Neue 3D-Drucker funktionieren sofort – Verkaufszahlen steigen auf Rekordniveau
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag Arbeitswelt Ausbildung & Studium Beruf Beschäftigung Betrieb Betrieb betriebseinrichtung.net Bildung Bildung & Arbeit Business Business business24.ch businessaktuell.ch Dienstleistungen Digitalisierung Handel Infrastruktur Innovation Inspiration Lifestyle Magazine Maschinen nachrichtenticker.ch News Produkte Strategie Technologie Themen Trends Unternehmen Wirtschaft Zubehör Ⳇ Verbreitung
Die Verkaufszahlen von Galaxus zeigen: 3D-Drucker verkaufen sich so gut wie nie zuvor. Gleichzeitig verschiebt sich der Markt: Neue Geräte funktionieren direkt aus der Verpackung und sprechen eine immer breitere Zielgruppe an.
Noch vor einem Jahrzehnt waren 3D-Drucker für Privatpersonen kaum erschwinglich. Heute stehen sie in unzähligen Kellern, Garagen und Arbeitszimmern. Die Einstiegshürde ist tief: Brauchbare Geräte gibt es ab wenigen hundert Franken und viele funktionieren praktisch direkt aus der Verpackung. Tom Gebhardt, Category Business Manager und bei Galaxus unter anderem verantwortlich für 3D-Drucker, sagt: „Der Markt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neue Hersteller setzen auf Plug-and-Play-Konzepte, die den Einstieg deutlich vereinfachen. Das senkt die Hürde für Leute, die sich nicht stundenlang mit der Kalibrierung und Einrichtung beschäftigen wollen.“
Wer dann drucken will, findet auf Plattformen wie Thingiverse oder Makerworld Millionen von Druckvorlagen kostenlos zum Herunterladen – vom Ersatzteil für die Kaffeemaschine über Vasen bis zum Portemonnaie. Eigene Modelle lassen sich mit Gratis-Software wie TinkerCAD oder FreeCAD erstellen. Neue KI-Tools generieren sogar druckfertige 3D-Modelle aus einer simplen Textbeschreibung.
Bei Galaxus ist das Interesse in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 stark gestiegen. Im Vergleich zum selben Zeitraum 2025 verkaufte der Onlinehändler 59 Prozent mehr 3D-Drucker. In den ersten vier Monaten 2026 wurden bereits mehr Geräte verkauft als im gesamten Jahr 2020. Auch die Nachfrage nach 3D-Druck-Zubehör stieg um 58 Prozent, beim Filament sogar um 84 Prozent. Auf jeden verkauften 3D-Drucker kommen 2026 14 Filament-Verkäufe, 2020 waren es gut zwei Rollen pro Gerät. Eine Standardrolle wiegt ein Kilogramm und reicht je nach Objekt für rund 30 Handyhüllen oder eine handgrosse Vase.
Auspacken, anschliessen, drucken
Jahrelang mussten Geräte nach dem Kauf aufwendig kalibriert und zusammengebaut werden. Eine neue Generation funktioniert dagegen nahezu sofort. Das hat die Marktverhältnisse verschoben: Der bisherige Marktführer Creality wurde 2025 erstmals von Bambu Lab überholt. In den ersten vier Monaten 2026 stammt fast jeder zweite verkaufte Drucker von Bambu Lab, nur noch jeder vierte von Creality.
Auch kleinere Marken gewinnen an Bedeutung. Filapen, ein Anbieter von Einsteigergeräten, die sich explizit an Kinder richten, erreichte 2024 einen Marktanteil von 16 Prozent.
Filament wird billiger, Drucker werden wieder teurer
Der durchschnittliche Verkaufspreis eines 3D-Druckers lag 2020 bei 540 Franken. Bis 2024 sank er auf rund 400 Franken. In den ersten vier Monaten 2026 stieg er wieder auf durchschnittlich 490 Franken. Gleichzeitig ist der Preis einer Rolle Filament seit 2020 um rund ein Drittel von 35 Franken auf 23 Franken gesunken. Tom Gebhardt rechnet damit, dass der Markt weiter wächst: „Die Filament-Preise sinken seit Jahren und die Geräte werden immer einfacher zu bedienen. Das macht 3D-Druck für eine viel breitere Zielgruppe attraktiv.“
Mehr Frauen als früher
2020 gingen knapp neun von zehn Druckern an männliche Käufer. Bis 2024 stieg der Frauenanteil von 13 auf 23 Prozent. Seither hat sich der Wert eingependelt. Besonders aktiv sind Käufer zwischen 35 und 54 Jahren. Jeden dritten 3D-Drucker liefern die Versanddienstleister an 35- bis 44-Jährige, rund ein Viertel an 45- bis 54-Jährige.
Quelle: Galaxus
Bildquelle: Symbolbild © Stenko Vlad/Shutterstock.com