Nachhaltige Events: Wie Veranstalter ökologisch und klimafreundlich planen können

Veranstaltungen prägen Talente, Gemeinschaft und Marke – sie verursachen aber auch Ressourcenverbrauch.

Wer heute Events nachhaltig organisiert, schafft Mehrwert für Umwelt und Image zugleich.

Was macht einen Event wirklich nachhaltig?



Nachhaltige Events berücksichtigen Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsfaktoren von Anfang an. Ziel ist, den ökologischen Fussabdruck zu minimieren, soziale Teilhabe zu sichern und langfristig Kosten zu vermeiden. Veranstalter in der Schweiz nutzen Checklisten und Richtlinien, die helfen, Massnahmen systematisch umzusetzen.

Ein nachhaltiger Veranstaltungsort, transparente Kommunikation und ein klar definiertes Budget sind entscheidende Faktoren. Gemeinden und Kantone verlangen zunehmend nachhaltige Konzepte auch bei kleineren Events.

Massnahmen für ökologische Nachhaltigkeit

  • Anreise optimieren: Veranstaltungsort mit guter ÖV-Erreichbarkeit wählen, Gäste mit ÖV-Tickets oder Sammelshuttle belohnen, Fahrradstellplätze und Car-Sharing fördern.
  • Verpflegung bewusst wählen: Lokal, saisonal und möglichst pflanzlich kochen; Bio- oder Fair-Trade-Produkte einsetzen; Food Waste vermeiden durch portionsgerechte Planung und Reste weiterverwenden.
  • Abfallmanagement: Mehrweg- statt Einweggeschirr; getrennte Abfallbehälter; Dekoration wiederverwendbar oder recycelbar; Verzicht auf gedruckte Programme, stattdessen digitale Formate.
  • Hybride oder digitale Formate: Online-Anteil, Live-Streaming, virtuelle Teilnahme ermöglichen, sodass Reiseemissionen reduziert werden.
  • Energie & Infrastruktur: Vorhandene Räume nutzen; energieeffiziente Beleuchtung und Technik verwenden; Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen; Heiz-/Kühlung nur wo nötig einsetzen.


Soziale und wirtschaftliche Aspekte nicht vernachlässigen

  • Zugänglichkeit für Menschen mit Beeinträchtigung sicherstellen; Kommunikation einfach gestalten; auch soziale Vielfalt bei Teilnehmenden und Rahmenprogramm fördern.
  • Faire Bedingungen & lokale Wertschöpfung: Lokale Dienstleister einsetzen, faire Arbeitsbedingungen bieten, Transportwege minimieren. Damit profitieren Region und Beschäftigte.
  • Kommunikation & Transparenz: Nachhaltige Massnahmen schon vor dem Event extern kommunizieren; Erwartungen setzen; nach dem Event Feedback sowie Kennzahlen publizieren.
  • Budgetplanung & Risikoabwägung: Nachhaltigkeit kostet oft zuerst mehr – aber früh eingeplant zahlt sich aus. Reserven für unerwartete Kosten einplanen, nachhaltige Lösungen sorgfältig bewerten.

Umsetzung und Kontrolle

  • Nachhaltigkeitskonzept erstellen: Verantwortlichkeiten, Ziele und Kennzahlen festlegen.
  • Kennzahlen messen und auswerten: CO₂-Emissionen, Abfallmengen, Teilnehmendenfeedback, Mobilitätswege u. Ä. festhalten.
  • Lernend planen: Erfahrungen sammeln, dokumentieren und Verbesserungen in künftige Events übernehmen.

Fazit

Nachhaltige Events sind keine Perfektion – sie sind bewusste Entscheidungen.
Wer bei Planung, Verpflegung, Mobilität und Kommunikation nachhaltig handelt, gewinnt Vertrauen, reduziert Umweltbelastung und schafft einen Mehrwert, der über das Event hinausstrahlt.

 

Quelle: events24.ch-Redaktion
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