Alcaraz lässt Paul keine Chance – Titelverteidiger steht im US-Open-Viertelfinal
von belmedia Redaktion Amerika ATP Tour Grand Slams Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Resultate Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Carlos Alcaraz setzt seine beeindruckende Rückkehr bei den US Open fort. Der spanische Titelverteidiger schlägt den Amerikaner Tommy Paul im Achtelfinal mit 6:4, 6:3 und 6:4 und zieht ohne Satzverlust in den Viertelfinal ein. Für Alcaraz ist es bereits der 18. Grand-Slam-Sieg in Serie.
Nach mehr als vier Monaten Verletzungspause präsentiert sich Alcaraz in New York erstaunlich schnell wieder auf höchstem Niveau. Gegen den als Nummer 20 gesetzten Paul wartet im Arthur Ashe Stadium der bislang stärkste Gegner des Turniers – doch der Spanier lässt auch diesen Test souverän aussehen.
Paul hält in allen drei Sätzen phasenweise dagegen und versucht, Alcaraz mit seinem Tempo von der Grundlinie unter Druck zu setzen. In den entscheidenden Momenten ist der Titelverteidiger jedoch stärker, nimmt dem Amerikaner jeweils den nötigen Aufschlag ab und beendet die Partie nach drei Durchgängen.
Im Viertelfinal trifft Alcaraz auf den Sieger der Partie zwischen Ben Shelton und Stefanos Tsitsipas. Dieses Achtelfinalduell steht in New York erst noch auf dem Programm.
Alcaraz holt sich den ersten Satz mit 6:4
Paul beginnt mutig und versucht früh, die Ballwechsel kurz zu halten. Der Amerikaner weiss, dass lange Grundlinienduelle gegen den enorm beweglichen Alcaraz kaum die ideale Strategie sind, und sucht deshalb immer wieder den Weg nach vorne.
Der Spanier lässt sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen. Er verteidigt stark, wechselt geschickt zwischen hohen Topspin-Bällen und schnellen Angriffen und wartet geduldig auf seine Möglichkeiten.
Ein Break reicht Alcaraz schliesslich für den ersten Satz. Mit 6:4 übernimmt der Titelverteidiger die Führung und setzt Paul damit früh unter Druck.
Für den Amerikaner ist bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass er nahezu fehlerfreies Tennis benötigt. Alcaraz wirkt bei seinem ersten wirklich grossen Belastungstest des Turniers körperlich und spielerisch stabil.
Im zweiten Satz wird Alcaraz noch stärker
Im zweiten Durchgang erhöht der Spanier das Tempo. Besonders mit der Vorhand findet Alcaraz immer häufiger die freien Winkel und zwingt Paul zu schwierigen Defensivschlägen.
Der Amerikaner kämpft weiter und wird vom heimischen Publikum unterstützt, kann den Druck aber nicht dauerhaft aufrechterhalten. Alcaraz holt sich erneut das entscheidende Break und gibt seinen Vorsprung nicht mehr aus der Hand.
Mit 6:3 geht auch der zweite Satz an den Spanier. Damit fehlt ihm nur noch ein Durchgang zum Einzug in die Runde der letzten acht.
Gerade diese Konsequenz in wichtigen Phasen zeichnet Alcaraz an diesem Abend aus. Paul erhält kaum Gelegenheit, den Spielverlauf wirklich zu drehen, weil der Titelverteidiger nach kleineren Schwächephasen sofort wieder die Kontrolle übernimmt.
Paul kämpft – doch Alcaraz macht in drei Sätzen alles klar
Im dritten Satz versucht Paul noch einmal, das Match zu verlängern. Der Amerikaner bleibt aggressiv und sucht weiterhin früh den Abschluss, doch Alcaraz hält seine Fehlerquote in den entscheidenden Momenten niedrig.
Wie bereits im ersten Satz genügt dem Spanier ein entscheidender Vorsprung. Paul kann zwar verhindern, dass das Resultat deutlich wird, bekommt aber keine echte Chance mehr auf ein Comeback.
Mit 6:4 beendet Alcaraz schliesslich den dritten Satz und damit die Partie. Das klare 6:4, 6:3, 6:4 unterstreicht, wie souverän der Titelverteidiger seinen bislang schwierigsten Gegner in New York kontrolliert.
Bereits in der vorherigen Runde hatte Alcaraz beim klaren Sieg gegen Wu Yibing seine starke Form bestätigt und das Achtelfinal gegen Tommy Paul erreicht. Nun folgt der nächste überzeugende Schritt.
Siebter Sieg in Serie gegen Tommy Paul
Das Duell mit Paul gehört mittlerweile zu den regelmässigen hochklassigen Begegnungen auf der ATP-Tour. Vor dem Spiel hatte Alcaraz sechs der bisherigen acht direkten Duelle gewonnen und war zudem in den letzten sechs Begegnungen gegen den Amerikaner ungeschlagen geblieben.
Mit dem Erfolg in New York baut der Spanier seine Bilanz gegen Paul auf 7:2 aus. Gleichzeitig ist es sein siebter Sieg in Serie gegen den 29-jährigen Amerikaner.
Paul hatte vor der Partie dennoch gute Gründe für Selbstvertrauen. In der dritten Runde hatte er Alexander Bublik nach fünf Sätzen ausgeschaltet und damit erneut gezeigt, dass er gerade auf Hartplatz zu den gefährlichsten Spielern der Tour gehört.
Gegen Alcaraz reicht das diesmal nicht. Der Spanier findet auf nahezu jede taktische Variante eine Antwort und verhindert damit auch Pauls ersten Einzug in einen US-Open-Viertelfinal.
18 Grand-Slam-Siege in Serie
Besonders bemerkenswert ist Alcaraz‘ aktuelle Serie bei den Grand-Slam-Turnieren. Bereits vor dem Achtelfinal hatte er 17 Matches in Folge auf dieser Bühne gewonnen, nun erhöht er diese Marke auf 18.
Der Lauf begann bei seinem Triumph an den US Open 2025. Anfang 2026 gewann Alcaraz anschliessend auch die Australian Open, bevor ihn eine Verletzung am rechten Handgelenk für mehr als vier Monate ausser Gefecht setzte.
Dadurch verpasste der Spanier unter anderem Roland Garros und Wimbledon. Umso bemerkenswerter ist, wie schnell er nach seiner Rückkehr wieder an sein altes Niveau anknüpfen kann.
Die US Open sind erst sein erstes Einzelturnier seit der langen Pause. Trotzdem steht Alcaraz bereits wieder unter den besten acht Spielern eines Grand-Slam-Turniers und hat im bisherigen Turnierverlauf nur einen einzigen Satz abgegeben.
Elf US-Open-Siege hintereinander
Auch seine Serie in Flushing Meadows wächst weiter. Mit dem Erfolg gegen Paul gewinnt Alcaraz sein elftes US-Open-Match in Folge.
Nach seinem Titelgewinn 2025 hat der Spanier damit auch die ersten vier Runden der diesjährigen Ausgabe erfolgreich überstanden. Seine Bilanz bei den US Open verbessert sich auf 28 Siege bei lediglich drei Niederlagen.
Insgesamt wirkt seine Rückkehr von Runde zu Runde überzeugender. Zum Auftakt schlug Alcaraz Roman Safiullin dreimal mit 6:4, gegen Jaime Faria musste er beim 4:6, 6:0, 6:3 und 6:2 seinen bislang einzigen Satzverlust hinnehmen.
Danach folgte das 6:3, 6:4, 6:1 gegen Wu Yibing. Mit dem klaren Erfolg gegen Paul hat der Spanier nun auch seinen ersten gesetzten Gegner des Turniers ausgeschaltet.
Shelton oder Tsitsipas wartet im Viertelfinal
Wer Alcaraz im Viertelfinal gegenübersteht, entscheidet sich im Duell zwischen Ben Shelton und Stefanos Tsitsipas. Der Amerikaner Shelton ist als Nummer acht gesetzt und besitzt mit seinem enormen Aufschlag gerade im Arthur Ashe Stadium eine gefährliche Waffe.
Tsitsipas wiederum verfügt über deutlich mehr Grand-Slam-Erfahrung. Der Grieche hatte sich nach schwierigen Monaten wieder stabilisiert und kämpft in New York um die Rückkehr in die absolute Weltspitze.
Für Alcaraz spielt der Name des Gegners zunächst nur eine Nebenrolle. Nach der langen Verletzungspause zählt für ihn vor allem, dass sein rechtes Handgelenk auch mehrere Matches innerhalb weniger Tage problemlos übersteht.
Der Spanier ist inzwischen nur noch drei Siege von einer erfolgreichen Titelverteidigung entfernt. Sollte ihm diese gelingen, wäre er der erste Mann seit Roger Federer 2008, der seinen US-Open-Titel erfolgreich verteidigt.
Nach dem überzeugenden 6:4, 6:3 und 6:4 gegen Tommy Paul gehört Alcaraz jedenfalls mehr denn je zu den grossen Favoriten auf den Titel in New York.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert