Ajoie verliert Jeremi Gerber für bis zu drei Monate
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Genf Jura Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der HC Ajoie muss mehrere Wochen auf Jeremi Gerber verzichten. Der 26-jährige Schweizer Stürmer hat sich im Spiel bei Genève-Servette am Unterkörper verletzt und fällt nach Angaben des Klubs voraussichtlich acht bis zwölf Wochen aus. Für die Jurassier ist das ein empfindlicher Rückschlag, denn Gerber war erst im Sommer vom Schweizer Meister Fribourg-Gottéron nach Porrentruy gewechselt.
Gerber bestritt bislang erst zwei Meisterschaftsspiele für seinen neuen Klub. Die Verletzung zog er sich beim 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen in Genf zu. Dort feierte Ajoie seinen ersten Saisonsieg und bestätigte den deutlich verbesserten Eindruck der ersten Wochen, musste diesen Erfolg nun aber mit einem längerfristigen Ausfall bezahlen.
Besonders bitter ist der Zeitpunkt, weil Gerber im neuen Ajoie-Kader nicht nur als Ergänzung vorgesehen ist. In unserer Saisonvorschau zum grossen Neustart beim HC Ajoie gehörte der frühere Gottéron-Stürmer bereits zum erweiterten Führungskreis. Nun muss Trainer Ville Peltonen für einen beträchtlichen Teil des Herbstes ohne ihn planen.
Verletzung beim Sieg in Genf
Gerber wurde am vergangenen Freitag im Auswärtsspiel bei Genève-Servette verletzt. Ajoie gewann die Partie nach Penaltyschiessen mit 4:3 und holte damit nach dem 2:3 nach Penaltyschiessen gegen Ambrì den ersten Sieg der neuen Meisterschaft.
Die medizinischen Untersuchungen ergaben anschliessend eine Unterkörperverletzung. Der Klub beziffert die erwartete Ausfallzeit auf acht bis zwölf Wochen.
Damit dürfte Gerber frühestens im Verlauf des Novembers wieder zum Thema werden. Bei einer Rehabilitation am oberen Ende dieser Prognose könnte sich die Rückkehr sogar bis in den Dezember verschieben.
Gerber kam als Schweizer Meister nach Ajoie
Der Transfer in den Jura war für Gerber im Sommer ein Neustart.
Der Emmentaler spielte zuvor zwei Jahre für Fribourg-Gottéron und gewann mit den Drachen im vergangenen Frühjahr den ersten Schweizer Meistertitel der Klubgeschichte.
Gerber war dabei gerade in den Playoffs wertvoll. In der Meisterrunde steigerte er seine Produktion deutlich und erzielte im sechsten Finalspiel gegen Davos in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 2:1. Dieser Sieg erzwang damals ein siebtes Finalspiel.
In der Qualifikation 2025/26 kam Gerber in 43 Partien auf zwei Tore und vier Assists. In den Playoffs sammelte er nochmals mehrere wichtige Skorerpunkte und überzeugte vor allem mit Intensität, Einsatz und seiner Arbeit ohne Scheibe.
Ajoie verliert einen wichtigen Schweizer Stürmer
Genau diese Qualitäten waren für den neuen Ajoie-Kader wertvoll.
Die Jurassier haben ihre Importpositionen im Sommer deutlich verstärkt, gleichzeitig bleibt die Breite bei den Schweizer Spielern einer der wichtigsten Faktoren für die gesamte Saison.
Gerber bringt National-League-Erfahrung aus Bern, Lugano und Fribourg mit und kann auf beiden Flügelpositionen eingesetzt werden. Zudem gehört er zu jenen Spielern, die auch in einer defensiveren oder körperlich intensiven Rolle eingesetzt werden können.
Ein Ausfall von bis zu drei Monaten lässt sich deshalb nicht allein mit einer Umstellung der Linien kompensieren.
Auch Tim Horak fehlt weiterhin
Peltonen muss derzeit auf einen weiteren Schweizer Spieler verzichten.
Verteidiger Tim Horak fällt wegen einer Unterkörperverletzung noch rund ein bis zwei Wochen aus. Der 21-Jährige hat in dieser Saison bislang noch kein Meisterschaftsspiel bestritten.
Bei ihm zeichnet sich allerdings eine deutlich schnellere Rückkehr ab als bei Gerber.
Für Ajoie ist das insofern wichtig, weil das Team in den ersten Wochen zwar deutlich konkurrenzfähiger auftritt als in den vergangenen Jahren, der Kader aber weiterhin weniger Tiefe besitzt als viele direkte Konkurrenten.
Positiver Saisonstart trotz schwieriger Ausgangslage
Sportlich hat Ajoie bisher durchaus überzeugt.
Nach dem Punktgewinn gegen Ambrì folgte der Sieg in Genf. Anschliessend gewann das Team auch gegen Kloten nach Verlängerung und hielt zuletzt beim 2:4 gegen die ZSC Lions lange mit dem verlustpunktlosen Leader mit.
Gerade diese Resultate zeigen, dass der Umbruch unter Peltonen erste Wirkung entfaltet.
Umso wichtiger wird nun sein, den Ausfall von Gerber kollektiv aufzufangen und die Fortschritte nicht durch eine wachsende Verletztenliste wieder einzubüssen.
- Verletzung: Unterkörperverletzung aus dem Auswärtsspiel bei Genève-Servette.
- Ausfallzeit: voraussichtlich acht bis zwölf Wochen.
- Gerber wechselte im Sommer als Schweizer Meister von Fribourg-Gottéron zum HC Ajoie.
- In der Qualifikation 2025/26 kam er für Gottéron in 43 Spielen auf 2 Tore und 4 Assists.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert