Starke Muskeln, klarer Kopf? Warum das Gedächtnis mit Muskelqualität zusammenhängt
von belmedia Redaktion Allgemein Ernährung Fitness News People xund24.ch
Ein japanisches Forschungsteam hat entdeckt: Wer gute Muskeln hat, denkt oft auch besser.
Besonders ein bestimmter Messwert könnte helfen, frühzeitig eine beginnende Gedächtnisschwäche zu erkennen.
Muskelabbau betrifft nicht nur die Beweglichkeit
Im Alter werden die Muskeln oft schwächer – ein Phänomen, das Fachleute „Sarkopenie“ nennen. Doch dieser Verlust an Muskelmasse betrifft nicht nur die Kraft und das Gleichgewicht. Neue Erkenntnisse zeigen: Schwache Muskeln können auch mit einem schwächer werdenden Gedächtnis zusammenhängen.
Was untersucht wurde
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Kentaro Ikeue von der Doshisha University in Japan hat 263 Erwachsene untersucht – ganz normale Menschen ohne bekannte Gedächtnisprobleme. Dabei ging es um die Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Muskelbeschaffenheit und der geistigen Leistungsfähigkeit?
Sarkopenie: Altersbedingter Muskelabbau
MoCA-Test: Ein Fragebogen, mit dem das Gedächtnis, die Sprache und das Denkvermögen getestet werden
Phasenwinkel (PhA): Ein Messwert für die Qualität und Gesundheit der Muskelzellen
Der Phasenwinkel gibt Hinweise
Die Forschenden fanden heraus: Ein höherer Phasenwinkel ist oft mit einem besseren Gedächtnis verbunden. Dieser Wert wird mit einem speziellen Gerät gemessen und sagt etwas über die „Fitness“ der Körperzellen aus – besonders in den Muskeln. Wer einen höheren Phasenwinkel hat, scheint auch geistig fitter zu sein.
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Spannend: Der Zusammenhang zwischen Muskeln und Gedächtnis war bei Frauen stärker als bei Männern. Bei Frauen zeigte ein hoher Phasenwinkel bessere Ergebnisse in mehreren Bereichen – etwa beim Erinnern, beim Sprechen und bei der Aufmerksamkeit. Bei Männern hing der Wert vor allem mit dem Gedächtnis zusammen.
Warum das wichtig ist
Gedächtnisschwäche ist oft ein erstes Zeichen für Demenz. Wer früh erkannt wird, kann eher unterstützt werden – etwa mit Bewegung, Ernährung oder Training fürs Gehirn.
Einfache Messung mit grossem Nutzen
Die Messung des Phasenwinkels ist unkompliziert: Sie dauert nur wenige Minuten, tut nicht weh und kann in der Arztpraxis durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Studie könnten dazu beitragen, dass solche Messungen in Zukunft häufiger bei Gesundheitschecks eingesetzt werden.
Fazit: Gesunde Muskeln sind nicht nur für das Gehen oder Treppensteigen wichtig – sie könnten auch das Denken schützen. Wer seine Muskeln im Blick behält, achtet vielleicht auch auf sein Gehirn.
Quelle: Xund24-Redaktion/pressetext.redaktion
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