Nach Kabinen-Zoff: FC Zürich löst Vertrag mit Juan José Perea auf

Juan José Perea wird nicht mehr für den FC Zürich spielen. Der Stadtklub hat den Vertrag mit dem 26-jährigen Kolumbianer nach dessen Suspendierung per sofort aufgelöst. Vorausgegangen war eine verbale Auseinandersetzung mit Trainer Marcel Koller nach dem Auswärtssieg bei Lausanne-Sport.

Damit endet Pereas Zeit beim FCZ deutlich früher als ursprünglich vorgesehen. Sein Vertrag in Zürich wäre noch bis 2028 gelaufen.

Trainer Koller bestätigte die Trennung bereits vor dem Zürcher Derby gegen GC. Nun führt auch der FC Zürich die Vertragsauflösung offiziell in seinen Klubmeldungen.

Streit nach Sieg in Lausanne führt zur Suspendierung

Auslöser für die Trennung war eine Auseinandersetzung nach dem 3:2-Auswärtssieg des FC Zürich bei Lausanne-Sport.

Perea war in dieser Partie nicht zum Einsatz gekommen. Nach dem Schlusspfiff soll der Stürmer seinen Unmut darüber deutlich zum Ausdruck gebracht und sich in der Kabine verbal mit Trainer Marcel Koller angelegt haben.

Der FCZ reagierte darauf und suspendierte den Kolumbianer bis auf Weiteres.

Bereits beim anschliessenden Heimspiel gegen die Young Boys gehörte Perea nicht mehr zum Aufgebot.

Koller bestätigte damals öffentlich, dass der Angreifer aufgrund des Vorfalls vorerst nicht mehr zur Verfügung stehe.

Nur wenige Tage später ist aus der vorläufigen Suspendierung nun die definitive Trennung geworden.

Vertrag lief eigentlich noch bis 2028

Perea war im Sommer 2024 zunächst leihweise zum FC Zürich gekommen.

Der körperlich robuste Mittelstürmer machte schnell auf sich aufmerksam und gehörte phasenweise zu den gefährlichsten Offensivspielern der Zürcher.

Später wurde er fest verpflichtet.

Insgesamt absolvierte Perea 54 Pflichtspiele für den FC Zürich und erzielte dabei neun Tore.

Sein Vertrag wäre ursprünglich noch bis Sommer 2028 gelaufen.

Nun haben sich Spieler und Klub vorzeitig getrennt.

Da Perea nach der Vertragsauflösung vereinslos ist, besitzt er bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber mehr Möglichkeiten als ein Spieler, der weiterhin vertraglich an einen Klub gebunden ist.

Koller bestätigt Einigung vor dem Derby

Die definitive Entscheidung fiel noch vor dem Zürcher Derby am Samstagabend.

Koller erklärte im TV-Interview vor der Partie, dass sich die Beteiligten geeinigt hätten und der Vertrag aufgelöst worden sei.

Sportlich musste der FCZ damit bereits gegen GC ohne den Kolumbianer planen.

Das Stadtderby endete nach einer turbulenten zweiten Halbzeit 2:2. Der FC Zürich führte zweimal, ehe Bujar Pllana in der 96. Minute für die Grasshoppers zum Ausgleich traf.

Den ausführlichen Rückblick auf die Partie gibt es im Beitrag Pllana rettet GC in der 96. Minute – 2:2 im Zürcher Derby.

Die Vertragsauflösung mit Perea sorgte rund um das Derby für zusätzlichen Gesprächsstoff.

FCZ muss Offensive neu ordnen

Für den FC Zürich bedeutet Pereas Abgang auch sportlich eine Veränderung.

Trainer Koller stehen für die Sturmposition unter anderem Philippe Kény, Damienus Reverson und weitere Offensivspieler zur Verfügung.

In den vergangenen Tagen wurde zudem über mögliches Interesse der Zürcher an zusätzlicher Verstärkung für den Angriff berichtet.

Nach sieben Meisterschaftsspielen steht der FCZ bei sieben Punkten. Die Zürcher befinden sich damit derzeit in der unteren Tabellenhälfte und konnten ihre Leistungen zu Saisonbeginn noch nicht konstant abrufen.

Neben den sportlichen Problemen musste Koller zuletzt auch mehrere personelle Rückschläge verkraften.

Selmin Hodza fällt verletzt aus, Chris Kablan musste gegen YB ebenfalls verletzt vom Platz – und nun gehört Perea definitiv nicht mehr zum Kader.

Perea kann sich neuen Klub suchen

Wie es für den 26-Jährigen weitergeht, ist noch offen.

Perea besitzt Erfahrung in mehreren europäischen Ligen. Vor seinem Engagement in Zürich spielte der Kolumbianer unter anderem in Deutschland und Griechenland.

Durch die Vertragsauflösung kann sich der Angreifer nun nach einem neuen Verein umsehen.

Für den FC Zürich ist das Kapitel dagegen abgeschlossen.

Aus einer sportlichen Unzufriedenheit nach dem Spiel in Lausanne entwickelte sich innerhalb weniger Tage eine Suspendierung – und schliesslich die vorzeitige Vertragsauflösung eines Spielers, der eigentlich noch bis 2028 an den Klub gebunden gewesen wäre.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert