Frauen-Nati muss für WM-Playoff gegen Israel nach Ungarn

Der Austragungsort für das erste WM-Playoff der Schweizer Frauen-Nati gegen Israel steht fest. Das Hinspiel vom 9. Oktober findet im ungarischen Mezökövesd statt. Vier Tage später fällt im Stade de Tourbillon in Sitten die Entscheidung über den Einzug in die zweite Playoff-Runde.

Wie SRF am Donnerstag berichtet, wird Israel sein Heimspiel gegen die Schweiz in der nordungarischen Stadt Mezökövesd austragen. Der Schweizerische Fussballverband hatte bereits im August mit einer Austragung in Ungarn gerechnet, damals aber noch keinen definitiven Spielort nennen können.

Das Rückspiel steigt am Dienstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr in Sitten. Setzt sich die Mannschaft von Nationaltrainer Rafel Navarro über beide Partien durch, wartet in der zweiten Playoff-Runde der Sieger des Duells zwischen Kosovo und Österreich.

Israel empfängt die Schweiz in Mezökövesd

Damit ist gut einen Monat vor dem ersten Playoff-Spiel geklärt, wohin die Reise der Schweizerinnen führt. Mezökövesd liegt im Norden Ungarns und zählt knapp 15’000 Einwohner.

Israel hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Heimspiele ausserhalb des eigenen Landes ausgetragen. Bereits bei der Bekanntgabe des Rückspielorts hatte der SFV deshalb erklärt, dass das Hinspiel aller Voraussicht nach in Ungarn stattfinden werde.

Nun steht Mezökövesd als Austragungsort fest. Für die Schweiz beginnt der entscheidende Herbst auf dem Weg zur Weltmeisterschaft damit am 9. Oktober in Ungarn.

Schweiz mit starker Ausgangslage aus der Qualifikation

Die Schweizerinnen hatten ihre Gruppe B2 der WM-Qualifikation mit 16 Punkten vor der Türkei, Nordirland und Malta gewonnen. Damit stieg die Schweiz gleichzeitig wieder in die Liga A auf und beendete die Liga-B-Phase als bestklassiertes Team.

Israel erreichte in der Gruppe B4 hinter Schottland und Belgien den dritten Platz. Die beiden Siege gelangen gegen Luxemburg. Damit qualifizierte sich Israel erstmals für die Playoffs eines grossen Frauen-Endturniers.

Die bisherigen Direktduelle sprechen klar für die Schweiz. Viermal trafen die beiden Nationalteams bislang aufeinander, alle vier Begegnungen gewann die SFV-Auswahl. Das Torverhältnis aus diesen Spielen lautet 22:1.

Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits mehr als zwölf Jahre zurück. Im Juni 2014 gewann die Schweiz in Wohlen mit 9:0. Für die kommenden Playoffs besitzt diese Bilanz deshalb nur begrenzte Aussagekraft.

Wälti und Co. wollen den nächsten Schritt machen

Zu den wichtigsten Figuren im Schweizer Team gehört weiterhin Captain Lia Wälti. Die Mittelfeldspielerin ist nach ihrem Wechsel nach England bereits in die neue Saison gestartet und gab zuletzt ihr Pflichtspieldebüt für Brighton gegen ihren langjährigen Ex-Klub Arsenal.

Für die Nationalmannschaft geht es im Oktober um deutlich mehr. Ein Weiterkommen gegen Israel würde die Schweiz in die zweite und letzte europäische Playoff-Runde bringen.

Dort steht der nächste Gegner bereits fest: Der Sieger aus Israel gegen Schweiz trifft auf den Gewinner des Duells Kosovo gegen Österreich. Die zweite Runde wird mit Hin- und Rückspielen zwischen Ende November und Anfang Dezember ausgetragen.

Sieben direkte WM-Tickets werden vergeben

Über die beiden Playoff-Runden werden die letzten europäischen Startplätze für die Frauen-WM 2027 vergeben. Insgesamt erreichen acht Teams die zweite Runde und gewinnen dort ihr jeweiliges Duell.

Die sieben gemäss UEFA-Ranking bestklassierten Sieger der zweiten Runde qualifizieren sich direkt für die Weltmeisterschaft. Der verbleibende Sieger erhält eine weitere Chance in den interkontinentalen Playoffs im Februar 2027.

Die WM-Endrunde findet vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 in Brasilien statt. Für die Schweiz führt der Weg dorthin nun zunächst über Mezökövesd und vier Tage später über Sitten.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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