Miller streicht drei Spielerinnen – Schweizer WM-Kader steht fest
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Frauen-Hockey Magazine nachrichtenticker.ch Nationalmannschaft News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Nationaltrainerin Shannon Miller hat das definitive Schweizer Aufgebot für die Frauen-Eishockey-WM 2026 in Dänemark bekanntgegeben. Drei Spielerinnen müssen nach der letzten Vorbereitung das Team verlassen: Die Verteidigerinnen Alizée Aymon und Elena Gaberell sowie Stürmerin Jade Surdez wurden nicht berücksichtigt. Die Schweiz reist mit 25 Spielerinnen an die Weltmeisterschaft vom 6. bis 16. November.
Die 62-jährige Kanadierin traf ihre Entscheidung nach der Women’s Euro Hockey Tour in Schweden. Dort unterlag die Schweiz Finnland mit 0:4, Schweden mit 0:1 nach Verlängerung und Tschechien mit 2:7. Das endgültige Kader besteht aus drei Torhüterinnen, acht Verteidigerinnen und 14 Stürmerinnen.
Bereits zuvor musste die Schweiz den verletzungsbedingten Ausfall ihrer Captain Lara Stalder verkraften. Für die 32-jährige Führungsspielerin wurde Elisa Dalessi vom HC Davos nachnominiert. Die 19-Jährige gehört nun ebenso zum WM-Aufgebot wie die international erfahrenen Alina Müller, Andrea Brändli und Nicole Vallario.
Drei Spielerinnen verpassen den letzten Kaderschnitt
Die Entscheidung betrifft zwei Verteidigerinnen und eine Stürmerin. Alizée Aymon vom SC Bern, Elena Gaberell von den HC Davos Ladies und Jade Surdez vom Lausanne HC gehören nicht zum endgültigen Aufgebot.
Alle drei hatten an der letzten Vorbereitungsphase teilgenommen. Miller erklärte nach der Selektion, dass die Entscheidung schwierig gewesen sei und sämtliche Spielerinnen zur Entwicklung der Mannschaft beigetragen hätten.
Besonders für Gaberell ist das WM-Aus enttäuschend. Die Tessinerin verliert ihren Platz im Aufgebot kurz vor der Abreise nach Dänemark. Mit Nicole Vallario und Elisa Dalessi sind dennoch zwei Tessinerinnen dabei.
Stalders Verletzung verändert die Ausgangslage
Der schmerzhafteste Ausfall stand bereits vor der Kaderreduktion fest. Lara Stalder verletzte sich am 24. Oktober im Meisterschaftsspiel des EV Zug gegen Lausanne am Knie.
Die Captain fällt mehrere Wochen aus und verpasst damit das gesamte WM-Turnier.
Mit 217 Länderspielen gehört Stalder zu den erfahrensten Schweizer Nationalspielerinnen. Ihre offensive Qualität und ihre Führungsrolle fehlen der Mannschaft.
Die 19-jährige Elisa Dalessi erhält dafür die Möglichkeit, sich auf höchster internationaler Ebene zu bewähren.
Alina Müller übernimmt zusätzliche Verantwortung
Im Angriff gehört Alina Müller zu den wichtigsten Schweizer Spielerinnen. Die 28-Jährige bringt Erfahrung aus 181 Länderspielen mit und spielt in der nordamerikanischen Professional Women’s Hockey League.
Auch im Tor kann Miller auf internationale Erfahrung setzen. Andrea Brändli und Saskia Maurer gehören zum Kreis der in Nordamerika engagierten Spielerinnen.
In der Defensive kommt Nicole Vallario eine bedeutende Rolle zu. Hinzu kommen junge Spielerinnen wie Mara Frey, Nina Harju und Laure Mériguet.
Die Zusammensetzung verdeutlicht den personellen Umbruch nach dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille im Februar.
Drei Niederlagen unmittelbar vor der WM
Sportlich verlief die letzte Vorbereitung schwierig. Nach der 0:4-Niederlage gegen Finnland verloren die Schweizerinnen gegen Schweden knapp mit 0:1 nach Verlängerung.
Zum Abschluss folgte eine deutliche 2:7-Niederlage gegen Tschechien.
In drei Begegnungen gelangen lediglich zwei Schweizer Treffer. Gerade deshalb werden die verbleibenden Trainingseinheiten für die Abstimmung der Angriffsreihen wichtig.
Am Montag und Dienstag trainiert die Mannschaft noch im schwedischen Södertälje. Am Mittwoch, 4. November, reist die Delegation nach Dänemark weiter.
Neuer WM-Modus bietet Chancen und Risiken
Die Weltmeisterschaft findet erstmals in einem veränderten Format statt. Die zehn Nationen werden anhand der Weltrangliste und der letzten WM-Ergebnisse auf zwei Gruppen verteilt.
Die Schweiz spielt in Gruppe A gegen die USA, Tschechien, Österreich und Deutschland. Die besten vier Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Viertelfinals.
Die Schweiz bestreitet sämtliche Vorrundenpartien in Esbjerg. Die Viertelfinals beginnen am 13. November, die Halbfinals folgen am 15. November. Am 16. November werden die Medaillen vergeben.
Für Miller ist es die erste Weltmeisterschaft als Schweizer Nationaltrainerin. Nach Olympia-Bronze steht die Mannschaft vor der Herausforderung, ihre Position im internationalen Fraueneishockey mit einem teilweise neu formierten Kader zu behaupten.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert