FC Luzern verliert Leonardo Bertone für vier Wochen
von belmedia Redaktion Allgemein Fussball Luzern Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Super League Themen Ⳇ Verbreitung
Der FC Luzern muss einen empfindlichen Rückschlag verkraften. Mittelfeldchef Leonardo Bertone hat sich am Mittwoch im Training einen Muskelfaserriss in den Adduktoren zugezogen und fällt voraussichtlich vier Wochen aus. Der 32-Jährige fehlt den Innerschweizern damit in mehreren wichtigen Meisterschaftsspielen, darunter die Heimpartien gegen den FC Sion und die Young Boys.
Die Verletzung ereignete sich am Mittwochvormittag während einer Trainingsübung. Bertone zog mit dem Ball Richtung Tor, als Ersatzgoalie Tim Hottiger entgegenkam. Bei der anschliessenden Kollision verletzte sich der zentrale Mittelfeldspieler. Der FC Luzern bestätigte am Donnerstag, 29. Oktober 2026, die Diagnose und die voraussichtliche Ausfalldauer.
Für Trainer Jörg Portmann kommt die Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen den FC Zürich musste Luzern auf Bertone verzichten, damals wegen einer Gelbsperre. Nun fehlt der erfahrene Mittelfeldregisseur verletzungsbedingt. Nach elf Meisterschaftsrunden liegt der FCL mit zwölf Punkten auf dem achten Tabellenplatz.
Zusammenprall im Training hat schmerzhafte Folgen
Die Trainingseinheit des FC Luzern neigte sich am Mittwoch bereits dem Ende zu, als sich Bertone verletzte.
Während einer Matchsimulation bewegte sich der Mittelfeldspieler von der rechten Seite mit dem Ball in Richtung Tor. Ersatzkeeper Tim Hottiger versuchte, die Situation zu klären. Dabei prallten die beiden zusammen.
Die medizinischen Untersuchungen ergaben einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich.
Für den 32-Jährigen bedeutet dies eine Zwangspause von ungefähr einem Monat. Muskelverletzungen dieser Art erfordern eine sorgfältige Rehabilitation, damit bei der Rückkehr in den Wettkampfbetrieb kein erneuter Rückschlag entsteht.
Bertone war bisher unverzichtbar
Der Ausfall wiegt schwer, weil Bertone seit seinem Sommerwechsel vom FC Thun eine zentrale Rolle beim FC Luzern übernommen hat.
In den ersten zehn Meisterschaftspartien dieser Saison stand der erfahrene Schweizer ausnahmslos über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Insgesamt absolvierte er damit bereits 900 Super-League-Minuten.
Als zentraler Mittelfeldspieler ist Bertone für den geordneten Spielaufbau, die Verteilung der Bälle und die Stabilität vor der Abwehr verantwortlich.
Seine Erfahrung hilft besonders in schwierigen Spielsituationen. Der ehemalige YB-Profi bringt Routine aus zahlreichen nationalen und internationalen Begegnungen mit.
Portmann muss sein Mittelfeld umbauen
Trainer Jörg Portmann steht nun vor einer wichtigen personellen Entscheidung.
Bereits gegen den FC Zürich war Bertone nicht verfügbar. Damals spielte Luzern unter anderem mit Tyron Owusu, Mio Zimmermann und Lucas Ferreira im Mittelfeld.
Diese Spieler gehören auch für die kommenden Begegnungen zu den möglichen Alternativen. Denkbar ist zudem eine veränderte Aufgabenverteilung, um Bertones Qualitäten im Spielaufbau auf mehrere Schultern zu verteilen.
Die Herausforderung besteht nicht allein darin, einen Stammspieler zu ersetzen. Luzern muss auch defensiv stabiler werden.
Nach den jüngsten Niederlagen gegen Lugano und Zürich benötigt der FCL dringend wieder Punkte, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren.
Schwieriges Programm bis Ende November
Die nächsten Wochen haben es für die Innerschweizer in sich.
Am Samstag, 31. Oktober, empfängt Luzern den FC Sion. Eine Woche später gastieren die Young Boys in der Swissporarena.
Nach der Länderspielpause folgt am 22. November die Auswärtspartie beim FC Basel. Am 29. November kommt Tabellenführer Lugano nach Luzern.
Sollte Bertones Rehabilitation wie erwartet verlaufen, könnte er gegen Ende November wieder eine Option werden. Der tatsächliche Zeitpunkt hängt vom Heilungsverlauf und seiner Belastbarkeit ab.
Für den FCL steht zunächst aber die Partie gegen Sion im Mittelpunkt. Nach zwei Niederlagen in Serie braucht die Mannschaft eine sportliche Reaktion – ohne einen ihrer wichtigsten Mittelfeldspieler.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert