Kings peilen Fiala-Comeback bis Anfang November an
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News NHL Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Bei Kevin Fiala gibt es erstmals einen konkreteren Zeitplan für das NHL-Comeback. Die Los Angeles Kings hoffen, den Schweizer Stürmer spätestens um den 1. November wieder im Lineup zu haben. General Manager Ken Holland betont allerdings, dass es sich dabei um ein Best-Case-Szenario handelt und jeder Reha-Schritt vom Heilungsverlauf abhängt.
Fiala darf nach seinem zusätzlichen Eingriff zunächst rund zwei Wochen kaum trainieren, damit die Operationswunde vollständig verheilen kann. Danach soll der 30-Jährige individuell aufs Eis zurückkehren, anschliessend hockeyspezifisch trainieren und bei positivem Verlauf einige Wochen später wieder zur Mannschaft stossen. Die Kings rechnen im günstigsten Fall Anfang Oktober mit ersten Einheiten im Teamtraining.
Der Schweizer hatte sich im Februar bei den Olympischen Winterspielen Frakturen am linken Unterschenkel zugezogen. Nachdem sich sein Bein bei höherer Trainingsintensität im Sommer nicht wie erhofft anfühlte, wurde ein weiterer Eingriff notwendig. Noch am 11. September war deshalb lediglich klar, dass sich Fialas NHL-Comeback nach der Nachoperation verzögern würde – einen konkreteren Zeithorizont gab es damals noch nicht.
Belastungsaufbau in mehreren Stufen
Die Kings wollen bei Fiala nichts überstürzen. Zunächst soll er gemeinsam mit John Odgers aus dem Performance-Bereich individuell auf dem Eis arbeiten. Wenn sein Bein diese Belastung problemlos verträgt, folgt in einem nächsten Schritt hockeyspezifisches Training mit Assistenzcoach Derik Johnson.
Erst danach ist die Rückkehr in das reguläre Mannschaftstraining vorgesehen. Holland erklärte, dass Fiala voraussichtlich drei bis vier Wochen nach dem Eingriff wieder mit dem Team aufs Eis gehen könnte. Entscheidend bleibt jedoch die Reaktion des operierten Beins auf die zunehmende Intensität.
Genau in diesem Bereich war zuletzt ein Problem aufgetreten. Fiala hatte seine Sommervorbereitung zunächst ohne grössere Schwierigkeiten absolviert und war auch bereits bei Trainingseinheiten mit Teamkollegen auf dem Eis. Als die Belastung gesteigert wurde, fühlte sich das Bein jedoch nicht vollständig richtig an. Weitere Untersuchungen führten schliesslich zum zusätzlichen Eingriff.
Saisonstart ohne Fiala
Damit ist inzwischen praktisch klar, dass Fiala den Saisonauftakt der Kings verpassen wird. Los Angeles beginnt die Regular Season am 30. September auswärts bei den Colorado Avalanche.
Immerhin kommt den Kings der Spielplan etwas entgegen. Im Oktober stehen lediglich zwölf NHL-Partien auf dem Programm. In den ersten drei Wochen der Saison bestreitet Los Angeles sogar nur sechs Spiele. Sollte der Reha-Plan funktionieren, würde Fiala deshalb einen überschaubaren Teil der Saison verpassen.
Für die Kings wäre seine Rückkehr sportlich bedeutend. Fiala erzielte in der vergangenen Saison trotz seines verletzungsbedingten Ausfalls in 56 Spielen 18 Tore und 22 Assists. Mit 40 Punkten gehörte er weiterhin zu den produktiveren Offensivspielern des Teams.
Kings wollen vollständige Genesung abwarten
Ein Comeback-Datum ist dennoch nicht garantiert. Die Verantwortlichen betonen, dass jeder Schritt neu beurteilt wird. Erst wenn Fiala sowohl das Individualtraining als auch die anschliessenden Einheiten mit höherer Intensität ohne Probleme übersteht, soll er wieder für NHL-Spiele freigegeben werden.
Nach mittlerweile mehr als sieben Monaten ohne Pflichtspiel zeichnet sich damit zumindest erstmals ein realistisches Zeitfenster ab. Läuft die Rehabilitation optimal, könnte der Schweizer im Verlauf des Oktobers ins Mannschaftstraining zurückkehren und rund um den Monatswechsel sein NHL-Comeback feiern.
- Zunächst rund zwei Wochen Schonzeit nach dem zusätzlichen Eingriff.
- Danach schrittweise Rückkehr aufs Eis mit individuellem Training.
- Bei optimalem Verlauf könnte Fiala nach drei bis vier Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren.
- Die Kings hoffen auf ein NHL-Comeback spätestens um den 1. November – der Zeitplan bleibt vom Heilungsverlauf abhängig.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert