Kriens-Luzern in Magdeburg chancenlos – 29:36 zum Champions-League-Abschluss
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Handball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Der HC Kriens-Luzern beendet die Gruppenphase der Champions League mit einer deutlichen Niederlage. Der Schweizer Meister verliert am Mittwochabend beim deutschen Titelträger SC Magdeburg mit 29:36. Bereits zur Halbzeit liegt die Mannschaft von Andy Schmid mit sieben Toren zurück. Trotz der Niederlage setzen die Innerschweizer ihre europäische Saison in der EHF European League fort.
Vor 5797 Zuschauern in der GETEC Arena erwischen die Gastgeber einen Traumstart. Philipp Weber erzielt die ersten vier Treffer für Magdeburg. Kriens-Luzern benötigt sieben Minuten für das erste Tor und gerät früh entscheidend ins Hintertreffen. Beim Seitenwechsel führt der deutsche Meister mit 18:11.
Mit acht Treffern ist Jerome Müller der erfolgreichste Torschütze der Schweizer. Für Magdeburg erzielt Oskar Vind neun Tore, Weber trifft siebenmal. Kriens-Luzern schliesst die Gruppe F mit zwei Siegen und vier Niederlagen auf Rang drei ab. Die beiden Erfolge gegen Kolstad sichern dem Team die Fortsetzung seiner Europacup-Saison.
Magdeburg überrollt Kriens-Luzern in der Startphase
Der deutsche Meister lässt von Beginn an keinen Zweifel an seinen Absichten.
Philipp Weber erzielt die ersten vier Tore und bringt Magdeburg früh mit 4:0 in Führung. Die Gäste finden zunächst kaum Lösungen gegen die aggressive Defensive und verlieren im Angriff mehrfach den Ball.
Nach 17 Minuten steht es 9:3. Kriens-Luzern steigert anschliessend die offensive Effizienz, kann den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen.
Bis zur Pause baut Magdeburg den Vorsprung auf 18:11 aus.
Andy Schmid kritisiert die erste Halbzeit
Nach der Begegnung analysiert Kriens-Trainer Andy Schmid den schwachen Beginn seiner Mannschaft.
"Die erste Halbzeit verwerfen wir zu viel und dadurch wird es brutal schwer", erklärt der ehemalige Schweizer Nationalspieler.
Möglicherweise habe seine Mannschaft zunächst zu ängstlich agiert. Nach dem Seitenwechsel sei der Auftritt deutlich besser geworden.
Schmid anerkennt gleichzeitig den Qualitätsunterschied. Magdeburg gehöre einer anderen Leistungsklasse an, seine Spieler hätten nach der Pause aber ein gutes Gesicht gezeigt.
Jerome Müller überzeugt mit acht Toren
Der auffälligste Offensivspieler der Schweizer ist Jerome Müller.
Der Deutsche erzielt acht Treffer und ist damit bester Torschütze seines Teams. Samuel Epp steuert vier Tore bei.
Auch Justin Müller, Benjamin Aellen und Mykola Bilyk gehören mit jeweils drei Treffern zu den erfolgreichen Krienser Schützen.
Auf der Gegenseite überzeugt Oskar Vind mit neun Toren. Philipp Weber trifft siebenmal und wird nach seinem starken Auftakt zu einer der prägenden Figuren des Abends.
Auch nach der Pause bleibt Magdeburg überlegen
Der HC Kriens-Luzern versucht nach dem Seitenwechsel, das Tempo zu erhöhen und den Rückstand zu verkleinern.
Doch Magdeburg lässt sich die Kontrolle nicht mehr nehmen. Nach 40 Minuten führen die Gastgeber mit 24:17.
Die Innerschweizer halten den Abstand anschliessend weitgehend konstant und verhindern eine noch deutlichere Niederlage.
Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert zeigt sich zufrieden. Seine Mannschaft habe von der ersten Minute an geliefert und die Gruppenphase erfolgreich abgeschlossen.
Mit dem 36:29 gewinnt der SCM sämtliche sechs Begegnungen der Vorrunde.
Beide Duelle mit Magdeburg deutlich verloren
Bereits beim ersten Aufeinandertreffen waren die Kräfteverhältnisse klar gewesen.
Bei der Champions-League-Heimpremiere gegen Magdeburg verlor Kriens-Luzern am 17. September mit 29:39.
Das Rückspiel endet mit einer Niederlage von sieben Toren.
Gegen den deutschen Meister bleiben die Schweizer damit ohne Punktgewinn. Auch die beiden Begegnungen mit Industria Kielce gehen verloren.
Gegen Kolstad zeigt Kriens-Luzern dagegen seine internationale Konkurrenzfähigkeit: Die Innerschweizer gewinnen zu Hause mit 34:32 und auswärts mit 36:28.
Europäisches Abenteuer geht weiter
Trotz vier Niederlagen hat Kriens-Luzern sein internationales Mindestziel erreicht.
Die beiden Siege gegen Kolstad reichen für den dritten Gruppenplatz und die Teilnahme an den Playoffs der EHF European League.
Andy Schmid blickt deshalb trotz des enttäuschenden Resultats positiv auf die Fortsetzung der europäischen Saison.
Für die Innerschweizer bleibt insbesondere die Erkenntnis, dass sie gegen starke Gegner konkurrenzfähig sein können, dafür jedoch einen wesentlich besseren Start benötigen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert