Rafael Jódar scheitert in Basel – Vacherot gewinnt dramatischen Dreisätzer
von belmedia Redaktion Allgemein ATP Tour Basel-Stadt Herren Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Resultate Schweiz Schweiz Schweizer Tennis Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Rafael Jódar ist bei den Swiss Indoors Basel überraschend im Achtelfinal ausgeschieden. Der als Nummer drei gesetzte Spanier verliert am Donnerstag, 29. Oktober 2026, gegen Valentin Vacherot aus Monaco nach 2 Stunden und 32 Minuten mit 6:7 (4:7), 6:2, 6:7 (5:7). In einem hochklassigen Duell vergibt der 20-Jährige mehrere Chancen und muss seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Basler Turnierwoche begraben.
Jódar zeigt nach dem verlorenen ersten Satz eine überzeugende Reaktion und gleicht mit 6:2 aus. Auch im entscheidenden Durchgang besitzt die Nummer elf der Weltrangliste Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Doch Vacherot wehrt beim Stand von 4:4 zwei Breakbälle ab und dreht im abschliessenden Tiebreak einen 4:5-Rückstand.
Für den an Nummer drei gesetzten Spanier endet das ATP-500-Turnier damit früher als erwartet. In der St. Jakobshalle geht der Wettbewerb am Freitag mit den Viertelfinals weiter. Aus Schweizer Sicht richtet sich das Interesse insbesondere auf Jérôme Kym nach seinem Auftaktsieg gegen Arthur Rinderknech, der am Donnerstagabend den topgesetzten Ben Shelton fordert.
Vacherot entscheidet einen engen ersten Satz
Der Achtelfinal zwischen Rafael Jódar und Valentin Vacherot beginnt ausgeglichen. Beide Spieler setzen auf druckvolle Aufschläge und versuchen, früh die Kontrolle über die Ballwechsel zu übernehmen.
Jódar findet wiederholt Möglichkeiten, den Aufschlag seines Gegners anzugreifen. Doch Vacherot behauptet sich in den entscheidenden Situationen und verhindert einen Rückstand.
Da keiner der beiden Spieler den Satz frühzeitig entscheiden kann, fällt die Entscheidung im Tiebreak.
Dort besitzt der Monegasse die besseren Antworten und sichert sich den ersten Durchgang mit 7:6.
Jódar kämpft sich eindrucksvoll zurück
Nach dem Satzverlust reagiert der junge Spanier entschlossen. Er spielt aggressiver, erhöht das Tempo und setzt Vacherot bei dessen Aufschlagspielen stärker unter Druck.
Ein frühes Break verschafft ihm die gewünschte Sicherheit. Während Jódar seine Möglichkeiten konsequent nutzt, verliert sein Gegner zunehmend die Kontrolle über den zweiten Satz.
Mit 6:2 stellt der Spanier den Satzausgleich her.
Die Begegnung entwickelt sich damit zu einer offenen Entscheidung zwischen zwei Spielern, die sich auf dem schnellen Hallenbelag immer wieder mit offensivem Tennis herausfordern.
Zwei vergebene Breakbälle werden entscheidend
Im dritten Satz gelingt Jódar zunächst der wichtige Servicedurchbruch. Doch Vacherot antwortet unmittelbar und stellt den Gleichstand wieder her.
Die grösste Gelegenheit bietet sich dem Spanier beim Stand von 4:4. Er erspielt sich beim Aufschlag seines Gegners eine 15:40-Führung und steht damit vor zwei weiteren Breakchancen.
Vacherot behält jedoch die Nerven und gewinnt sein Servicegame.
Wenig später muss erneut ein Tiebreak entscheiden.
Jódar führt darin mit 5:4 und hat die Möglichkeit, sich zwei Matchbälle zu erspielen. Doch der Spanier verliert die nächsten drei Punkte. Vacherot verwandelt seine Chance und beendet die Partie nach 2 Stunden und 32 Minuten.
Rückschlag im Rennen um die ATP Finals
Für Jódar ist das Ausscheiden besonders bitter, weil er in den vergangenen Wochen mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Beim Masters-1000-Turnier in Shanghai erreichte er den Final und besiegte auf dem Weg dorthin unter anderem Casper Ruud und Daniil Medvedev.
In Basel hatte er zum Auftakt den Chilenen Alejandro Tabilo souverän mit 6:4, 6:2 bezwungen.
Mit seinem Achtelfinal-Aus verliert Jódar die Gelegenheit, weitere wichtige Punkte für die Jahreswertung zu sammeln.
Seine Chancen auf eine Teilnahme am Saisonfinal in Turin hängen nun auch von den Ergebnissen seiner Konkurrenten ab. Eine weitere Gelegenheit zur Verbesserung seiner Position bietet sich beim Masters in Paris.
Vacherot trifft auf Holger Rune
Für Valentin Vacherot geht das Turnier am Freitag, 30. Oktober, weiter. Der 27-jährige Monegasse bekommt es im Viertelfinal mit dem Dänen Holger Rune zu tun.
Rune setzte sich zuvor in drei Sätzen gegen Hubert Hurkacz durch.
Mit dem Sieg über den an Nummer drei gesetzten Jódar gelingt Vacherot einer der bemerkenswertesten Erfolge des bisherigen Turnierverlaufs.
Für die Zuschauer in Basel bleibt damit ein Spieler im Wettbewerb, der sich besonders in engen Situationen durchgesetzt hat.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert