Zverev entgeht US-Open-Blamage – Fünfsatz-Krimi gegen Sonego
von belmedia Redaktion Amerika ATP Tour Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Alexander Zverev ist bei den US Open nur haarscharf an einem Erstrunden-Aus vorbeigeschrammt. Der topgesetzte Deutsche musste gegen Lorenzo Sonego über fünf Sätze gehen und einen 1:2-Satzrückstand drehen. Nach einem dramatischen Match im Arthur Ashe Stadium setzte sich Zverev schliesslich mit 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:5 und 6:4 durch.
Auf dem Papier war die Ausgangslage eindeutig. Zverev ging als Nummer 1 der Setzliste in die Partie, Sonego wird in der Weltrangliste deutlich tiefer geführt. Zudem hatte der Deutsche sämtliche bisherigen direkten Duelle mit dem Italiener gewonnen.
Doch von einem problemlosen Auftakt konnte in New York keine Rede sein. Sonego verlangte Zverev alles ab und brachte den grossen Favoriten zeitweise bis an den Rand des Ausscheidens.
Sonego dreht das Match
Zverev erwischte zunächst den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 6:4. Danach änderte sich die Partie allerdings deutlich. Sonego wurde mutiger, setzte den Deutschen mit seinem Aufschlag unter Druck und holte sich den zweiten Durchgang mit 6:3.
Im dritten Satz entwickelte sich ein enger Kampf ohne entscheidenden Unterschied. Die Entscheidung fiel im Tiebreak – und dort behielt Sonego mit 9:7 die Nerven.
Plötzlich lag Zverev mit 1:2 Sätzen zurück. Der erste grosse Name des Männerturniers war bereits ausgeschieden, und nun drohte auch dem topgesetzten Deutschen ein spektakuläres frühes Ende.
Zverev rettet sich in den fünften Satz
Der vierte Durchgang wurde zur entscheidenden Phase des Matches. Lange konnte sich keiner der beiden Spieler absetzen. Erst beim Stand von 5:5 gelang Zverev der entscheidende Schritt. Der Deutsche holte sich den Satz mit 7:5 und erzwang nach mehr als drei Stunden Spielzeit einen fünften Durchgang.
Dort blieb die Begegnung erneut eng. Sonego wehrte sich bis zum Schluss, doch Zverev konnte sich letztlich mit 6:4 durchsetzen und damit eine der ersten grossen Überraschungen des Turniers verhindern.
Die Zahlen unterstreichen, wie schwierig die Partie für den Favoriten war. Zverev brachte neun Asse ins Feld, leistete sich aber auch sechs Doppelfehler. Besonders auffällig war die Chancenverwertung: Von 16 Breakmöglichkeiten konnte der Deutsche lediglich drei nutzen.
Topgesetzter Zverev unter besonderem Druck
Zverev steht in New York stärker im Mittelpunkt als ursprünglich erwartet. Nachdem Jannik Sinner seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen musste, rückte der Deutsche an die Spitze der Setzliste. Sinners Ausfall hat die Ausgangslage im Männerturnier deutlich verändert.
Für Zverev bietet sich dadurch eine grosse Gelegenheit. Der 29-Jährige gewann in diesem Jahr bei Roland Garros seinen ersten Grand-Slam-Titel und erreichte anschliessend auch den Wimbledon-Final.
Sein Auftakt in Flushing Meadows zeigte allerdings, wie schnell ein Grand-Slam-Turnier eine unerwartete Wendung nehmen kann. Gegen Sonego musste der Favorit beinahe vier Stunden lang um sein Weiterkommen kämpfen.
In der zweiten Runde trifft Zverev nun auf den Franzosen Quentin Halys. Nach dem nervenaufreibenden Auftakt dürfte für den Deutschen vor allem entscheidend sein, deutlich schneller zu seinem besten Tennis zu finden.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert