ZSC Lions überrennen die Lakers mit 6:3 – elfter Sieg in Serie

Die ZSC Lions bleiben in der National League ungeschlagen. Am Freitagabend, 16. Oktober 2026, bezwingen die Zürcher die SC Rapperswil-Jona Lakers in der Swiss Life Arena mit 6:3 und feiern ihren elften Sieg im elften Meisterschaftsspiel. Vier Tore im Startdrittel sorgen früh für klare Verhältnisse. Sechs verschiedene Torschützen tragen sich beim Tabellenführer in die Skorerliste ein.

Jesper Frödén, Simon Knak, Justin Sigrist und Malte Strömwall schiessen die Lions bis zur ersten Pause mit 4:0 in Führung. Benjamin Quinn verkürzt im Mitteldrittel, ehe Derek Grant das 5:1 erzielt. Denis Malgin erhöht im Schlussabschnitt auf 6:1. Jacob Larsson und Gian-Marco Wetter sorgen mit zwei späten Treffern für das 6:3-Endresultat.

Die Mannschaft von Claude Julien setzt damit ihre aussergewöhnliche Erfolgsserie fort und führt die National League mit 30 Punkten an. Für die Lakers wird der Abend nach dem frühen Vier-Tore-Rückstand zur nächsten Enttäuschung. Bereits am Samstag gastiert Zürich beim HC Davos, während Rapperswil-Jona den EHC Biel-Bienne empfängt.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: ZSC Lions – SCRJ Lakers 6:3 (4:0, 1:1, 1:2)
ZSC-Tore: Frödén, Knak, Sigrist, Strömwall, Grant und Malgin
Lakers-Tore: Quinn, Larsson und Wetter
Serie: Elfter Sieg im elften Meisterschaftsspiel
Spielort: Swiss Life Arena, Zürich
Was das bedeutet
Zürich festigt die Tabellenführung und bestätigt seine offensive Stärke. Besonders die drei Überzahltore unterstreichen die Qualität des Spitzenreiters. Die Lakers verlieren dagegen weiter an Boden und stehen vor einem wichtigen Heimspiel gegen Biel.

Vier Tore in einem Drittel

Die ZSC Lions starten mit hohem Tempo in das Zürisee-Derby. Bereits in der siebten Minute eröffnet Jesper Frödén das Skore.

Nur wenig später erhöht Simon Knak auf 2:0. Die Lakers finden kaum Zugriff auf das Spiel und geraten durch einen weiteren Treffer von Justin Sigrist bereits in der zehnten Minute mit 0:3 in Rückstand.

Für Sigrist ist es das erste Saisontor. Der Stürmer belohnt sich damit für seine bisherigen Auftritte.

Die Gäste versuchen, mit einem Timeout wieder Ordnung in ihre Defensive zu bringen. Doch auch diese Massnahme verhindert das vierte Zürcher Tor nicht.

Malte Strömwall trifft in der 19. Minute im Powerplay zum 4:0. Der ehemalige Lakers-Spieler verzichtet aus Respekt vor seinem früheren Verein auf einen überschwänglichen Torjubel.

Quinn erzielt sein erstes National-League-Tor

Im Mitteldrittel präsentiert sich Rapperswil-Jona deutlich verbessert. Die Gäste erhöhen den Druck und kommen vermehrt zu gefährlichen Abschlüssen.

In der 35. Minute gelingt Benjamin Quinn das 1:4. Für den jungen Stürmer ist es sein erster Treffer in der National League.

Die Freude bei den Lakers hält allerdings nicht lange an. Nach Strafen gegen Dominic Lammer und Victor Rask erhalten die Lions eine doppelte Überzahl.

Zürich nutzt die Gelegenheit konsequent. Derek Grant lenkt einen Abschluss kurz vor der zweiten Pause zum 5:1 ab.

Mit vier Toren Vorsprung gehen die Gastgeber in den Schlussabschnitt. Die Entscheidung ist zu diesem Zeitpunkt praktisch gefallen.

Malgin trifft ebenfalls im Powerplay

Auch nach der zweiten Pause bleiben die Lions gefährlich. In der 43. Minute erzielt Denis Malgin das 6:1.

Der Zürcher Topskorer verwertet einen Abpraller nach einem Abschluss von Sven Andrighetto. Es ist bereits das dritte Überzahltor der Hausherren an diesem Abend.

Besonders bemerkenswert ist die Verteilung der Treffer. Sämtliche sechs Zürcher Tore werden von unterschiedlichen Spielern erzielt.

Damit demonstriert der Tabellenführer einmal mehr die offensive Breite seines Kaders.

Lakers verkürzen im Schlussdrittel

Trotz des deutlichen Rückstands geben sich die Gäste nicht auf.

In der 50. Minute trifft Verteidiger Jacob Larsson in Überzahl zum 2:6. Sein Schuss von der blauen Linie lässt dem Zürcher Torhüter Ludovic Waeber Zumbühl keine Abwehrchance.

Drei Minuten später steht Gian-Marco Wetter nach einem Abpraller richtig und verkürzt auf 3:6.

Die Lakers versuchen anschliessend, nochmals Druck aufzubauen. Die Lions kontrollieren jedoch die verbleibende Spielzeit und verhindern weitere Gegentreffer.

Auch eine Auseinandersetzung zwischen Jesper Frödén und Marlon Graf ändert am Spielausgang nichts mehr.

Zürich setzt seinen Rekordlauf fort

Für die Mannschaft von Claude Julien ist es der elfte Meisterschaftssieg in Folge. Nach zuletzt drei Erfolgen in der Verlängerung gelingt wieder ein Sieg nach regulärer Spielzeit.

Die Zürcher überzeugen dabei besonders durch ihre Effizienz, das starke Powerplay und den breiten Kader.

Schon vor der Begegnung stand die historische Siegesserie der ZSC Lions im Mittelpunkt. Gegen Rapperswil-Jona verlängern sie diese eindrücklich.

Allerdings zeigt die Partie auch, dass der Tabellenführer defensiv gefordert werden kann. Die Lakers bringen insgesamt 40 Schüsse auf das Zürcher Tor.

Torhüter Zumbühl hat deshalb trotz des klaren Erfolgs einen arbeitsreichen Abend.

Davos und Biel warten am Samstag

Bereits am Samstag um 19.45 Uhr treffen die ZSC Lions auswärts auf den HC Davos. Die Bündner reisen mit dem Selbstvertrauen eines 3:2-Erfolgs in Lugano in diese Begegnung.

Für die Lakers geht es ebenfalls am Samstag weiter. In der St. Galler Kantonalbank Arena empfangen sie den EHC Biel-Bienne.

Nach der Niederlage in Zürich wird es für Rapperswil-Jona entscheidend sein, defensiv stabiler aufzutreten und die eigenen Torchancen konsequenter zu nutzen.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
16. Oktober 2026 | Nach den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 11 +21 30
2. Genève-Servette 12 +6 24
3. HC Ajoie 13 −3 19
4. SCL Tigers 12 +5 19
5. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
6. HC Ambri-Piotta 11 −1 18
7. Lausanne HC 13 −2 18
8. SC Bern 10 +2 17
9. HC Davos 12 −3 16
10. HC Lugano 11 +2 15
11. EV Zug 7 +10 13
12. SCRJ Lakers 12 −17 11
13. EHC Biel-Bienne 11 −7 10
14. EHC Kloten 12 −22 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert