Dominic Stricker ist bei den Swiss Indoors Basel bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der 24-jährige Berner verlor am Montagabend, 26. Oktober 2026, gegen den Norweger Casper Ruud nach einem starken Beginn mit 6:4, 5:7, 3:6. Lange durfte der Schweizer auf eine Überraschung gegen den früheren Weltranglistenzweiten hoffen. Doch nach knapp zwei Stunden setzte sich der favorisierte Ruud durch und beendete Strickers Einzelauftritt vor heimischem Publikum.
Dabei hatte die Partie auf dem Center Court der St. Jakobshalle für Stricker nahezu perfekt begonnen. Der Linkshänder nahm dem als Nummer neun gesetzten Norweger gleich im ersten Game den Aufschlag ab und verteidigte diesen Vorsprung bis zum Satzgewinn. Auch im zweiten Durchgang hielt Stricker mit seinem starken Service hervorragend dagegen. Erst beim Stand von 5:6 erspielte sich Ruud seine ersten Breakmöglichkeiten und nutzte die zweite zum Satzausgleich.
Im Entscheidungssatz geriet Stricker mit 1:4 in Rückstand und konnte die Partie nicht mehr drehen. Damit verliert der Berner erstmals bei seiner vierten Teilnahme an den Swiss Indoors bereits in der ersten Runde. Für die Schweizer Tennisfans ist es nach dem Ausscheiden von Mika Brunold die zweite Enttäuschung des Turniers. Mit Stan Wawrinka, Jérôme Kym und Rémy Bertola stehen jedoch noch drei Schweizer vor ihren Auftaktpartien.
Stricker gelingt gegen Ruud ein Traumstart
Der Berner erwischte auf dem Center Court einen hervorragenden Beginn. Bereits im ersten Aufschlagspiel des Norwegers erspielte er sich zwei Breakmöglichkeiten.
Die zweite nutzte Stricker zur frühen Führung. Anschliessend überzeugte er mit druckvollen Aufschlägen und konzentriertem Grundlinienspiel.
Ruud fand zwar zunehmend besser in die Begegnung, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen.
Stricker brachte seinen Vorsprung ohne weiteren Breakball gegen sich über die Zeit und gewann den ersten Satz mit 6:4.
Ein einziges Aufschlagspiel verändert alles
Auch im zweiten Durchgang spielte der Schweizer lange auf Augenhöhe mit seinem favorisierten Gegner.
Bis zum Stand von 5:5 liess Stricker bei eigenem Aufschlag keine Breakmöglichkeit zu.
Ruud blieb allerdings geduldig und wartete auf seine Gelegenheit.
Beim Stand von 6:5 für den Norweger geriet Stricker erstmals ernsthaft unter Druck. Ruud erspielte sich zwei Satzbälle bei Aufschlag des Schweizers.
Den ersten konnte Stricker noch abwehren. Beim zweiten gelang Ruud das entscheidende Break zum 7:5.
Nach rund 74 Minuten stand es damit nach Sätzen 1:1.
Im Entscheidungssatz fehlt Stricker die Antwort
Der verlorene zweite Satz zeigte Wirkung. Ruud übernahm zunehmend die Kontrolle über die Ballwechsel.
Beim Stand von 2:1 gelang dem Norweger im vierten Game das entscheidende Break.
Mit einer 4:1-Führung verschaffte er sich eine komfortable Ausgangslage.
Stricker kämpfte weiter, konnte seinen Gegner bei dessen Aufschlag aber nicht mehr ernsthaft gefährden.
Beim Stand von 5:3 servierte Ruud zum Matchgewinn. Stricker wehrte noch drei Matchbälle ab, ehe der Norweger seine vierte Möglichkeit verwertete.
Bemerkenswert: Über die gesamte Partie gewann Stricker lediglich zwei Ballwechsel weniger als sein Gegner.
2023 hatte Stricker denselben Gegner bezwungen
Besonders bitter ist die Niederlage wegen der gemeinsamen Vorgeschichte.
Vor drei Jahren trafen Stricker und Ruud ebenfalls bei den Swiss Indoors aufeinander.
Damals gewann der Schweizer im Achtelfinal mit 6:4, 3:6, 7:6 und erreichte anschliessend den Viertelfinal.
Es war einer der grössten Erfolge seiner bisherigen Karriere.
Inzwischen hat sich die sportliche Ausgangslage verändert. Während Ruud weiterhin zur erweiterten Weltspitze gehört, musste Stricker nach Verletzungsproblemen und schwierigen Monaten einen Rückschlag in der Weltrangliste hinnehmen.
In Basel trat er mit einer Wildcard an und wurde auf ATP-Rang 253 geführt.
Stricker sieht trotz Niederlage Fortschritte
Die Leistung gegen Ruud macht dem Schweizer dennoch Mut.
Mit 13 Assen, einem gewonnenen Satz und einem über weite Strecken stabilen Aufschlag zeigte er, dass sein bestes Tennis weiterhin konkurrenzfähig ist.
Gerade die Tatsache, dass er gegen einen ehemaligen Weltranglistenzweiten fast zwei Stunden mithalten konnte, ist nach den Rückschlägen der vergangenen Zeit ein positives Signal.
Entscheidend wird nun sein, diese Leistungen häufiger abzurufen und auch enge Situationen gegen starke Gegner erfolgreich zu gestalten.
Zwei Schweizer bereits ausgeschieden
Schon am Montagnachmittag war Mika Brunold bei seinem ATP-Hauptfelddebüt ausgeschieden. Der Baselbieter unterlag Nuno Borges mit 3:6, 1:6.
Mit Stricker ist nun auch der zweite Schweizer des ersten Turniertages gescheitert.
Am Dienstag richtet sich die Aufmerksamkeit auf Jérôme Kym gegen Arthur Rinderknech und Stan Wawrinka gegen Jiří Lehečka.
Rémy Bertola bekommt es in seiner Auftaktpartie mit Denis Shapovalov zu tun.
Stricker bleibt ebenfalls noch im Turnier. Gemeinsam mit dem jungen Henry Bernet bestreitet er die Doppelkonkurrenz. Zum Auftakt wartet das Duo Sadio Doumbia und David Pel.
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| Schweizer Spieler | Gegner | Resultat / Status |
|---|---|---|
| Dominic Stricker | Casper Ruud (NOR) | 6:4, 5:7, 3:6 Ausgeschieden |
| Mika Brunold | Nuno Borges (POR) | 3:6, 1:6 Ausgeschieden |
| Stan Wawrinka | Jiří Lehečka (CZE) | 27.10., Abendspiel |
| Jérôme Kym | Arthur Rinderknech (FRA) | 27.10., Nachmittag |
| Rémy Bertola | Denis Shapovalov (CAN) | 1. Runde ausstehend |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert