Boqvist entscheidet sein Debüt – Servette dreht 0:2 gegen Langnau

Genève-Servette feiert am Freitagabend, 16. Oktober 2026, einen spektakulären 4:2-Heimsieg gegen die SCL Tigers. Die Genfer liegen nach dem Startdrittel mit 0:2 zurück, drehen die Partie aber mit drei Toren im Schlussabschnitt. Neuzugang Adam Boqvist erzielt bei seinem ersten Einsatz für Servette den entscheidenden Treffer.

Matteo Wagner und Jonathan Dahlén bringen Langnau im ersten Drittel in Führung. Jan Rutta verkürzt im Mittelabschnitt, ehe Tim Bozon in der 52. Minute ausgleicht. Nur 161 Sekunden später trifft Boqvist zum 3:2. Jimmy Vesey entscheidet die Begegnung mit einem Treffer ins leere Tor.

Vor 5’648 Zuschauern in den Vernets gewinnt Genève-Servette zum vierten Mal hintereinander und festigt mit 24 Punkten Rang zwei der National League. Die SCL Tigers bleiben mit 19 Zählern in der Spitzengruppe. Beide Mannschaften stehen bereits am Samstag erneut im Einsatz: Genf reist nach Ambri, Langnau empfängt den SC Bern.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Genève-Servette – SCL Tigers 4:2 (0:2, 1:0, 3:0)
Genfer Tore: Rutta (28.), Bozon (52.), Boqvist (54.), Vesey (59.)
Langnauer Tore: Wagner (13.), Dahlén (18./Powerplay)
Matchwinner: Adam Boqvist mit dem Siegtreffer bei seinem Debüt
Zuschauer: 5’648 in den Vernets
Was das bedeutet
Genf gewinnt acht seiner letzten neun Meisterschaftsspiele und baut den Vorsprung auf Langnau auf fünf Punkte aus. Boqvists erfolgreicher Einstand erweitert die offensiven Möglichkeiten der Genfer Verteidigung. Für die Tigers gilt es, vor dem Derby gegen Bern die erneute verspielte Führung zu verarbeiten.

Langnau startet effizient und führt 2:0

Die SCL Tigers erwischen in Genf den besseren Start. Bereits in der 13. Minute bringt Matteo Wagner die Gäste nach Vorarbeit von Dario Ramsauer in Führung. Für den jungen Stürmer ist es sein erstes Tor in der National League.

Genève-Servette versucht zu reagieren, findet gegen die gut organisierte Langnauer Defensive aber zunächst kaum Lösungen.

In der 18. Minute dürfen die Emmentaler erneut jubeln. Während Jimmy Vesey auf der Strafbank sitzt, nutzt Jonathan Dahlén eine Powerplay-Gelegenheit. Nach Vorarbeit von Otto Kinnunen erhöht der Schwede auf 2:0.

Die Tigers gehen damit mit einer komfortablen Führung in die erste Pause.

Rutta bringt Servette zurück

Im Mitteldrittel erhöhen die Genfer den Druck. Besonders Jesse Puljujärvi sorgt nach seiner Rückkehr für offensive Impulse.

In der 26. Minute bringt der Finne die Scheibe bereits im Tor unter. Die Schiedsrichter erkennen den vermeintlichen Anschlusstreffer wegen Torhüterbehinderung jedoch ab.

Nur zwei Minuten später gelingt Genf das 1:2. Verteidiger Jan Rutta trifft in der 28. Minute und bringt die Gastgeber zurück ins Spiel.

Langnau verteidigt anschliessend diszipliniert und übersteht auch schwierige Situationen. Torhüter Daniel Boltshauser hält den knappen Vorsprung bis zur zweiten Pause fest.

Bozon gleicht im Schlussdrittel aus

Die Genfer beginnen den letzten Abschnitt mit grossem Druck. Langnau versucht, die Räume vor dem eigenen Tor zu schliessen und mit schnellen Gegenangriffen für Entlastung zu sorgen.

Bei 51:13 Minuten fällt der Ausgleich. Matthew Verboon bereitet für Tim Bozon vor, der zum 2:2 trifft.

Die Stimmung in den Vernets kippt endgültig zugunsten der Gastgeber. Genève-Servette drängt nun auf den Sieg, während die Gäste Mühe bekunden, sich aus der eigenen Zone zu befreien.

Boqvist trifft bei seinem ersten Einsatz

Die entscheidende Szene folgt bei 53:54 Minuten.

Jimmy Vesey und Jesse Puljujärvi bereiten den Angriff vor. Adam Boqvist nutzt die Gelegenheit und erzielt das 3:2.

Für den schwedischen Verteidiger ist es ein traumhafter Einstand im Genfer Trikot. Gleich bei seinem ersten National-League-Einsatz für Servette schiesst er den entscheidenden Treffer.

Langnau versucht in den verbleibenden Minuten alles. Trainer Thierry Paterlini nimmt kurz vor Schluss sein Timeout und setzt auf einen zusätzlichen Feldspieler.

Doch Genf nutzt die freien Räume. Bei 58:46 Minuten trifft Vesey nach Zuspielen von Puljujärvi und Bozon ins leere Tor zum 4:2-Endstand.

Puljujärvi liefert erneut wichtige Vorlagen

Nach seinem Hattrick gegen die Kölner Haie in der Champions Hockey League zeigt Jesse Puljujärvi auch in der Meisterschaft seine Klasse.

Der Finne bereitet die Treffer von Boqvist und Vesey vor. Bereits vor der Begegnung stand seine Rückkehr nach dem Hattrick gegen Köln im Mittelpunkt.

Auch Stéphane Charlin überzeugt. Der Genfer Torhüter pariert 34 der 36 Langnauer Abschlüsse und erreicht eine Fangquote von 94,4 Prozent.

Servette bestätigt damit seine ausgezeichnete Form und gewinnt zum vierten Mal hintereinander in der Meisterschaft.

Langnau verspielt erneut einen Vorsprung

Für die SCL Tigers ist die Niederlage besonders bitter. Bereits gegen Ajoie hatten sie eine 4:1-Führung aus der Hand gegeben und nach Verlängerung mit 4:5 verloren.

Nun folgt in Genf eine weitere Partie, in der die Emmentaler nach einer deutlichen Führung ohne Punkte bleiben.

Bereits am Samstag erhalten sie im Heimspiel gegen den SC Bern die Gelegenheit zur Reaktion. Servette tritt gleichzeitig bei Ambri-Piotta an.

.nl26{width:100%;border-collapse:collapse;font-size:12px;line-height:1.45;font-variant-numeric:tabular-nums;text-align:center}
.nl26 th{padding:10px 5px;background:#eaf0f6;color:#233c58}
.nl26 td{padding:8px 5px;border-top:1px solid #e5eaf0;vertical-align:middle}
.nl26 tbody tr:nth-child(odd){background:#fff}
.nl26 tbody tr:nth-child(even){background:#f3f7fa}
.nl26 tbody tr.focus{background:#e9f2fc}
.nl26 th:first-child,.nl26 td:first-child{position:sticky;left:0;min-width:145px;text-align:left;padding-left:9px;padding-right:9px;overflow-wrap:break-word}
.nl26 th:first-child{z-index:2;background:#eaf0f6}
.nl26 td:first-child{z-index:1;background:inherit}
.nl26 td:last-child{font-weight:700}

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
16. Oktober 2026 | Nach den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 11 +21 30
2. Genève-Servette 12 +6 24
3. HC Ajoie 13 −3 19
4. SCL Tigers 12 +5 19
5. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
6. HC Ambri-Piotta 11 −1 18
7. Lausanne HC 13 −2 18
8. SC Bern 10 +2 17
9. HC Davos 12 −3 16
10. HC Lugano 11 +2 15
11. EV Zug 7 +10 13
12. SCRJ Lakers 12 −17 11
13. EHC Biel-Bienne 11 −7 10
14. EHC Kloten 12 −22 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert