ZSC Lions schlagen Langnau 3:2 – Tigers-Aufholjagd kommt zu spät

Die ZSC Lions kehren auf die Siegerstrasse zurück. Drei Tage nach ihrer ersten Saisonniederlage bezwingen die Zürcher am Freitag, 23. Oktober 2026, die SCL Tigers mit 3:2. Simon Knak, Mikko Lehtonen und Denis Malgin treffen für den Tabellenführer, der eine dramatische Schlussphase überstehen muss.

Vor 10’814 Zuschauern in der Swiss Life Arena kontrollieren die Lions die ersten beiden Drittel und bauen ihren Vorsprung bis zur 45. Minute auf 3:0 aus. Joel Salzgeber bringt Langnau zurück ins Spiel, ehe Jérôme Bachofner in der 58. Minute auf 3:2 verkürzt. Die Emmentaler drängen anschliessend auf den Ausgleich, doch ZSC-Torhüter Robin Zumbühl sichert den knappen Heimsieg.

Mit dem 13. Erfolg im 14. Meisterschaftsspiel festigen die ZSC Lions ihre Tabellenführung und erhöhen ihr Punktekonto auf 36 Zähler. Die SCL Tigers bleiben nach 15 Begegnungen bei 22 Punkten und belegen Rang sieben. Bereits am Samstag empfangen die Emmentaler den HC Davos, während Zürich am Sonntag bei Genève-Servette antritt.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: ZSC Lions – SCL Tigers 3:2 (1:0, 1:0, 1:2).
ZSC-Tore: Knak (18.), Lehtonen (35.), Malgin (45.).
Tigers-Tore: Salzgeber (49.), Bachofner (58.).
Entscheidender Treffer: Denis Malgins 3:0 wird zum Siegtor.
Statistik: 37:24 Torschüsse, 10’814 Zuschauer.
Was das bedeutet
Zürich reagiert auf den ersten Rückschlag der Saison und baut seinen Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Die Tigers zeigen im Schlussdrittel Moral, können ihre späte Aufholjagd aber nicht mit Punkten belohnen. Besonders Zumbühls Paraden und die Zürcher Effizienz in den ersten 45 Minuten machen den Unterschied.

Knak bringt die Lions verdient in Führung

Nach der ersten Saisonniederlage gegen den HC Davos wollen die ZSC Lions vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen.

Die Gastgeber übernehmen früh die Kontrolle, finden gegen die kompakte Langnauer Defensive zunächst aber nur wenige freie Abschlusspositionen.

In der 18. Minute gelingt der Durchbruch. Tim Berni schiesst von der blauen Linie, Simon Knak lenkt die Scheibe vor dem Tor von Robin Meyer entscheidend ab.

Denis Malgin erhält den zweiten Assist. Für Knak ist es bereits der zehnte Meisterschaftstreffer.

Mit einer verdienten 1:0-Führung geht Zürich in die erste Pause.

Lehtonen erhöht mit wuchtigem Distanzschuss

Im Mitteldrittel verstärken die Zürcher ihren Druck.

Die Lions schnüren Langnau phasenweise im eigenen Drittel ein und erarbeiten sich ein deutliches Chancenplus.

Allein im zweiten Abschnitt lautet das Torschussverhältnis 19:4.

Nach 34:26 Minuten zahlt sich die Überlegenheit aus. Mikko Lehtonen trifft mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie zum 2:0.

Malte Strömwall bereitet den Treffer vor.

Malgin erzielt das spätere Siegtor

Auch im Schlussdrittel beginnen die Gastgeber überzeugend.

Denis Malgin setzt sich vor dem Langnauer Tor durch und wird von Sven Andrighetto bedient. Aus spitzem Winkel schiesst er nach 44:27 Minuten zum 3:0 ein.

Lehtonen erhält den zweiten Assist und beendet die Partie damit mit einem Tor und einer Vorlage.

Zu diesem Zeitpunkt deutet wenig auf eine dramatische Schlussphase hin.

Doch die Tigers geben sich nicht geschlagen.

Salzgeber leitet die Aufholjagd ein

Nach 48:06 Minuten trifft Joel Salzgeber auf Zuspiel von Arno Nussbaumer zum 3:1.

Der Anschlusstreffer verändert die Partie spürbar.

Langnau gewinnt zunehmend Zweikämpfe und verlagert das Spiel in die Zürcher Zone.

Die Lions wirken nun weniger sicher als in den beiden ersten Dritteln. Gleichzeitig wächst das Selbstvertrauen der Gäste.

Bachofner sorgt nochmals für Spannung

In der Schlussphase setzt Trainer Thierry Paterlini alles auf eine Karte.

Er nimmt Torhüter Robin Meyer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.

Die Massnahme zeigt Wirkung: Nach 57:46 Minuten erzielt Jérôme Bachofner im Gewühl vor dem Tor den Anschlusstreffer zum 3:2.

Emil Pettersson und Noah Meier bereiten das Tor vor.

Besonders brisant ist die Szene für Bachofner, der früher selbst für die ZSC Lions spielte.

Langnau versucht anschliessend erneut ohne Torhüter den Ausgleich zu erzwingen. Zürich verteidigt jedoch den knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene.

Zumbühl überzeugt als Zürcher Rückhalt

Robin Zumbühl erhält im Zürcher Tor den Vorzug und bestätigt das Vertrauen mit einer starken Leistung.

Besonders im letzten Drittel wird er mehrfach gefordert. Die Tigers bringen in den letzten 20 Minuten 15 Schüsse auf sein Tor.

Zumbühl hält insgesamt 22 der 24 Langnauer Abschlüsse und wird als bester Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet.

ZSC rehabilitiert sich nach Davoser Niederlage

Am Dienstag hatte der HC Davos mit dem Ende der Zürcher Rekordserie für eine Überraschung gesorgt.

Nach zwölf Siegen zum Saisonauftakt verloren die Lions damals erstmals mit 2:3.

Gegen Langnau zeigt die Mannschaft von Claude Julien nun die geforderte Reaktion, auch wenn die Schlussphase einige Schwächen offenlegt.

Für die Tigers ist es die zweite Niederlage gegen Zürich in dieser Saison. Bereits im September hatten die Lions in Langnau mit 4:3 gewonnen.

Langnau muss bereits am Samstag wieder antreten

Für die Emmentaler bleibt kaum Zeit zur Erholung. Am Samstag, 24. Oktober, empfangen sie um 19.45 Uhr den HC Davos.

Die ZSC Lions reisen am Sonntag nach Genf. Die Partie gegen Genève-Servette beginnt um 14.00 Uhr.

Zürich kann seine Tabellenführung weiter festigen, während Langnau den Anschluss an die Spitzengruppe halten möchte.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
23. Oktober 2026 | Nach den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 14 +25 36
2. HC Ambri-Piotta 14 0 24
3. Genève-Servette HC 15 −5 24
4. Fribourg-Gottéron 14 +16 24
5. SC Bern 13 +5 23
6. HC Ajoie 15 +1 22
7. SCL Tigers 15 +4 22
8. Lausanne HC 16 −3 21
9. EV Zug 9 +14 19
10. HC Davos 15 −9 19
11. HC Lugano 14 −3 18
12. EHC Biel-Bienne 14 −8 16
13. EHC Kloten 15 −21 15
14. SCRJ Lakers 15 −16 14

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert