Paulo Fonseca (53) verlässt Lyon und kehrt zu Sporting zurück
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball International Ligue 1 nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Themen Transfermarkt
Paulo Fonseca kehrt nach zehn Jahren im Ausland in den portugiesischen Fussball zurück. Olympique Lyon hat den Abgang des 53-jährigen Trainers am Mittwoch, 4. November 2026, offiziell bestätigt. Fonseca wechselt zu Sporting Lissabon, das für seine Verpflichtung fünf Millionen Euro bezahlt. Der Portugiese soll einen Vertrag bis Sommer 2030 unterschreiben.
Fonseca traf bereits am Dienstagabend in Lissabon ein. Dort wird er Nachfolger von Rui Borges, dessen Abschied Sporting nach einem enttäuschenden Saisonstart eingeleitet hatte. Der bisherige Trainer hinterlässt einen Klub, der in der Meisterschaft bereits neun Punkte hinter Tabellenführer FC Porto liegt.
Der Wechsel hat auch Auswirkungen auf den Schweizer Fussball. Bei Lyon verliert der Schweizer Rechtsverteidiger Zachary Athekame seinen bisherigen Förderer. Der 21-Jährige hatte sich unter Fonseca einen Stammplatz erarbeitet und mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.
Lyon bestätigt den überraschenden Abschied
Der Zeitpunkt überrascht. Olympique Lyon liegt in der französischen Ligue 1 auf dem dritten Tabellenplatz und kämpft um die Rückkehr in die Champions League.
Trotz der guten sportlichen Ausgangslage entschied sich Fonseca für den Wechsel nach Portugal. Lyon reagierte enttäuscht auf die Entscheidung, akzeptierte aber den ausdrücklichen Wunsch des Trainers.
Sein letztes Spiel für die Franzosen war der 2:0-Heimsieg gegen Angers am Sonntag. Anschliessend verabschiedete er sich emotional von seinen Spielern.
Für Lyon bedeutet der Abgang einen erheblichen Einschnitt. Der bisherige Assistent Jorge Maciel übernimmt vorübergehend die Mannschaft und betreut sie gegen Real Sociedad in der Europa League sowie gegen Brest in der Meisterschaft.
Sporting investiert Millionen in den neuen Trainer
Die Verpflichtung ist für Sporting auch finanziell bedeutend. Neben den fünf Millionen Euro Ablöse soll Fonseca nach portugiesischen Medienberichten jährlich rund drei Millionen Euro netto verdienen.
Sporting-Präsident Frederico Varandas setzt damit auf langfristige Stabilität. Fonseca bringt Erfahrungen aus mehreren europäischen Spitzenligen mit.
Nach seiner Zeit beim FC Porto und SC Braga arbeitete er unter anderem bei Shakhtar Donetsk, der AS Roma, Lille, AC Milan und Olympique Lyon.
Seine Rückkehr nach Portugal erfolgt zehn Jahre nach seinem Abschied aus Braga. Sporting gilt als Verein, zu dem Fonseca eine besondere persönliche Verbindung besitzt.
Sporting braucht in der Meisterschaft eine Wende
Die sportliche Aufgabe ist anspruchsvoll. Nach zehn Meisterschaftsrunden beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter FC Porto bereits neun Punkte.
Unter Rui Borges gewann Sporting 2025 die portugiesische Meisterschaft und den nationalen Cup. Die laufende Saison entwickelte sich allerdings weniger erfolgreich.
In der Champions League sorgte die Mannschaft zuletzt für ein positives Ergebnis. Am Dienstag gewann Sporting unter Interimstrainer Tiago Fernandes gegen Shakhtar Donetsk mit 1:0. Issa Doumbia erzielte den entscheidenden Treffer.
Fonsecas erster Einsatz auf der Trainerbank ist für das kommende Heimspiel gegen Moreirense vorgesehen.
Athekame muss sich auf einen neuen Trainer einstellen
Besonders interessant ist der Wechsel aus Schweizer Sicht.
Zachary Athekame entwickelte sich unter Fonseca zu einem wichtigen Spieler bei Olympique Lyon. Der von der AC Milan ausgeliehene Rechtsverteidiger überzeugte mit offensiven Vorstössen und regelmässigen Einsätzen.
Seine starke Entwicklung bei Olympique Lyon war eng mit dem Vertrauen seines bisherigen Trainers verbunden.
Für den Schweizer beginnt nun eine neue Phase. Er muss sich unter dem künftigen Lyon-Trainer erneut empfehlen und seine Position innerhalb der Mannschaft behaupten.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert