Stromausfall im Haushalt: Licht, Kommunikation und Geräte sicher handhaben
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Bevölkerungsschutz digital.ch Elektronik Eltern elterntipps.ch Familie familie.ch Familienleben Gadgets Haus Haus, Garten & Einrichtung Haushalt haushaltsapparate.net Haushaltsgeräte hometipp.ch Kühlen Magazine nachrichtenticker.ch News Prävention Senioren Sicherheit sicherheit.ch Technik Themen Tipps Wohnen Wohnräume Zubehör Ⳇ Verbreitung
Wenn der Strom ausfällt, bleiben neben der Beleuchtung oft auch Router, Festnetztelefon, Kochherd, Heizungspumpe und elektrische Türsysteme stehen. Ein kurzer Unterbruch ist meist rasch überbrückt. Dauert die Störung länger, gewinnen sichere Lichtquellen, verlässliche Informationen, Lebensmittelvorräte und ein überlegter Umgang mit elektrischen Geräten an Bedeutung.
Gute Vorbereitung erfordert weder umfangreiche Spezialausrüstung noch einen eigenen Generator. Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio, geladene Powerbanks und ein auf den Haushalt abgestimmter Notvorrat schaffen eine solide Grundlage. Während des Ausfalls kommt es vor allem darauf an, Brand- und Vergiftungsgefahren zu vermeiden, Kühlgeräte geschlossen zu halten und elektrische Verbraucher kontrolliert auszuschalten.
Wenn plötzlich mehr als das Licht ausfällt
Ein Stromausfall macht sich zunächst durch erloschene Lampen und stillstehende Geräte bemerkbar. Seine Auswirkungen reichen jedoch weiter. Viele moderne Heizungen benötigen Strom für Steuerung, Zündung oder Umwälzpumpe. Elektrische Rollläden, Garagentore, Türöffner und Gegensprechanlagen können ebenfalls ausfallen.
Auch die Kommunikation ist betroffen. Ein schnurloses Festnetztelefon funktioniert ohne Stromversorgung seiner Basisstation nicht. Internetanschlüsse fallen aus, sobald Router und weitere Netzkomponenten nicht mehr versorgt werden. Mobilfunknetze verfügen zwar über technische Reserven, können bei einer grossflächigen Störung aber überlastet oder nach längerer Zeit eingeschränkt sein.
In Mehrfamilienhäusern kommen weitere Abhängigkeiten hinzu. Aufzüge bleiben stehen, Druckerhöhungsanlagen für Wasser können ausfallen und elektrisch betriebene Gebäudetüren lassen sich unter Umständen nur noch über eine vorgesehene Notentriegelung öffnen. Solche Einrichtungen dürfen nicht gewaltsam manipuliert werden. Die Hausverwaltung sollte erklären können, welche Verfahren für das Gebäude vorgesehen sind.
Zuerst klären, wie gross die Störung ist
Bleibt eine einzelne Lampe dunkel, liegt möglicherweise nur ein defektes Leuchtmittel vor. Sind mehrere Räume betroffen, lohnt sich ein Blick aus dem Fenster oder ins Treppenhaus. Dunkle Nachbargebäude und ausgefallene Strassenbeleuchtung sprechen für eine grössere Netzstörung.
Ist ausschliesslich die eigene Wohnung betroffen, kann eine Sicherung oder ein Fehlerstromschutzschalter ausgelöst haben. Vor einer Wiedereinschaltung sollten eingeschaltete Kochplatten, leistungsstarke Geräte und erkennbare Fehlerquellen ausgeschaltet werden. Brandgeruch, verschmorte Steckdosen, Feuchtigkeit an elektrischen Anlagen oder beschädigte Kabel sind Warnzeichen. In solchen Fällen bleibt der betroffene Stromkreis ausgeschaltet, bis eine Elektrofachkraft die Ursache geprüft hat.
Löst die Sicherung nach dem Zurücksetzen erneut aus, darf sie nicht wiederholt eingeschaltet werden. Das erneute Auslösen weist auf einen Fehler oder eine Überlastung hin. Eigenständige Arbeiten an Verteilungen, Sicherungskästen und festen Installationen sind keine geeignete Massnahme zur Störungsbehebung.
Bei einem Ausfall im Versorgungsnetz informiert der örtliche Netzbetreiber häufig über eine Störungsseite, eine Telefonnummer oder andere Kanäle. Die Notrufnummern sind für konkrete Notfälle bestimmt: 118 bei Feuer, 144 bei medizinischen Notfällen, 117 für die Polizei und 112 als allgemeine Notrufnummer.
Taschenlampen schaffen Licht ohne offene Flamme
Batteriebetriebene LED-Taschenlampen und Stirnlampen sind für einen Stromausfall besonders geeignet. Sie entwickeln wenig Wärme, verbrauchen vergleichsweise wenig Energie und lassen sich sicherer verwenden als Kerzen. Eine Stirnlampe hält beide Hände frei, etwa beim Sichern einer Treppe, beim Versorgen eines Kindes oder beim Kontrollieren des Sicherungskastens.
Mindestens eine Lampe sollte an einem festen, leicht erreichbaren Ort liegen. Zusätzliche Leuchten sind in Schlafräumen, Küche und Eingangsbereich sinnvoll. Eine Taschenlampe ganz hinten in einer Schublade hilft wenig, wenn der Weg dorthin bereits im Dunkeln zurückgelegt werden muss.
Batterien altern auch unbenutzt. Ihr Zustand sollte regelmässig kontrolliert werden. Bei selten verwendeten Geräten kann es sinnvoll sein, die Batterien separat und direkt daneben aufzubewahren, sofern die Bedienungsanleitung dies zulässt. Wiederaufladbare Akkus müssen in festen Abständen geladen werden.
Kerzen bleiben eine Lösung mit Brandrisiko
Kerzen sollten höchstens als ergänzende Lichtquelle dienen. Sie benötigen eine standfeste, nicht brennbare Unterlage und ausreichend Abstand zu Vorhängen, Papier, Möbeln und Dekoration. Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt bleiben.
In Haushalten mit Kindern, Haustieren oder Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit steigt das Risiko, dass eine Kerze umgestossen wird. Auch Müdigkeit ist ein wichtiger Faktor. Vor dem Schlafen müssen sämtliche offenen Flammen gelöscht werden. Batterieleuchten oder LED-Kerzen sind für die nächtliche Orientierung die sicherere Wahl.
Informationen empfangen und Akkus einteilen
Das Smartphone ist zu Beginn eines Stromausfalls oft die wichtigste Informationsquelle. Die Alertswiss-App kann behördliche Warnungen und Verhaltensanweisungen anzeigen, solange eine Datenverbindung besteht. Meldungen des Netzbetreibers, der Gemeinde oder des Kantons können den Umfang und die erwartete Dauer einer Störung einordnen.
Der Akku sollte sparsam verwendet werden. Reduzierte Bildschirmhelligkeit, deaktivierte Hintergrundaktualisierungen und ein vorübergehend eingeschalteter Energiesparmodus verlängern die Laufzeit. Wenn keine ständige Erreichbarkeit nötig ist, kann der Flugmodus zwischen einzelnen Kontrollen Energie sparen. Kurze Textnachrichten belasten den Akku und ein ausgelastetes Netz meist weniger als lange Telefonate oder Videostreams.
Eine geladene Powerbank überbrückt einen begrenzten Zeitraum. Ihre Kapazität ist nur dann hilfreich, wenn sie regelmässig kontrolliert und nachgeladen wird. Extrem kalte oder heisse Lagerorte verkürzen die nutzbare Leistung.
Bei einer länger dauernden oder grossflächigen Störung bleibt ein batteriebetriebenes Radio wichtig. In der Schweiz werden behördliche Informationen und Verhaltensanweisungen auch über den Rundfunk verbreitet. Das Radio sollte DAB+ und UKW empfangen können. Ersatzbatterien gehören unmittelbar zum Gerät.
Wichtige Telefonnummern und Adressen sollten zusätzlich auf Papier verfügbar sein. Dazu zählen Angehörige, Betreuungspersonen, Schule, Hausverwaltung, Netzbetreiber und medizinische Ansprechpartner. Ein abgesprochener Treffpunkt hilft, wenn Familienmitglieder unterwegs sind und die Kommunikation ausfällt. Kommunale Notfalltreffpunkte werden je nach Lage durch die Behörden aktiviert und bekannt gegeben.
Ein Notvorrat entlastet den Haushalt
Ein Stromausfall kann gleichzeitig Kartenzahlungen, Kassensysteme, Geldautomaten und einzelne Geschäfte beeinträchtigen. Ein überschaubarer Vorrat reduziert den unmittelbaren Einkaufsdruck. Empfehlenswert sind Lebensmittel, die ohne Kühlung haltbar und teilweise ohne Kochen verzehrbar sind.
Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt 9 Liter Wasser pro Person. Diese Menge ist für Trinken und Kochen während etwa drei Tagen vorgesehen. Hinzu kommen Lebensmittel für rund eine Woche, persönliche Medikamente, Hygieneartikel, Tierfutter und etwas Bargeld.
Der Vorrat sollte zum tatsächlichen Alltag passen. Produkte, die regelmässig verwendet und rechtzeitig ersetzt werden, bleiben seltener unbeachtet über das Haltbarkeitsdatum hinaus liegen. Einen ausführlichen Überblick bietet der Beitrag über den Notvorrat für Schweizer Haushalte.
Zur Grundausstattung für einen Stromausfall gehören:
- Trinkwasser und weitere Getränke
- haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung auskommen
- verzehrfertige Speisen für den Fall, dass keine sichere Kochmöglichkeit besteht
- Taschenlampen, Stirnlampen und passende Ersatzbatterien
- ein batteriebetriebenes Radio mit DAB+- und UKW-Empfang
- geladene Powerbanks und passende Ladekabel
- persönliche Medikamente und notwendige Hilfsmittel
- Hygieneartikel, Tierfutter und etwas Bargeld
- eine gedruckte Liste wichtiger Kontakte und Notfallnummern
Elektrische Geräte kontrolliert ausschalten
Ein eingeschalteter Kochherd wird während des Stromausfalls kalt und wirkt dadurch harmlos. Kehrt die Stromversorgung zurück, heizt die Platte jedoch wieder auf. Brennbare Gegenstände auf dem Kochfeld können sich entzünden. Deshalb müssen Herd, Backofen, Bügeleisen, Heizlüfter und andere wärmeerzeugende Geräte ausgeschaltet werden.
Auch Bohrmaschinen, Kreissägen, Mixer, Staubsauger und weitere Geräte mit Motor sollten ausgeschaltet oder vom Netz getrennt werden. Sie könnten nach der Wiederkehr des Stroms unerwartet anlaufen. Bei empfindlicher Unterhaltungselektronik und Computern kann das Trennen vom Netz Schäden durch Spannungsschwankungen vorbeugen.
Eine einzelne Lampe darf eingeschaltet bleiben. Sie zeigt an, wann die Stromversorgung zurückgekehrt ist. Kühl- und Gefriergeräte bleiben hingegen angeschlossen und möglichst geschlossen.
Solaranlagen liefern nicht automatisch Notstrom
Eine Photovoltaikanlage versorgt das Gebäude bei einem Netzausfall normalerweise nicht weiter. Netzgekoppelte Wechselrichter schalten sich aus Sicherheitsgründen ab, damit keine Spannung in ein abgeschaltetes öffentliches Netz eingespeist wird.
Strom steht während des Ausfalls nur bereit, wenn die Anlage ausdrücklich über eine Ersatzstrom- oder Inselstromfunktion verfügt und entsprechend installiert wurde. Ein Batteriespeicher allein beweist noch nicht, dass ein solcher Betrieb möglich ist. Massgeblich sind die Auslegung der Anlage und die Angaben des Installationsbetriebs.
Generatoren nie über eine Steckdose einspeisen
Ein mobiler Generator darf keinesfalls über ein selbst gebautes Kabel an eine gewöhnliche Haussteckdose angeschlossen werden. Eine solche Rückspeisung kann Leitungen unter Spannung setzen, Brände verursachen und Einsatzkräfte oder Mitarbeitende des Netzbetreibers gefährden.
Verbrennungsmotoren erzeugen zudem Kohlenmonoxid. Das farb- und geruchlose Gas kann sich in Innenräumen, Kellern, Garagen und teilweise geschlossenen Bereichen rasch anreichern. Ein Generator gehört deshalb ins Freie, mit deutlichem Abstand zu Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen. Eine Einspeisung in die Gebäudeinstallation setzt eine fachgerecht geplante und geprüfte Umschalteinrichtung voraus.
Kochen und Heizen ohne Strom: Verbrennungsgase ernst nehmen
Holzkohle- und Gasgrills gehören ins Freie. Sie dürfen weder in der Wohnung noch in Keller, Garage, Wintergarten oder Zelt betrieben werden. Geöffnete Fenster machen den Betrieb in geschlossenen Räumen nicht sicher. Das gilt ebenfalls für benzin- oder dieselbetriebene Generatoren.
Campingkocher, Rechauds und andere mobile Geräte dürfen nur gemäss Bedienungsanleitung und für den ausdrücklich vorgesehenen Einsatzort verwendet werden. Brennstoffbehälter müssen passend, unbeschädigt und korrekt eingesetzt sein. Ein Gerät, das ausschliesslich für den Aussenbereich zugelassen ist, bleibt draussen.
Elektrische Heizungen, Wärmepumpen und die Steuerungen vieler Öl-, Gas- oder Pelletheizungen funktionieren bei einem Stromausfall nicht. Offene Flammen sind kein Ersatz für eine ausgefallene Raumheizung. Geeignete Kleidung, Decken und das gemeinsame Nutzen eines Raumes sind sicherer. Sinkt die Raumtemperatur bei Säuglingen, kranken oder älteren Menschen stark ab, muss frühzeitig eine beheizte Ausweichmöglichkeit organisiert werden.
Kühlschrank und Tiefkühler geschlossen halten
Bei einem Stromausfall zählt jedes Öffnen. Die in Kühlschrank und Tiefkühler gespeicherte Kälte entweicht, während neue Kälte nicht produziert wird. Deshalb sollten benötigte Lebensmittel möglichst mit einem einzigen Öffnen entnommen werden.
Wie schnell ein Kühlschrank warm wird, hängt von Bauart, Füllstand, Raumtemperatur und Zustand der Dichtungen ab. Ein separates Kühlschrankthermometer liefert eine verlässlichere Grundlage als eine pauschale Zeitangabe. Für leicht verderbliche Lebensmittel ist eine Lagertemperatur von höchstens 5 Grad Celsius wichtig.
Besondere Vorsicht gilt bei rohem Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Hackfleisch, Milchprodukten, Speisen mit rohen Eiern, gekochten Resten sowie Baby- und Spezialnahrung. Waren solche Lebensmittel während mehrerer Stunden deutlich zu warm oder ist der Temperaturverlauf unklar, ist Entsorgen die sichere Entscheidung. Aussehen und Geruch allein zeigen krankmachende Keime nicht zuverlässig an. Verdächtige Lebensmittel dürfen nicht probiert werden, um ihre Sicherheit zu beurteilen.
Ein gut gefüllter und ungeöffneter Tiefkühler hält die Temperatur gewöhnlich länger als ein Kühlschrank. Noch vorhandene Eiskristalle und ein gefrorener Kern sprechen dafür, dass die Ware durchgehend kalt geblieben ist. Vollständig aufgetaute Lebensmittel sollten nicht erneut eingefroren werden. Bei empfindlichen Produkten ist Zurückhaltung angebracht, wenn Dauer und Temperatur nicht nachvollziehbar sind.
Eine übersichtliche Ordnung verkürzt die Öffnungszeit. Hinweise zur sinnvollen Lagerung enthält der Beitrag über das richtige Einräumen des Kühlschranks.
Kinder, ältere Menschen und medizinische Geräte berücksichtigen
Ein Stromausfall kann Kinder verunsichern. Feste Plätze für Taschenlampen, einfache Absprachen und eine ruhige Erklärung schaffen Orientierung. Treppen, Balkontüren und andere Gefahrenstellen sollten frühzeitig gesichert werden. Kerzen und Brennstoffe bleiben ausser Reichweite.
Ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität können auf Aufzug, elektrische Pflegebetten, Treppenlifte oder Notrufsysteme angewiesen sein. Angehörige und Nachbarn sollten vorher klären, welche Systeme bei einem Stromausfall weiterarbeiten und wie lange vorhandene Akkus reichen.
Bei elektrisch betriebenen medizinischen Geräten ist ein individueller Notfallplan erforderlich. Dazu zählen beispielsweise Beatmungsgeräte, Sauerstoffkonzentratoren, Ernährungspumpen und elektrisch gesteuerte Hilfsmittel. Akkulaufzeit, Ersatzstromversorgung und Kontaktwege sollten vor einer Störung mit dem Geräteanbieter und der behandelnden Fachstelle abgestimmt werden. Bei einer akuten gesundheitlichen Gefährdung gilt der Sanitätsnotruf 144.
Auch Aquarien benötigen Beachtung. Filter, Pumpen, Heizung und Sauerstoffversorgung fallen aus. Die Folgen hängen von Besatz, Wasservolumen, Temperatur und Dauer der Störung ab. Ungeprüfte elektrische Improvisationen sind keine geeignete Lösung. Für empfindliche Bestände ist eine vorgängig geplante, technisch passende Ersatzversorgung sinnvoll.
Wenn der Strom zurückkehrt
Die Wiederkehr der Versorgung ist kein Signal, sämtliche Geräte gleichzeitig einzuschalten. Zunächst wird kontrolliert, ob Herd, Backofen, Bügeleisen, Heizgeräte und Werkzeuge sicher ausgeschaltet sind. Anschliessend können notwendige Verbraucher schrittweise wieder in Betrieb gehen.
Kühlschrank, Tiefkühler, Heizung, Router und medizinisch erforderliche Geräte haben Vorrang. Uhren, Zeitschaltungen, Alarmanlagen und programmierte Haushaltsgeräte müssen unter Umständen neu eingestellt werden. Bei Aquarien ist zu prüfen, ob Filter und Pumpen tatsächlich wieder laufen.
Flackern Lampen ungewöhnlich, riecht ein Gerät verschmort oder treten Funken, starke Erwärmung und ungewöhnliche Geräusche auf, bleibt das betreffende Gerät ausgeschaltet und vom Netz getrennt. Wiederholt auslösende Sicherungen oder sichtbare Schäden gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Verdorbene Lebensmittel werden getrennt entsorgt. Kühlgeräte sollten nach dem Wiederanlaufen beobachtet werden, bis die vorgesehene Temperatur wieder erreicht ist. Dokumentierte Temperaturen erleichtern die Beurteilung empfindlicher Vorräte.
Das deutschsprachige Video „Für alle Fälle kurz erklärt: Was tun bei Stromausfall?“ des deutschen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zeigt, wie sich Haushalte vorbereiten und welche Massnahmen während eines Stromausfalls wichtig sind.
Vorbereitung in wenigen festen Abläufen
Eine praktikable Vorsorge lässt sich in den normalen Haushalt integrieren. Taschenlampen, Radio und Powerbanks erhalten feste Plätze. Batterien und Akkustände werden beispielsweise zweimal jährlich kontrolliert. Haltbare Lebensmittel rotieren durch den Küchenalltag, statt jahrelang unangetastet gelagert zu werden.
Ebenso wichtig ist ein kurzer Haushaltsplan. Er hält fest, wer Kinder abholt, wer nach hilfsbedürftigen Personen schaut und wo sich wichtige Gegenstände befinden. Hinweise zur manuellen Bedienung von Türen oder Rollläden gehören griffbereit zu den jeweiligen Anleitungen.
Eine sinnvolle Kontrolle umfasst:
- Funktion und Auffindbarkeit sämtlicher Taschenlampen
- Ladezustand von Powerbanks und Geräteakkus
- Empfang und Batterien des Notfallradios
- Wasser-, Lebensmittel- und Medikamentenvorräte
- gedruckte Kontakte und vereinbarte Treffpunkte
- Notbetrieb medizinischer und pflegerischer Geräte
- vorgesehene Bedienung elektrischer Türen und Garagentore
- Funktion batteriebetriebener Rauch- und Kohlenmonoxidmelder
Wenige Vorbereitungen verhindern gefährliche Improvisationen
Bei einem Stromausfall stehen sichere Beleuchtung, zuverlässige Informationen und das Ausschalten kritischer Verbraucher an erster Stelle. Taschenlampen ersetzen offene Flammen, ein Radio ergänzt das Smartphone und geschlossene Kühlgeräte bewahren ihre Temperatur länger.
Ein passender Notvorrat, geladene Akkus und klare Absprachen machen den Haushalt handlungsfähiger. Besondere Aufmerksamkeit benötigen wärmeerzeugende Geräte, mobile Kochstellen, Generatoren und medizinische Hilfsmittel. Wer diese Punkte im Voraus klärt, muss in der Dunkelheit weniger entscheiden und vermeidet riskante Improvisationen.
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