Jil Teichmann kämpft sich in Guangzhou in den Viertelfinal
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Jil Teichmann setzt beim WTA-250-Turnier in Guangzhou ihren erfolgreichen Comeback-Kurs fort. Die 29-jährige Schweizerin bezwingt die als Nummer sechs gesetzte Türkin Zeynep Sönmez nach einem Satzrückstand mit 4:6, 6:3, 6:1 und erreicht den Viertelfinal. Nach ihrer langen Verletzungspause ist es ein weiterer wichtiger Erfolg für die Seeländerin.
Teichmann benötigt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, insgesamt 1 Stunde und 56 Minuten für ihren Dreisatzsieg. Im ersten Durchgang gibt sie eine 4:2-Führung aus der Hand, lässt sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen. Nach einem 1:2-Rückstand im zweiten Satz übernimmt die Schweizerin zunehmend die Kontrolle und gewinnt elf der letzten 13 Games.
Bereits zum Turnierauftakt hatte Teichmann das Schweizer Duell gegen Simona Waltert mit 7:5, 6:2 gewonnen. Nun gelingt ihr gegen die Weltnummer 64 eine weitere Leistungssteigerung. Für die aktuell auf Rang 168 klassierte Linkshänderin ist es erst der zweite Viertelfinal auf WTA-Stufe in diesem Jahr.
Teichmann dreht einen schwierigen Start
Der Auftakt gegen Zeynep Sönmez verläuft zunächst vielversprechend. Teichmann findet früh ihren Rhythmus und erspielt sich im ersten Satz eine 4:2-Führung.
Doch die als Nummer sechs gesetzte Türkin reagiert entschlossen. Sönmez gewinnt vier Games in Serie und sichert sich den ersten Durchgang mit 6:4.
Für Teichmann ist dieser Rückschlag eine Bewährungsprobe. Die Schweizerin hatte nach einer längeren Wettkampfpause erst vor wenigen Wochen ihr Comeback gegeben und muss ihre Matchhärte auf der WTA-Tour wieder aufbauen.
Im zweiten Satz liegt sie mit 1:2 zurück. Danach verändert sich der Spielverlauf deutlich. Die Linkshänderin gewinnt ihre Aufschlagspiele zuverlässiger und setzt ihre Gegnerin bei deren Service zunehmend unter Druck.
Mit 6:3 erzwingt sie den Entscheidungssatz.
Im dritten Satz lässt die Schweizerin nichts anbrennen
Im letzten Durchgang spielt Teichmann ihre Erfahrung aus. Während Sönmez zunehmend Schwierigkeiten bekommt, ihre Aufschlagspiele zu verteidigen, bleibt die Schweizerin konzentriert.
Teichmann zieht davon und entscheidet den dritten Satz mit 6:1 klar für sich.
Nach 1 Stunde und 56 Minuten nutzt sie ihren ersten Matchball. Insgesamt gewinnt sie nach dem 1:2 im zweiten Durchgang elf der verbleibenden 13 Games.
Mit diesem Erfolg verbessert Teichmann auch ihre persönliche Bilanz gegen Sönmez auf zwei Siege bei einer Niederlage.
Nach Verletzungspause wieder auf Erfolgskurs
Der Viertelfinaleinzug besitzt für Teichmann eine besondere Bedeutung. Im Frühjahr hatte sie beim Turnier in Rabat den Halbfinal erreicht und damit ihre Konkurrenzfähigkeit auf WTA-Niveau unterstrichen.
Danach wurde die Saison zunehmend durch gesundheitliche Probleme beeinträchtigt.
Nach ihrem Ausscheiden in der Wimbledon-Qualifikation am 24. Juni musste sie wegen einer Verletzung am rechten Bein mehrere Monate pausieren.
Erst im Oktober kehrte Teichmann bei einem Challenger-Turnier in Italien in den Wettkampfbetrieb zurück.
Der Start in Guangzhou zeigt nun, dass die Schweizerin wieder längere und anspruchsvolle Begegnungen erfolgreich bestreiten kann.
Besonders erfreulich ist dabei der Sieg gegen eine deutlich besser klassierte Gegnerin. Zwischen Teichmann und Sönmez liegen aktuell 104 Weltranglistenpositionen.
Im Viertelfinal wartet die nächste Herausforderung
In der Runde der letzten acht trifft Teichmann entweder auf die Ungarin Anna Bondár oder auf die Spanierin Kaitlin Quevedo.
Bondár liegt auf Platz 76 der Weltrangliste, Quevedo auf Rang 86. Beide sind damit deutlich besser klassiert als die Schweizerin.
Der Viertelfinal ist für Freitag, 30. Oktober, vorgesehen.
Für Teichmann geht es neben dem sportlichen Erfolg um wertvolle Punkte für die Weltrangliste. Nach ihrer längeren Abwesenheit kann jeder Sieg dazu beitragen, den Anschluss an die Top 100 wiederherzustellen.
Dass sie in Guangzhou bereits zwei Partien gewonnen hat und dabei unterschiedliche Herausforderungen meistern musste, spricht für ihre wachsende Stabilität.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert