Djokovic scheitert in Basel – Struff sorgt für Sensation
von belmedia Redaktion Allgemein ATP Tour Basel-Stadt Herren Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Resultate Schweiz Schweiz Schweizer Tennis Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Turniere Ⳇ Verbreitung
Novak Djokovic ist bei den Swiss Indoors Basel überraschend im Achtelfinal ausgeschieden. Der 39-jährige Serbe verliert am Donnerstagabend, 29. Oktober 2026, gegen Jan-Lennard Struff nach einem hochklassigen Duell mit 7:6 (7:4), 5:7, 6:7 (5:7). Der Deutsche feiert damit seinen ersten Sieg im neunten direkten Duell mit dem 24-fachen Grand-Slam-Champion. Nach gut zweieinhalb Stunden entscheidet Struff die Partie mit seinem 27. Ass.
Djokovic gewinnt den ersten Satz im Tiebreak und erhält im zweiten Durchgang mehrere Chancen auf eine Vorentscheidung. Doch Struff wehrt sämtliche sechs Breakbälle des Serben ab. Beim Stand von 5:5 im zweiten Satz gelingt dem Deutschen der einzige Servicedurchbruch der gesamten Begegnung. Im entscheidenden Tiebreak behält der 36-Jährige die Nerven und verwandelt seinen dritten Matchball.
Für die Swiss Indoors ist das Ausscheiden ihrer grössten Attraktion ein Rückschlag. Djokovic hatte bei seinen drei früheren Teilnahmen stets mindestens den Halbfinal erreicht und 2009 sogar Roger Federer im Endspiel bezwungen. Nach seinem Auftaktsieg gegen Ugo Humbert endet die Rückkehr nach 15 Jahren nun vorzeitig. Aus Schweizer Sicht sorgt hingegen Jérôme Kym mit seinem Sieg gegen den topgesetzten Ben Shelton für einen Höhepunkt.
Djokovic gewinnt den ersten Satz
Die Begegnung in der St. Jakobshalle beginnt auf hohem Niveau. Beide Spieler dominieren mit ihren Aufschlägen und lassen zunächst keinen Servicedurchbruch zu.
Djokovic erspielt sich Chancen, doch Struff verteidigt seine Aufschlagspiele konsequent.
Im Tiebreak setzt sich die Erfahrung des Serben durch. Djokovic gewinnt die Kurzentscheidung mit 7:4 und übernimmt die Satzführung.
Struff dreht den zweiten Durchgang
Auch im zweiten Satz bleibt die Partie ausgeglichen.
Djokovic besitzt vier Breakmöglichkeiten, kann aber keine davon nutzen. Struff antwortet mit druckvollen Aufschlägen und aggressivem Grundlinienspiel.
Beim Stand von 5:5 folgt der entscheidende Moment. Djokovic unterlaufen gleich drei Doppelfehler. Struff nutzt die Gelegenheit und erzielt das einzige Break der Begegnung.
Mit 7:5 gleicht der Deutsche nach Sätzen aus.
Der dritte Matchball bringt die Entscheidung
Im Entscheidungssatz halten beide Spieler ihre Aufschläge. Djokovic lässt eine weitere Breakmöglichkeit aus und diskutiert zwischenzeitlich sichtbar frustriert mit seinem Trainer Viktor Troicki.
Erneut fällt die Entscheidung im Tiebreak.
Struff gelingt der entscheidende Punkt bei gegnerischem Aufschlag. Djokovic wehrt anschliessend zwei Matchbälle mit starken Services ab.
Beim dritten Matchball beendet der Deutsche die Partie mit einem Ass.
Insgesamt schlägt Struff 27 Asse, Djokovic kommt auf 21. Der Deutsche verwertet einen seiner drei Breakbälle, während der Serbe bei sechs Gelegenheiten erfolglos bleibt.
Djokovic verpasst Federers historische Marke
Die Niederlage besitzt auch aus Schweizer Sicht besondere Bedeutung.
Djokovic hatte Anfang Oktober in Peking seinen 102. ATP-Einzeltitel gewonnen. Mit einem weiteren Turniersieg in Basel hätte er Roger Federer eingeholt, der seine Karriere mit 103 Titeln beendet hatte.
Der Serbe war 2009 erstmals in Basel angetreten und hatte damals Federer im Final besiegt. 2010 unterlag er dem Schweizer im Endspiel, 2011 erreichte er den Halbfinal.
Diesmal endet seine Teilnahme bereits in der zweiten Runde.
Turin-Qualifikation wird schwieriger
Auch im Rennen um die ATP Finals erleidet Djokovic einen Rückschlag.
Durch Rafael Jódars Niederlage gegen Valentin Vacherot hatte sich für den Serben eine Chance eröffnet, mit einem Basler Turniersieg am Spanier vorbeizuziehen.
Nach seinem Ausscheiden beträgt der Rückstand jedoch weiterhin 319 Punkte.
Mit dem Masters-1000-Turnier in Paris bleibt Djokovic noch eine wichtige Gelegenheit, seine Position im Jahresrennen zu verbessern.
Struff trifft auf Nuno Borges
Für Struff geht das Turnier am Freitag weiter. Der Deutsche fordert im Viertelfinal den Portugiesen Nuno Borges.
Gleichzeitig erhält das Schweizer Publikum mit Jérôme Kym einen einheimischen Viertelfinalisten. Der Aargauer hat Ben Shelton mit 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (7:1) ausgeschaltet und trifft auf Jiří Lehečka.
Trotz Djokovics Ausscheiden bleibt die Basler Schlussphase damit hochkarätig besetzt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert