Von Burg bleibt beim SCB – Vertrag bis 2030

Christof von Burg bleibt langfristig beim SC Bern. Der 25-jährige Schweizer Torhüter hat seinen ursprünglich 2027 auslaufenden Vertrag nach übereinstimmenden Medienberichten vorzeitig um drei Jahre bis 2030 verlängert. Damit setzt sich der SCB im Werben um den begehrten Goalie durch und nimmt ihn vorerst vom Transfermarkt.

Die Verlängerung ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil von Burg zuletzt bei mehreren National-League-Klubs auf Interesse gestossen war. Der EHC Biel beschäftigte sich intensiv mit dem Schweizer und suchte nach einer langfristigen Lösung für die Zeit nach Harri Säteri. Auch Ambri hatte die Situation beobachtet. Noch vor einer Woche berichtete swisshockey.ch über das konkrete Interesse von Biel und Ambri an Christof von Burg. Nun hat sich der Torhüter für einen langfristigen Verbleib in Bern entschieden.

Sportlich hat von Burg in dieser Saison erstmals in der National League nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Beim 4:1-Auswärtssieg des SCB in Kloten überzeugte er bei seinem ersten NL-Einsatz für die Berner, danach stand er auch beim 2:5 gegen Fribourg-Gottéron im Tor. Seine Entwicklung und die Nachfrage auf dem Markt haben den SCB dazu bewogen, frühzeitig Nägel mit Köpfen zu machen.

SCB sichert sich von Burg langfristig

Von Burg war bereits im Dezember 2024 vom damaligen Swiss-League-Klub Winterthur verpflichtet worden. Im Februar 2025 stiess er mittels B-Lizenz früher als ursprünglich vorgesehen zum SC Bern. Seine Ausbildung hatte der 1,88 Meter grosse Torhüter zu einem beträchtlichen Teil in Schweden absolviert.

Die vergangene Saison verlief für ihn allerdings ungewöhnlich. In der National League kam er für Bern noch nicht zum Einsatz und sammelte stattdessen Spielpraxis in der Swiss League. Trotzdem blieb sein Potenzial innerhalb der Liga nicht unbemerkt.

Mit seinen ersten Einsätzen in der höchsten Schweizer Spielklasse änderte sich die Ausgangslage nochmals deutlich. Von Burg zeigte, dass er auch auf National-League-Niveau bestehen kann. Insbesondere sein Auftritt beim 4:1 in Kloten sorgte für Aufmerksamkeit.

Biel muss sich neu orientieren

Für den EHC Biel ist die Berner Vertragsverlängerung eine klare Absage auf dem Goalietransfermarkt. Die Seeländer hatten von Burg als Kandidaten für ihre zukünftige Nummer eins ins Auge gefasst.

Damit dürfte ein anderer Schweizer Torhüter wieder stärker in den Fokus rücken. Philip Wüthrich von Ambri-Piotta wurde ebenfalls mit Biel in Verbindung gebracht. Sein Vertrag in der Leventina läuft nach der laufenden Saison aus.

Bern hat dagegen auf der wichtigsten Position früh Planungssicherheit geschaffen. Von Burg ist nun bis 2030 gebunden. Connor Hughes, der im Sommer von Lausanne zum SCB wechselte, besitzt nach Medienberichten sogar einen Vertrag bis 2031.

Ein stark besetztes Goalie-Duo für Bern

Damit verfügen die Berner langfristig über zwei Torhüter mit unterschiedlichen Profilen. Hughes bringt bereits grosse Erfahrung aus der National League mit, während von Burg trotz seines Alters von 25 Jahren erst am Anfang seiner Karriere in der höchsten Schweizer Liga steht.

Für von Burg bedeutet die Verlängerung gleichzeitig ein Vertrauensbeweis. Statt einen Klub zu wählen, bei dem ihm möglicherweise sofort die Rolle der Nummer eins angeboten worden wäre, entscheidet er sich für den Konkurrenzkampf in Bern.

Wie sich die Einsatzzeiten zwischen Hughes und von Burg entwickeln, wird deshalb zu einem interessanten Thema der kommenden Monate. Klar ist dagegen bereits jetzt: Ein ablösefreier Abgang von Burgs im kommenden Frühjahr ist vom Tisch.

🏆 SCB KLÄRT DIE GOALIE-ZUKUNFT

  • Bis 2030: Christof von Burg verlängert seinen ursprünglich 2027 auslaufenden Vertrag um drei Jahre.
  • 25 Jahre: Der Schweizer Torhüter wurde am 8. Dezember 2000 geboren.
  • Nummer 50: Von Burg trägt beim SC Bern die Rückennummer 50.
  • Langfristige Planung: Auch Connor Hughes ist in Bern über mehrere Jahre gebunden.
📊NATIONAL LEAGUE 2026/27
Offizieller Tabellenstand vor Abschluss der Partie SC Bern – Genève-Servette vom 2. Oktober. Dieses Spiel ist noch nicht eingerechnet.
Team Sp. Tore Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 7 31:16 +15 21
2. Genève-Servette HC 8 25:24 +1 13
3. SCL Tigers 8 28:27 +1 12
4. Fribourg-Gottéron 7 22:19 +3 11
5. HC Ambri-Piotta 8 23:29 -6 11
6. HC Ajoie 7 22:20 +2 11
7. EV Zug 5 21:12 +9 10
8. HC Davos 7 18:19 -1 10
9. Rapperswil-Jona Lakers 7 21:27 -6 9
10. Lausanne HC 7 19:25 -6 8
11. EHC Biel-Bienne 6 19:18 +1 7
12. SC Bern 5 16:16 0 7
13. EHC Kloten 7 15:26 -11 6
14. HC Lugano 5 17:19 -2 5

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert