Girrbach vor grossem Test in St Andrews – wichtige Punkte im Kampf um Tourkarte

Joel Girrbach steht ab Donnerstag beim traditionsreichen Alfred Dunhill Links Championship in Schottland am Abschlag. Der Thurgauer trifft auf dem Old Course in St Andrews sowie in Carnoustie und Kingsbarns auf ein stark besetztes Feld mit zahlreichen Major-Siegern und Ryder-Cup-Stars. Für Girrbach geht es dabei nicht nur um Prestige, sondern auch um wichtige Punkte im Kampf um die volle Spielberechtigung für die Saison 2027.

Girrbach reist als aktuelle Nummer 91 im Race to Dubai nach Schottland. Der 33-Jährige hat in dieser Saison 28 Turniere bestritten und 527 Punkte gesammelt. Zuletzt zeigte seine Formkurve mehrfach nach oben: Beim Omega European Masters in Crans-Montana wurde er geteilter Neunter und verbesserte damit seine Ausgangslage im Saisonendspurt deutlich.

Das Turnier in Schottland gehört zu den besonderen Wochen auf der DP World Tour. Gespielt wird über drei verschiedene Links-Plätze, ehe die Entscheidung am Sonntag auf dem Old Course in St Andrews fällt. Girrbach trifft dabei unter anderem auf Titelverteidiger Robert MacIntyre, Tyrrell Hatton, Tommy Fleetwood, Justin Rose, Matt Fitzpatrick, Brooks Koepka, Bubba Watson und Cameron Smith. Bereits beim European Masters in Crans-Montana überzeugte Girrbach mit einem starken neunten Rang.

Drei Plätze, ein besonderes Format

Das Alfred Dunhill Links Championship feiert 2026 seine 25. Austragung und gehört zu den ungewöhnlichsten Turnieren der DP World Tour.

Die Profis spielen ihre ersten drei Runden auf dem Old Course in St Andrews, in Carnoustie und in Kingsbarns. Erst danach wird der Cut gezogen. Die Finalrunde findet anschliessend auf dem historischen Old Course statt.

Zusätzlich zur Einzelwertung gibt es einen Pro-Am-Wettbewerb. Insgesamt stehen 168 Profis und ebenso viele Amateure im Feld.

Girrbach braucht weiter Punkte

Für Girrbach hat die Woche auch grosse sportliche Bedeutung.

Der Schweizer liegt aktuell auf Rang 91 im Race to Dubai. In den kommenden Wochen geht es darum, sich die bestmögliche Position für die Tourkarte 2027 zu sichern.

Der neunte Platz beim European Masters war dafür ein wichtiger Schritt. Girrbach spielte in Crans-Montana eine starke Schlussrunde von 65 Schlägen und beendete das Turnier bei 15 unter Par.

Der Thurgauer rückte damit damals auf Platz 92 der Jahreswertung vor. Seither hat er sich nochmals leicht verbessert und wird aktuell auf Rang 91 geführt.

Starkes Feld in St Andrews

Ein Topresultat wird allerdings schwierig.

Titelverteidiger Robert MacIntyre führt eine starke schottische Gruppe an. Tyrrell Hatton könnte mit einem vierten Sieg bei diesem Turnier Geschichte schreiben.

Auch zahlreiche Major-Champions sind am Start. Brooks Koepka, Justin Rose, Matt Fitzpatrick, Francesco Molinari, Bubba Watson und Cameron Smith gehören zu den bekanntesten Namen.

Tommy Fleetwood und Sepp Straka komplettieren eine Reihe von Spielern mit Ryder-Cup-Erfahrung.

Back 9 wird immer wichtiger

Das Turnier gehört zur sogenannten Back-9-Phase der DP World Tour.

Damit nimmt der Druck auf Spieler ausserhalb der Spitzenplätze im Race to Dubai zu. Je näher das Saisonende rückt, desto wertvoller werden gute Resultate für die Tourkarte und die Qualifikation für die abschliessenden Playoffs.

Für Girrbach bedeutet das: Jeder geschaffte Cut und jeder Vorstoss in die vorderen Ränge kann seine Ausgangslage für 2027 verbessern.

Nach seinem starken Heimturnier in Crans-Montana hat der Schweizer bewiesen, dass er auch in prominent besetzten Feldern mithalten kann. In St Andrews wartet nun der nächste grosse Test.

⛳ GIRRBACHS AUSGANGSLAGE

  • Joel Girrbach liegt aktuell auf Rang 91 im Race to Dubai.
  • Der Schweizer hat in dieser Saison 28 DP-World-Tour-Turniere bestritten und 527 Punkte gesammelt.
  • Beim Omega European Masters in Crans-Montana wurde er geteilter Neunter.
  • Das Alfred Dunhill Links Championship wird vom 1. bis 4. Oktober in St Andrews, Carnoustie und Kingsbarns gespielt.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert