Zug will in Langnau reagieren – Tigers unter Druck
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Zug Ⳇ Verbreitung
Der EV Zug reist am Freitagabend mit einer starken Frühform ins Emmental. Nach zwei klaren Siegen und der ersten Saisonniederlage nach Verlängerung steht das Team von Lauri Marjamäki bei sieben Punkten aus drei Spielen und auf Rang 3. Die SCL Tigers dagegen haben nach vier Partien erst zwei Punkte gesammelt und benötigen vor eigenem Publikum dringend ein Erfolgserlebnis.
Die statistische Ausgangslage ist deutlich: Zug hat in drei Meisterschaftsspielen 13 Tore erzielt und nur fünf Gegentreffer kassiert. Langnau steht nach vier Partien bei 11:16 Toren. Trotzdem waren die Tigers mehrfach näher an Punkten, als die Resultate vermuten lassen – gegen die ZSC Lions verloren sie nur 3:4, in Biel gelang ein 4:3 nach Penaltyschiessen.
Für Zug ist die Partie gleichzeitig die erste Reaktion auf das 2:3 nach Verlängerung in Lugano. Die Zentralschweizer führten dort zweimal, mussten sich aber nach dem Ausgleich im Schlussdrittel und dem Treffer von David Aebischer nach 61:28 Minuten geschlagen geben. Unseren Spielbericht zum Overtime-Krimi in Lugano gibt es hier.
Zug startete mit zwei Machtdemonstrationen
Der EVZ ist ausgesprochen überzeugend in die Saison gestartet. Zum Auftakt gewann Zug auswärts bei Lausanne mit 5:0. Leonardo Genoni hielt dabei 31 Schüsse und feierte direkt einen Shutout.
Vier Tage später folgte in Davos ein 6:2. Besonders Tomáš Tatar setzte dort ein Ausrufezeichen: Der Slowake erzielte vier Treffer und führte die Zuger Offensive praktisch im Alleingang an.
Nach zwei Spielen stand der EVZ damit bei einem Torverhältnis von 11:2 und dem Punktemaximum. Auch in Lugano war Zug konkurrenzfähig, nahm trotz der ersten Niederlage noch einen Punkt mit.
Mit 13:5 Toren besitzt Zug nach drei Partien aktuell gemeinsam mit den ZSC Lions die beste Tordifferenz der Liga.
Langnau kämpft gegen einen schwierigen Saisonstart
Bei den SCL Tigers sieht die Ausgangslage anders aus. Der Saisonauftakt in Davos ging mit 1:4 verloren, anschliessend folgte zuhause ein knappes 3:4 gegen die ZSC Lions.
Den bisher einzigen Erfolg feierten die Emmentaler in Biel. Dort setzten sie sich nach Penaltyschiessen mit 4:3 durch.
Am Dienstag gegen Lausanne geriet Langnau zunächst deutlich ins Hintertreffen. Nach zwei Dritteln stand es 0:4. Im Schlussabschnitt reagierten die Tigers jedoch energisch.
Hannes Björninen verkürzte bereits 16 Sekunden nach Wiederbeginn im Powerplay. Julian Schmutz stellte in der 46. Minute auf 2:4, Jonathan Dahlén traf später zum 3:5. Für eine vollständige Wende reichte es nicht mehr.
Gerade dieser Schlussabschnitt dürfte Trainer Thierry Paterlini dennoch Ansatzpunkte für das Zug-Spiel liefern.
Vorbereitungsspiel ging knapp an Zug
Die beiden Mannschaften kennen sich bereits aus der Vorbereitung.
Am 10. September gastierte der EV Zug ebenfalls in Langnau und gewann mit 3:2. Die Tigers lagen damals zunächst 0:2 zurück, kämpften sich zum 2:2 zurück und mussten anschliessend doch noch den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen.
Ein Testspiel lässt sich nicht direkt auf die Meisterschaft übertragen. Es zeigte aber, dass Langnau Zug durchaus beschäftigen kann.
Für die Tigers wird entscheidend sein, diesmal von Beginn an stabil zu stehen. Gegen Lausanne gerieten sie innerhalb von 24 Sekunden von 0:1 auf 0:3 zurück – gegen die offensive Qualität des EVZ wäre eine ähnliche Phase kaum zu korrigieren.
EVZ mit viel offensiver Qualität
Zug verteilt seine Produktion bislang auf mehrere Linien. Neben Tatar haben auch Vinzenz Rohrer, Jan Kovar, Sven Senteler und Andreas Wingerli bereits wichtige Beiträge geliefert.
Rohrer erzielte beim 5:0 in Lausanne zwei Treffer und bereitete auch in Davos mehrere Tore vor. Kovar überzeugt erneut als Spielmacher, während Senteler zuletzt in Lugano sogar in Unterzahl traf.
Hinzu kommt Genoni als stabiler Rückhalt. Das macht Zug besonders schwer auszurechnen.
Langnau muss deshalb versuchen, die Partie möglichst lange eng zu halten und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.
Für die Tigers folgt gleich der nächste schwere Test
Das Programm macht die Aufgabe zusätzlich anspruchsvoll.
Keine 24 Stunden nach dem Heimspiel gegen Zug reisen die Tigers am Samstag nach Fribourg zu Gottéron. Danach folgt am Dienstag bereits das nächste Heimspiel gegen Lugano.
Punkte gegen Zug wären deshalb nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern auch für das Selbstvertrauen vor diesem intensiven Block.
Der EVZ wiederum möchte verhindern, dass aus der ersten Niederlage eine kleine Serie wird. Mit einem Sieg in Langnau könnten die Zentralschweizer ihren starken Saisonstart unmittelbar bestätigen.
- EV Zug: 3 Spiele, 7 Punkte, 13:5 Tore und Rang 3.
- SCL Tigers: 4 Spiele, 2 Punkte, 11:16 Tore und aktuell Rang 14.
- Zug gewann die ersten beiden Meisterschaftsspiele mit insgesamt 11:2 Toren.
- Das Vorbereitungsspiel vom 10. September gewann der EVZ in Langnau knapp mit 3:2.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert