Davos feiert dritten CHL-Sieg – Servette verliert 21 Sekunden vor Schluss

Der HC Davos bleibt in der Champions Hockey League ungeschlagen. Die Bündner gewinnen beim polnischen Meister GKS Tychy mit 4:2 und feiern damit im dritten Spiel den dritten Sieg. Genève-Servette kassiert dagegen beim schwedischen Meister Skellefteå AIK durch ein Gegentor 21 Sekunden vor Schluss eine bittere 2:3-Niederlage.

Davos legte in Polen bereits im Startdrittel den Grundstein zum Erfolg. Lukas Frick und der erst 18-jährige Lars Steiner brachten den HCD mit 2:0 in Führung, ehe Filip Zadina im Mitteldrittel auf den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gastgeber antwortete.

Servette erlebte derweil in Nordschweden einen dramatischen Abend. Die Genfer gingen früh durch Vincent Praplan in Führung, kämpften sich im Schlussdrittel nach einem 1:2-Rückstand nochmals zurück – und wurden unmittelbar vor der Verlängerung doch noch bezwungen.

Frick und Steiner bringen Davos früh auf Kurs

Der HCD erwischte beim polnischen Meister den besseren Start. In der 8. Minute traf Verteidiger Lukas Frick nach Zuspiel von Frédéric Allard zum 1:0.

Noch vor der ersten Pause erhöhte Lars Steiner. Der junge Schweizer reagierte in der 18. Minute nach einem Abpraller am schnellsten und schob den Puck zum 2:0 über die Linie. Ken Jäger und Guus van der Kaaij erhielten die Assists.

Damit bestätigte Davos zunächst seine Favoritenrolle. Bereits vor dem Spiel in Tychy hatte der HCD nach seinen beiden erfolgreichen Heimauftritten den dritten CHL-Sieg ins Visier genommen.

Ganz problemlos verlief der Abend für die Mannschaft von Trainer Josh Holden allerdings nicht.

Tychy kommt zweimal heran

In der 28. Minute nutzte Bartlomiej Pociecha eine Überzahlsituation der Polen und verkürzte auf 1:2.

Davos reagierte nur gut fünf Minuten später. Filip Zadina traf seinerseits im Powerplay zum 3:1. Ken Jäger und Dominik Egli bereiteten den Treffer des tschechischen Stürmers in der 33. Minute vor.

Im Schlussdrittel erhöhte Tychy den Druck. HCD-Torhüter Luca Hollenstein hielt sein Team mit mehreren Paraden auf Kurs und wehrte insgesamt 25 der 27 Schüsse auf sein Tor ab.

Neun Sekunden vor Schluss wurde es trotzdem nochmals spannend. Jakub Janik lenkte einen Schuss von Pociecha zum 2:3 ab.

Die Hoffnung der Polen hielt allerdings nur sieben Sekunden.

Nach dem folgenden Bully gelangte der Puck zu Rasmus Asplund, der zwei Sekunden vor der Sirene ins verlassene Tor zum 4:2-Endstand traf.

Die Tore:

7:24 Lukas Frick – 0:1

17:26 Lars Steiner – 0:2

27:32 Bartlomiej Pociecha – 1:2

32:48 Filip Zadina – 1:3

59:51 Jakub Janik – 2:3

59:58 Rasmus Asplund – 2:4

Servette erwischt in Schweden einen Traumstart

Auch Genève-Servette startete bei Skellefteå stark.

Bereits nach 2:12 Minuten brachte Vincent Praplan die Grenat in Führung. Marco Miranda und Simon Le Coultre bereiteten den Treffer vor.

Danach übernahm der schwedische Meister jedoch zunehmend die Kontrolle.

Oscar Lindberg erzielte in der 18. Minute den Ausgleich. Nur 92 Sekunden später drehte Hudson Fasching die Partie und brachte Skellefteå mit 2:1 in Führung.

Servette musste damit trotz des frühen Führungstreffers mit einem Rückstand in die erste Pause.

Ignatavicius gleicht aus – dann folgt der späte Schock

Im Mitteldrittel fiel kein Treffer. Servette-Goalie Stéphane Charlin hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel.

In der 49. Minute wurden die Genfer für ihre Geduld belohnt.

Nach einem Scheibenverlust der Schweden entstand eine Überzahlsituation. Captain Noah Rod legte für Simas Ignatavicius auf, der zum 2:2 traf.

Alles deutete nun auf eine Verlängerung hin.

Skellefteå setzte Servette in den letzten Minuten jedoch nochmals unter Druck. Charlin konnte zunächst einen Abschluss von Rickard Hugg parieren, doch der Abpraller landete bei Arvid Lundberg.

Der Verteidiger traf bei 59:39 zum 3:2.

Servette blieben damit nur noch 21 Sekunden für eine Reaktion. Die Genfer konnten nicht mehr ausgleichen und mussten nach zwei Siegen zum Auftakt ihre erste Niederlage der laufenden CHL-Saison hinnehmen.

Neuauflage des Finals endet diesmal für Skellefteå

Das Duell hatte eine besondere Vorgeschichte. Im Februar 2024 standen sich Servette und Skellefteå im Final der Champions Hockey League gegenüber.

Damals gewannen die Genfer in den ausverkauften Vernets mit 3:2 und holten als erster Schweizer Klub überhaupt den europäischen Titel.

Diesmal lautete das Resultat ebenfalls 3:2 – allerdings zugunsten der Schweden.

Nach drei Spielen bleibt Servette bei sechs Punkten. Davos steht dank zwei Siegen nach regulärer Spielzeit und seinem Auftakterfolg nach Verlängerung bei acht Punkten.

Am Samstag wartet bereits die nächste Runde

Für beide Schweizer Teams geht die Champions Hockey League bereits am Samstag weiter.

Davos reist von Polen nach Schweden und bekommt es auswärts mit Skellefteå zu tun. Damit wartet auf den weiterhin ungeschlagenen HCD genau jene Mannschaft, die Servette am Donnerstagabend in letzter Minute bezwungen hat.

Anpfiff in Skellefteå ist um 14.30 Uhr.

Genève-Servette reist dagegen weiter nach Polen. Die Mannschaft von Sam Hallam trifft um 18.00 Uhr auf GKS Tychy.

Damit tauschen die beiden Schweizer Vertreter gewissermassen ihre Gegner. Davos kann mit einem weiteren Erfolg einen grossen Schritt Richtung K.-o.-Phase machen, während Servette nach der bitteren Niederlage in Schweden unmittelbar die Gelegenheit zur Reaktion erhält.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert