Drei Spielsperren gegen Ray Fust – Lausanne muss auf Stürmer verzichten
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch St. Gallen swisshockey.ch Themen Vereine Waadt Ⳇ Verbreitung
Der Lausanne HC muss drei Meisterschaftsspiele auf Raymond Taylor «Ray» Fust verzichten. Die Disziplinarinstanz der National League hat den Stürmer am Freitag, 30. Oktober 2026, wegen eines Ellbogenchecks gegen Gian Meier von den SCL Tigers gesperrt. Zusätzlich erhält Fust eine Busse von 2400 Franken inklusive Verfahrenskosten. Eine Spielsperre hat der Lausanner bereits verbüsst, zwei weitere stehen noch aus.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 27. Oktober, in der 53. Minute der Begegnung zwischen Lausanne und Langnau. Fust traf den 20-jährigen Tigers-Verteidiger mit dem Ellbogen am Kopf. Meier musste benommen in die Kabine begleitet werden und konnte die Partie nicht fortsetzen. Die Schiedsrichter verhängten gegen Fust eine Fünfminutenstrafe sowie eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Der Zwischenfall überschattete die deutliche 3:9-Heimniederlage gegen die SCL Tigers. Bereits beim anschliessenden 0:4 in Lugano fehlte Fust wegen der vorsorglichen Sperre. Nun steht fest, dass der Angreifer auch die Begegnungen gegen den HC Davos und Ambri-Piotta verpassen wird. Für Lausanne verschärft sich damit die personelle Situation vor zwei wichtigen Meisterschaftsspielen.
Ellbogencheck in der 53. Minute
Die entscheidende Szene ereignet sich bei der Partie vom Dienstag in der Vaudoise Aréna.
Lausanne liegt bereits mit 2:9 zurück, als Fust den Langnauer Verteidiger Gian Meier mit dem Ellbogen am Kopf trifft.
Die Schiedsrichter unterbrechen das Spiel und schicken den Lausanner Stürmer vorzeitig unter die Dusche.
Im Spielprotokoll wird die Aktion nach 52:30 Minuten mit einer Fünfminutenstrafe und einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet.
Meier muss verletzt in die Kabine
Der Ellbogencheck hat für den Langnauer Verteidiger unmittelbare Folgen.
Meier wirkt nach dem Zusammenprall benommen und wird in die Garderobe begleitet. Die Begegnung ist für ihn beendet.
Besonders bitter: Der 20-Jährige hatte in der sechsten Minute das 1:0 für die Tigers erzielt.
Die medizinischen Untersuchungen ergeben eine Oberkörperverletzung. Die SCL Tigers erklären am Mittwoch, dass Meier vorübergehend ausfällt und sein Zustand täglich neu beurteilt wird.
Aus vorsorglicher Sperre wird ein definitives Urteil
Bereits am Mittwoch eröffnet die National League ein ordentliches Verfahren gegen Raymond Taylor Fust.
Die Disziplinarinstanz spricht zunächst eine vorsorgliche Sperre für eine Begegnung aus.
Deshalb darf der Stürmer am Donnerstag nicht zum Auswärtsspiel gegen den HC Lugano antreten.
Am Freitag folgt das definitive Urteil: Drei Spielsperren sowie eine Busse von 2400 Franken inklusive Verfahrenskosten.
Da die Partie in Lugano bereits an die Sperre angerechnet wird, muss Fust noch zwei weitere Meisterschaftsspiele aussetzen.
Lausanne steht sportlich unter Druck
Für die Waadtländer kommt die Entscheidung zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Die Mannschaft von Trainer Geoff Ward erlebte gegen die SCL Tigers einen katastrophalen Abend und lag bereits nach weniger als 17 Minuten mit 0:6 zurück.
Am Donnerstag folgte beim HC Lugano die nächste deutliche Niederlage.
Die Tessiner gewannen mit 4:0. Captain Luca Fazzini erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.
Damit hat Lausanne in den vergangenen zwei Begegnungen zwölf Gegentore kassiert und keinen Punkt geholt.
Der Ausfall von Fust reduziert nun die personellen Möglichkeiten im Angriff zusätzlich.
Davos und Ambri sind die nächsten Gegner
Bereits am Samstag, 31. Oktober, empfängt Lausanne um 19.45 Uhr den HC Davos in der Vaudoise Aréna.
Nach der anschliessenden Nationalmannschaftspause gastieren die Waadtländer am Sonntag, 15. November, um 15.45 Uhr beim HC Ambri-Piotta.
Beide Begegnungen muss Fust von der Tribüne aus verfolgen.
Sein nächster möglicher Meisterschaftseinsatz ist für Donnerstag, 19. November, beim Heimspiel gegen die ZSC Lions vorgesehen.
Für Lausanne geht es nun darum, trotz der Sperre wieder defensive Stabilität zu finden und den Anschluss an die besser klassierten Mannschaften zu halten.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert