Saisonende für Simon Ryfors – schwerer Schlag für Davos

Schwerer Rückschlag für den HC Davos: Simon Ryfors fällt für den Rest der Saison 2026/27 aus. Der 29-jährige Schwede hat sich beim Spiel gegen Fribourg-Gottéron einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskusverletzung im Knie zugezogen. Damit verliert der HCD einen seiner wichtigsten Offensivspieler bereits nach wenigen Meisterschaftsrunden.

Ryfors verletzte sich am Dienstag bei der 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Fribourg-Gottéron. Nach einem Check seines schwedischen Landsmanns Marcus Sörensen musste der Davoser Stürmer das Eis verletzt verlassen. Untersuchungen brachten nun die schwerwiegende Diagnose. Eine Rückkehr in dieser Saison ist nicht mehr möglich.

Für Davos kommt der Ausfall in einer ohnehin schwierigen Phase. Die Bündner haben nach vier Meisterschaftsspielen erst einen Sieg gefeiert und müssen bereits rund sechs Wochen auf Verteidiger Nico Gross verzichten. Auf den Ausfall von Gross reagierte der HCD mit der Verpflichtung von Martin Gernát. Der langfristige Verlust von Ryfors trifft nun zusätzlich die Offensive.

Verletzung gegen Gottéron

Die folgenschwere Szene ereignete sich am Dienstag in der Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals. Ryfors wurde von Sörensen gegen die Bande gecheckt und konnte die Partie danach nicht fortsetzen.

Zunächst war unklar, wie schwer sich der Schwede verletzt hatte. Die medizinischen Untersuchungen ergaben nun einen Kreuzbandriss und eine Verletzung des Meniskus. Damit ist die Saison für Ryfors bereits im September beendet.

Für den 29-Jährigen beginnt nun eine lange Rehabilitation. Einen konkreten Zeitplan über die Saison hinaus gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

45 Punkte in der vergangenen Saison

Wie schwer der Ausfall sportlich wiegt, zeigt ein Blick auf die vergangene Spielzeit. Ryfors erzielte in der Saison 2025/26 insgesamt 45 Skorerpunkte und gehörte damit zu den wichtigsten Offensivspielern der Bündner.

Auch in der noch jungen laufenden Meisterschaft hatte er bereits zweimal getroffen. Beim 2:5 in Bern erzielte Ryfors einen Treffer in doppelter Überzahl, beim 2:6 gegen Zug war er ebenfalls im Powerplay erfolgreich.

Der Center ist nicht nur wegen seiner Skorerqualitäten wichtig. Er kann in verschiedenen offensiven Situationen eingesetzt werden und übernimmt eine bedeutende Rolle in den Special Teams.

Diese Minuten muss Trainer Josh Holden nun auf andere Spieler verteilen.

Davos bereits mit mehreren Ausfällen

Besonders bitter ist die Nachricht aufgrund der aktuellen Personalsituation.

Mit Nico Gross fehlt bereits ein wichtiger Verteidiger. Der 26-Jährige zog sich eine Teilverletzung des Innenbands im Knie zu und muss voraussichtlich rund sechs Wochen pausieren.

Davos reagierte darauf mit der Verpflichtung des erfahrenen slowakischen Verteidigers Martin Gernát. Der 33-Jährige erhielt einen Vertrag bis zum Ende der Saison und könnte bereits beim nächsten Meisterschaftsspiel eingesetzt werden, sofern sämtliche administrativen Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Ryfors-Ausfall stellt Sportchef Jan Alston und Holden nun vor ein anderes Problem. Gernát verstärkt die Defensive, während im Angriff einer der vorgesehenen Leistungsträger langfristig wegbricht.

Offensive muss neu organisiert werden

Der HCD befindet sich ohnehin in einem offensiven Umbau. Nach der vergangenen Saison verliessen unter anderem Matej Stransky, Simon Knak, Rico Gredig und Chris Egli den Klub.

Mit Ken Jäger und weiteren Neuzugängen wurden neue Kräfte eingebaut. Ryfors sollte dabei eine der Konstanten im Angriff bleiben und nach seinen 45 Punkten aus der Vorsaison erneut eine tragende Rolle übernehmen.

Nun müssen andere Spieler zusätzliche Verantwortung übernehmen. Gerade im Powerplay verliert Davos mit Ryfors einen Spieler, der in der laufenden Saison bereits zweimal in Überzahl getroffen hat.

Die nächsten Wochen werden deshalb zeigen, ob der HCD den langfristigen Ausfall intern auffangen kann oder ob die sportliche Führung auch für den Angriff nochmals auf dem Transfermarkt aktiv wird.

Enges Programm wartet auf den HCD

Viel Zeit für Anpassungen bleibt nicht. Davos steht unmittelbar vor weiteren wichtigen Meisterschaftsspielen.

Am Freitag treten die Bündner bei den Rapperswil-Jona Lakers an. Beide Teams sind mit vier Punkten aus den ersten vier Partien gestartet und wollen den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze herstellen.

Bereits am Samstag folgt für Davos das Heimspiel gegen den Lausanne HC. Holden muss seine Linien damit kurzfristig ohne Ryfors neu zusammenstellen.

Nach nur vier absolvierten Meisterschaftspartien steht bereits fest, dass der HCD den gesamten weiteren Saisonverlauf ohne einen seiner wichtigsten Offensivspieler bestreiten muss.

🏆 DAS BEDEUTET DER RYFORS-AUSFALL

  • Simon Ryfors fällt mit Kreuzbandriss und Meniskusverletzung für den Rest der Saison 2026/27 aus.
  • Der Schwede sammelte in der vergangenen Saison 45 Skorerpunkte für den HC Davos.
  • In der laufenden Meisterschaft erzielte er bereits zwei Powerplay-Tore.
  • Mit Nico Gross fehlt dem HCD gleichzeitig ein weiterer wichtiger Spieler für voraussichtlich rund sechs Wochen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert